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Berset liess sich nicht fertig machen

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Freiburger Cross-Meisterschaften in Marly: Andrea Hayoz

Die Nummer 1 im Freiburger Langstreckenlauf ist Pierre-André Kolly. Vielleicht muss man nach diesen Freiburger Cross-Meisterschaften am Samstag bei der OS Marly noch ein Wörtchen anfügen: «Noch». Denn so wie Nicolas Berset auf den taktischen Totschläger, mit dem Kolly nur sich selber vernichtete, antwortete, deutete auf ein beachtliches Potenzial hin.

Kolly schoss wie eine Kanonenkugel ins Rennen und lag schnell um die 40 Meter voraus. Zu Beginn der dritten Runde erst stiess Nicolas Berset nach vorne an die Spitze. Seinem gemächlich anmutenden langen Schritt konnte keiner Paroli bieten. Der Neffe des ehemaligen Spitzenläufers Jean-Pierre zog seine Runden. Am Ende lag er 30 Sekunden vor dem zweitplatzierten Christoph Hofmann. Jean-Pierre Berset lief im Übrigen auch mit; der 49-Jährige lief auf den 10. Gesamtrang.
«Als ich sah, dass Kolly so drauflos geht, sagte ich mir: Ich mache mein Rennen; wenn ich mitgehe, mache ich es nicht lange.» Berset bekam mit seiner Einschätzung Recht. «Als ich vorne war, fand ich einen guten Rhythmus.» Nach 3 Runden lag er schon 17 Sekunden vor Hofmann und Kolly. Berset wurde erstmals Cross-Meister.
Hofmann hängte eine Runde später Kolly ab und wurde sicher Zweiter. Hofmann ist Berner, studiert an der Uni Freiburg Wirtschaft und wohnt in Villars-sur-Glâne. Mit der Einschreibegebühr erhielt er automatisch die Tageslizenz; dadurch wurde er Freiburger Vize-Meister: «Gegen Berset hatte ich keine Chance», meinte der 27-Jährige, der die vergangenen zwei Jahre pausiert hatte und 1996 über 5000 m in 14:38 persönliche Bestzeit gelaufen war.

Ein OL-Läufer, ein Triathlet

Kolly begründete am Ziel seine Taktik wie folgt: «Ich wollte die Gegner schnell abschrecken. Aber ich war diese Woche nach einer Grippe nicht so gut drauf; deshalb ging ich ein.»

Auf dem 6. Rang lief Robert Feldmann ein. Der nationale OL-Läufer von der OLG Murten liess erkennen, wie stark OL-Läufer auf morastigem Boden sind. Auf dem 9. Rang gelang auch Triathlet Dominic Burren (Freiburg) ein Glanzresultat. Auf der Bahn im vergangenen Sommer hatte er sich noch einteilen lassen müssen. Diesmal revanchierte er sich.

Andrea Hayoz’ vierter Cross-Titel

Andrea Hayoz lieferte eine schöne Bestätigung ihres 2. Ranges von Belfaux, wo sie ja Marie-Luce Romanens arg gefordert hatte. Da kann sie sich selber mit ihren 27 Jahren getrost noch lange als «alte Schachtel» bezeichnen, wenn sie weiterhin so stark läuft. Die «Selbstbetitelung», mit der sie auch die daneben stehende Regula Jungo einbezog, quittierten die beiden mit einem aufgestellten Lachen.

Ursula Jeitziner hatte zu Beginn das Rennen lanciert; einzig Andrea Hayoz und Laurence Vienne gingen mit. Vienne fiel in der zweiten Runde zurück, schloss aber in der dritten wieder auf, als Jeitziner zugleich zurückfiel. Als Vienne in einer Kurve führte, lief sie in die falsche Richtung. Andrea Hayoz rief sie zurück. Aber da war die entscheidende Lücke schon entstanden: «Eigentlich wollte ich mit Laurence laufen. Aber dann sah ich, dass sie am Limit war», erklärte Andrea Hayoz. DieDüdingerin feierte nach 1993, 98 und 96 den vierten Freiburger Cross-Titel.
Im Gegensatz zur Elite dominierten bei den Junioren die Berner. Christian Siegrist (TSVDüdingen) wurde als Achter Freiburger Meister. Laetitia Oberson (Le Mouret) wurde als Vierte Junioren-Meisterin.

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