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Beim FC Freiburg geht es nur noch abwärts

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Gerade mal neun Punkte hat der FC Freiburg in der Rückrunde geholt. Damit ist man zusammen mit Absteiger Portalban und Azzurri LS das schlechteste Team der Liga, und nur dank einer guten Hinrunde reicht es dem Traditionsverein Ende Saison zum Minimalsaisonziel Ligaerhalt. Das ist im Moment leider das einzig Positive bei den Pinguinen, bei denen zur Zeit alles drunter und drüber zu gehen scheint. Eine so blutleere Vorstellung wie die Freiburger am Samstag in Carouge boten, hat man in den letzten Jahren noch selten gesehen. Ein bitter enttäuschter Trainer, viele verunsicherte Spieler, kein Herz und kein Biss – so schaute am Schluss selbst gegen ein nur durchschnittliches Carouge eben eine schwere Schlappe heraus. Schon kurz nach Spielschluss und ohne Stärkung fuhr der Bus Richtung Freiburg ab, die anderthalbstündige Rückfahrt wird den Spielern und Verantwortlichen wohl wie eine kleine Weltreise vorgekommen sein. Torhüter Marc Ummel, der zuvor in 90 Minuten nicht weniger als ein halbes Dutzend Tore einkassieren musste, reiste wie oft bei Auswärtsspielen mit dem ÖV heim; Teamspirit scheint bei den Schwarzweissen in dieser heiklen Phase der Meisterschaft ebenfalls nicht Gebot Nummer eins zu sein.

Die guten alten Zeiten sind nicht nur in der Saanestadt längst Tempi passati, auch beim Genfer Quartierverein Etolie Carouge scheint die Zeit sportlich stillzustehen. Ins altehrwürdige Stade de la Fontenette mit einem Fassungsvermögen ähnlich wie das des St. Leonhard pilgern im Moment noch gerade 100 Unentwegte zu den Spielen. Darunter auch der in die Jahre gekommene ehemalige Trainer des NLA-Teams von 1997, Paul Garbani. Vor dem Spiel wurde übrigens der langjährige Präsident Pierre-Alain Brodard, ein gebürtiger Freiburger, ehrenvoll verabschiedet. In den nächsten Tagen steht also auch in Carouge ein Wechsel an der Klubspitze an. Bei den Freiburgern fehlten auch an diesem Spiel die neuen Verantwortlichen. Einzig Ehrenpräsident Héribert Brülhart hatte mit der Mannschaft den langen Weg unter die Räder genommen, stieg dann nach dem enttäuschenden Match jedoch fuchsteufelswild in den wartenden Bus. «Jetzt ist fertig, so kann es nicht weitergehen. Ich überlege mir allen Ernstes, Trainer Ismael Djelid schon diese Woche zu beurlauben und mit Assistent Stefan Sojic das letzte Heimspiel gegen YBs U21 anzugehen. Die Mannschaft spielte heute miserabel, da ist doch auch der Trainer dafür verantwortlich.» Der FCF war für ein offensiv starkes Carouge nicht viel mehr als ein schwacher Trainingspartner.

Trainer Djelid fassungslos

Noch Minuten nach dem Schlusspfiff sass FCF-Trainer Ismael Djelid ratlos allein und verlassen auf der Auswechselbank und fand kaum Worte für die Vorstellung seines in der Vorrunde noch so starken Teams. «Man hat mir seitens der Klubleitung alles kaputtgemacht, in der Kabine und auf dem Platz ist alles blutleer. Heute waren wir ganz einfach nur schlecht, gewannen keinen Zweikampf und standen in der Abwehr wie Amateure herum.» Dabei dachte er sicher auch an seinen «Chef» auf dem Platz, Julien Bize, der wohl das schlechteste Spiel seiner Karriere zeigte und sich bei der Hälfte der Tore wie ein Junior ausspielen liess. Die Schuld an der brutalen Niederlage lag jedoch nicht nur bei ihm. Keiner kam an seine Normalform heran, und jeder versuchte mit zunehmender Spieldauer mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen.

Auf der anderen Seite stand ein guter Gegner, der einzig in der ersten Halbzeit gewisse defensive Mängel zeigte. Am kommenden Sonntag wartet nun noch das letzte Saisonspiel auf die Pinguine. Die Verantwortlichen des Vereins täten gut daran, schnell sportliche Lösungen für die Zukunft ins Auge zu fassen. Denn längerfristig kann sich auch der Freiburger Fussball keine solchen Auftritte seines langjährigen Flaggschiffs leisten. Und wie Djelid zu Recht sagt, fehlt es im Moment nicht im taktischen und spielerischen Bereich, sondern es mangelt auf und neben dem Platz an richtigen Leaderfiguren. Mit diesem verdienten Sieg hat übrigens Carouge seinen Gegner in der Tabelle wieder überholt.

Telegramm

Carouge – Freiburg 6:1 (2:0)

Stade de la Fontenette. 100 Zuschauer. SR: Michael Brunner. Tore: 35. Inaki Fernandez 1:0. 36. Alaj 2:0. 54. Alaj 3:0. 73. Kari 4:0. 84. Dugourd 5:0. 88. Souni 5:1. 91. Avdulahi 6 :1.

Etoile Carouge: Eyer; Beuchat, Matri, Veuthey, Iyeti (78. Vanzo); Pont, Alaj (66. Avdulah), R. Fernandez, I. Fernandez; Dugourd, Kari (75. Amdouni).

FC Freiburg: Ummel; Schmidhäusler, Bize, Ndarugendamwo, Ombala; Nguyen; Cerezo (75. Souni), Rodrigues Marques (86. D. Ademi), Efendic; Y. Mejdi (46. Nzinga); Tsoutsis.

Bemerkungen: Carouge ohne Machoud, Imbriaco, Ferati, Besnard, Liviero, Bah (alle verletzt), Ackun (krank); Freiburg ohne Ozouf, Marques, Bamele (alle verletzt), C. Ademi (krank). – Verwarnungen: Bize (29.), Alaj (50.), Nzinga (66.),Matri (70.), Fernandez (87.). – Gute SR-Leistung.

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