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«Biometrie wird immer mehr genutzt»

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«Biometrie wird immer mehr genutzt»

Daniel Bürgy über die digitale Unterschrift mit Integration biometrischer Daten

Soeben hat Daniel Bürgy, Gründer und Inhaber des D-Bees-Informatik-Geschäfts in Murten das Diplom eines Masters of Business Administration (MBA) erhalten. Für seine Abschlussarbeit untersuchte er die Chancen und Risiken der digitalen Unterschrift mit der Integration biometrischer Werte.

Von CORINNE AEBERHARD

Biometrische Werte sind immer wieder ein Thema, wenn es um den neuen Pass geht. So fordern andere Länder, etwa die USA, dass künftig solche Daten in den Reisepapieren aufgeführt werden sollen.

Biometrische Daten könnten aber auch den normalen Geschäftsverkehr sicherer machen. Die Sicherheit beim Austausch von Daten und Schriftstücken beispielsweise via Internet hat Daniel Bürgy dazu bewogen, sich für seine MBA-Abschlussarbeit des Themas anzunehmen. «Es ist ein komplexes Thema», gibt der Ingenieur zu und er hätte dreimal mehr schreiben können. Seine Diplomarbeit umfasst gut 70 Seiten. Für seine Recherchen hat er viele Infos per Internet aus den USA geholt, Literatur konsultiert, aber auch politische Debatten im In- und Ausland verfolgt. Denn auch die gesetzlichen Situationen müsse man mit einbeziehen. Bürgy, welcher zusammen mit zwei Mitarbeitenden ein eigenes Geschäft in Murten betreibt, stellte dabei fest, dass die Technik schon viel weiter ist, als die gesetzlichen Grundlagen. «Was im Parlament noch diskutiert wird, ist technisch oft bereits realisiert.»

Passwörter sind unsicher

Ein grosses Sicherheitsrisiko in der Computerwelt ist die Identifikation jener Personen, die zu bestimmten Daten Zugriff haben sollen. Gängig sind dabei Passwörter. «Sie sind aber schnell geknackt», so Bürgy. Bereits heute würde deshalb die Daktyloskopie (Fingerabdruckerkennung) eingesetzt. Dies geschieht via integrierten Scanner in der Computermaus oder einem speziellen Pad.

Schutz der Daten beim Übermitteln

Da immer mehr via Internet kommuniziert wird, sei es immer wichtiger, dass gewährleistet werden könne, dass die Daten, die beim Empfänger ankommen, genau diese sind, die der Absender geschickt hat. Wie aber kann der Empfänger sicher sein und prüfen, dass die Daten auf dem Weg zu ihm nicht verändert wurden?

Als Beispiel nennt Bürgy einen Vertrag, den die Person A der Person B per Mail übermittelt. Um das Dokument zu sichern, bedient man sich der «digitalen Signatur», (nicht zu verwechseln mit einer digitalisierten Unterschrift). Sie beruht auf dem Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung, die wie ein Schnappschloss funktioniert: Jede Person kann sie schliessen (ein öffentlicher Schlüssel), aber öffnen kann es nur der Inhaber des dazugehörenden privaten Schlüssels. Der Vorteil eines digital signierten Dokuments ist, dass es einen eindeutigen Absender hat und nicht verändert wurde, da bei einer Änderung im Dokument automatisch die Signatur ungültig wird.

Für E-Voting

Dieses System sei sehr gut, findet Bürgy und es wird auch eingesetzt. Allerdings habe es sich nie breit durchsetzen können. Unter anderem auch, weil eine zentrale Stelle die Identifikation der öffentlichen Schlüssel hätte registrieren müssen. Vielleicht sei das Vorhaben einer rein schweizerischen Zertifizierungsstelle auch zu ambitioniert gewesen.

Ein weiteres Problem sei die Sicherung des privaten Schlüssels. «Wie speichere ich diesen geheimen Schlüssel auf dem PC?», so Bürgy. Da Passwörter unsicher sind, käme der Einsatz von biometrischen Werten in Frage. Die biometrischen Werte sind Eigenheiten des menschlichen Körpers, die für jede Person unterschiedlich sind und beispielsweise auf einer separaten Karte gespeichert werden können.

Bevor der Nutzer Zugriff zu den Daten bekommt, werden seine biometrischen Daten (beispielsweise ein Fingerabdruck) verglichen. Gemäss Bürgy würde sich auch die Augen-Iris eignen. Weniger gut findet er das Vermessen des Gesichts.

Bürgy ist überzeugt, dass «die Biometrie je länger, je mehr genützt wird». Sie sei ein internationaler Ansatz für die Identifikation. Eingesetzt werden könnte ein solches System unter anderem auch für das E-Voting (Abstimmen oder Wählen per Internet).

Der Durchbruch werde aber noch nicht sofort kommen, glaubt er.
27 neue ICT-Manager

Das «international institute of management in telecommunications» (iimt) hat kürzlich den Executive MBA- und Diplom-Titel in ICT-Management an 27 Personen verliehen.

Die Universität Freiburg vergab dieses Jahr 23 Executive-MBA-Titel und 4 weitere Diplome in ICT-Management. Das international institute of management in telecommunications wurde 1995 gegründet und bietet seither seine Kursprogramme, Executive MBA und Executive Diploma im Bereich Information- und Kommunikationstechnologie-Management (ICT-Management), regelmässig an. Die Absolventinnen und Absolventen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Weltmarktführern in der ICT-Branche haben ihr Studium am iimt berufsbegleitend durchgeführt. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird in Blockkursen durchgeführt. ca/Comm.

Diplomiert wurden: aus dem Kanton Freiburg: Erhard Buchs, Schmitten; Daniel Bürgy, Jeuss; Claude Thürler, Vuadens; aus der übrigen Schweiz: Markus Ackermann, Basel; Bruno Biedermann, Biel; Rolf Burri, Port; Pierre-André Duperrex, Villigen; Ueli Eggimann, Orpund, Mikael Hedlund, Zürich, Jürg Kobi, Biel, Pierre-Alain Kreutschy, Genf, Markus Künzi, Ittingen, Gerhard Leu, Bolligen, Gisela Meier, Lausanne; Matthias Müller, Zürich, Minh Phu Nguyen, Prilly; Daniel Otter, Kestenholz; Pascal Paulsen, Perroy; Christian Robyr, Bolligen; Susanne Ruoff, Crans-Montana; Peter Simons, Spiez; Thomas Sutter, Auenstein; Jan Tröltsch, Préverenges; aus Deutschland: Dorko Eliaszewskyj, Bonn; Tohorsten Klenk, Hemmingen; Jürgen Krause, Ulm, Geert Schröder, Rutesheim.

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