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Beschaffung von Militärkampfjets

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Leserbriefe

Beschaffung von Militärkampfjets

Vor einiger Zeit hat das eidg. Parlament nach harzigen Verhandlungen der Anschaffung von Militärmaterial, inkl. der Beschaffung von 22 Kampfjets, im Gesamtbetrag von fünf Milliarden Franken zugestimmt. Nun will die SP eine Volksabstimmung zum Kampfjet-Kauf. Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSOA) und die Grünen sollen beschlossen haben, eine Initiative betreffend den Kauf der Kampfjets zu lancieren. SP, GSOA und Grüne glauben daran, dass ein Krieg, in den die Schweiz einbezogen würde, ausgeschlossen sei, obschon es in Europa brodelt. Ein ähnlicher Vorgang, was die Beschaffung von Militärmaterial in der Schweiz betrifft, spielte sich auch in den Fünfzigerjahren ab, kurz vor dem Einmarsch der Russen in Ungarn 1957. Dass Russland einen Bruderstaat mit Waffengewalt überrumpeln würde, daran hatte kaum jemand gedacht. Kurz zuvor war der Bundesrat daran, die Armee neuen Herausforderungen anzupassen. Es ist mir in bester Erinnerung, dass beim Einmarsch der Russen in Ungarn National- und Ständerat die Einberufung einer Sondersession der Bundesversammlung verlangten. Dabei wurde der Bundesrat gefragt, ob die Armee für einen eventuellen Übergriff der Russen auf Österreich und die Schweiz gerüstet sei. Der zuständige Bundesrat antwortete sinngemäss: Nur weil das Parlament den vom Bundesrat geforderten Kredit für die Aufrüstung der Armee nach langem Zögern gewährte, sind wir für den Ernstfall bereit. Auch in den Fünfzigerjahren gab es Parlamentarier, die glaubten, die Schweiz lebe auf einer Insel des Friedens, die ohne Armee auskommen könne. Es ist aber eine Utopie zu glauben, dass eine Aufruhr im Innern unseres Landes oder ein indirekter Angriff eines Drittstaates auf unser Land ausgeschlossen ist. Die Neutralität ist mit einer gut ausgerüsteten Bodentruppe und einer schlagkräftigen Luftwaffe zu verteidigen. Dafür und um Sicherheit, Ruhe, und Ordnung zu gewähren, genügen Polizei, Grenzwacht und Zivilschutz nicht. Deshalb darf man die eventuell dem Volk unterbreitete Initiative von SP, GSOA und Grünen nicht unterzeichnen, sonst steht die friedliche Zukunft für Jung und Alt in der Schweiz auf dem Spiel.

Autor: Josef Gauch, Tentlingen

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