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Belgiens Axel Witsel und der Glaube an Wunder

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Axel Witsel schafft das fast Unmögliche. Der 32-jährige Belgier dürfte nach seinem Achillessehnenriss Anfang Jahr gegen Dänemark am Donnerstag auf dem Platz stehen.

Niemand hätte vor gut fünf Monaten auf seine EM-Teilnahme gewettet. Axel Witsel, Teamkollege des Schweizer Internationalen Manuel Akanji in Dortmund, riss sich in seinem zweiten Spiel der Jahres gegen Leipzig die Achillessehne. Wie aus dem Nichts zog er sich nach einer halben Stunde die schwere Verletzung zu und verliess gestützt von zwei Dortmunder Helfern den Platz. Das war am 6. Januar. Sein Vater liess verlauten, es gebe 0 Prozent Chance, dass er bis zur Europameisterschaft fit werden würde. Sechs bis acht Monate dauert es normalerweise, sich von einer solchen Verletzung zu erholen.

Am Dienstag vermeldeten die Belgier nun: «Witsel ist einsatzbereit für das Spiel gegen Dänemark.» «Der Entscheid, Witsel am Donnerstag aufzustellen, wurde schon vor einiger Zeit gefällt», präzisierte der Teamarzt Geert Declercq. Dieser konnte in den letzten Wochen mitansehen, wie der Mittelfeldspieler ein bemerkenswertes Rennen gegen die Zeit gewann. «Am Donnerstag werden elf Millionen Belgier an Wunder glauben», sagte Witsels Vater Thierry dem öffentlich-rechtlichen Sender RTBF.

Der kleine, wertvolle Faden

Es gibt in der belgischen Mannschaft Spieler, die mehr Ehrfurcht erzeugen als Witsel. Etwa der rekonvaleszente Kevin de Bruyne, Eden Hazard oder Romelu Lukaku. Aber für Nationaltrainer Roberto Martinez ist der Dortmunder essenziell. «Es gibt nur einen Witsel. Mit einem Aufgebot von 26 Spielern kann ich das Risiko eingehen, ihn zu nominieren», erklärte der Spanier vor einem Monat.

Damals wusste Martinez schon, dass Witsel sich im Rekordtempo erholte. Die erste gute Neuigkeit fiel schon am Tag seiner Operation in Antwerpen. Die Achillessehne war nicht komplett gerissen, ein «kleiner Faden» hielt die Ferse noch. Mit der Hoffnung, bis zur EM fit zu werden, arbeitete Witsel zusammen mit dem renommierten Physiotherapeuten Lieven Maesschalk an seiner Rückkehr. Geduld und Entschlossenheit waren der Schlüssel zur schnellen Rehabilitation, die Maesschalk als unglaublich bezeichnet.

Maesschalk und Declercq äusserten sich in einer Medienkonferenz am Dienstag ausführlich zu Witsel. «Axel hatte eine Wohnung in Antwerpen gemietet, um möglichst kurze Wege zum Aufbautraining zu haben. Das Geheimnis ist, dass es kein Geheimnis gibt im Profisport. Axel war zu allem bereit, um es zu schaffen. Das ist die Einstellung, die es brauchte», erklärte der Physiotherapeut. Nun sei er parat um zurückzukehren. «Wenn es nach dem Trainer gegangen wäre, hätte er schon gegen Russland gespielt», sagte Declercq.

Nur ein Witsel

In den Trainings zeigte Witsel keine Zurückhaltung. Aber den Match gegen Russland verfolgte er zusammen mit De Bruyne noch aus dem Trainingslager in der belgischen Kleinstadt Tubize. Seine Mitspieler kamen auch ohne ihn zu einem souveränen 3:0-Sieg. Gebraucht wird Witsel bei den Belgiern, die endlich ihren ersten grossen Titel gewinnen wollen, später, vor allem ab der K.-o.-Runde. Dann sind seine Eigenschaften besonders nützlich. Er sichert ab, er erkennt die Gefahren, noch bevor sie entstehen, sagt sein ehemaliger Trainer Marc Wilmots. «Witsel denkt für die anderen. Ein solches Profil gibt es in Belgien nicht zweimal.»

Am frühen Donnerstagabend in Kopenhagen wird es in erster Linie darum gehen, Witsel Spielpraxis zu geben. Auch für ihn sind fünf Monate ohne zu spielen eine lange Zeit. Dass die Gefahr eines Rückfalls nicht komplett ausgeschlossen ist, bestätigte das Ärzteteam. Aber es sei ein kalkuliertes Risiko.

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