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Buchs’ Diskus fliegt noch bis Sydney

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Der Düdinger steht zwischen Aufhören und Weitermachen

Autor: Von Guido Bielmann

Seine Bestweite von 60,94 Metern hat Patrick Buchs im Jahr 1997 geworfen. 1998 kam er auf 60,24 m. Im März vergangenen Jahres begann die Verletzungsmisere, weswegen Buchs die Saison abbrechen musste. Die Adduktoren waren das eine und Knieprobleme das andere. Deshalb konnte er auch den ganzen vergangenen Winter kaum vernünftig trainieren: Zwei, drei Wochen Training folgten zwei, drei Wochen Therapie: «Die Sache hat sich hinausgezogen. Ich ging von einem Arzt zum anderen, bis endlich ein Organ-Spezialist herausfand, dass das Problem vom blockierten unteren Teil der Wirbelsäule herrührte. Er erklärte, dass die Knie nicht genügend mit Hirnreizen versorgt würden. Es war ein Mangel an Impuls-Versorgung und nicht eine Entzündung. Die ganzen Therapien war also für nichts.»

Seit zwei Monaten endlich kann Patrick Buchs weitgehend beschwerdefrei und normal trainieren. In seinem ersten Wettkampf in Götzis am 20. Mai kam er auf 50,74 m. Vergangenes Wochenende notierte er 56,34 m. Damit liegt er allerdings noch klar unter der Olympia-Limite von 62,00 m: «1997 und 1998, als ich über 60 Meter geworfen hatte, begann ich die Saison auch mit 55 Metern. Ausserdem fehlt zurzeit noch die Sicherheit und Konstanz. Ich bin ein paar Wochen mit dem Training hintendrin. Aber das ist nicht tragisch, weil die Saison erst im Juli richtig losgeht.»
Patrick Buchs ist also zuversichtlich für Sydney. Und diesen Optimismus schöpft er unter anderem auch aus der Trainingspartnerschaft in Deutschland mit Weltrekordhalter Jürgen Schult, mit dem er sich ja schon 1998 zusammentat: «Wir trainieren täglich zusammen, ich mache das gleiche Programm wie er, es klappt wunderbar», sagt Buchs im schwärmerischen Ton.

«Düdingen fehlt mir schon etwas»

Zurzeit trainieren die beiden noch hart, bis im Juni die Phase mit Wettkämpfen alle zwei Wochen beginnt. Am 1. Juli nimmt Buchs an einem Werfer-Länderkampf in Magglingen teil. Dann folgt der Countdown für die Olympiade im September in Sydney. Und dann? Ja das weiss Patrick Buchs selber noch nicht genau. Irgendwie schwirren Gedanken rund ums Aufhören in seinem Kopf: «Ob ich die Olympiaqualifikation schaffe oder nicht – momentan sieht es so aus, dass ich Ende Jahr aufhöre. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nicht noch Jahre lang Diskus werfen werde. Wenn ich werfe, möchte ich an der Weltspitze dabei sein und nicht bis fünfzig an Schweizer Meisterschaften teilnehmen.» Die vergangenen zwei Jahre mit den Verletzungen haben Buchs viel psychische Substanz gekostet, wie er sagt.

Den Sport würde Patrick Buchs allerdings nicht von einem Tag auf den anderen aus seinem Leben streichen. Er besitzt ein Diplom als Sportmanager und möchte irgendwann einmal im Eventmarketing oder Sponsoring seine ersten beruflichen Schritte machen. Und rein sportlich kann er sich durchaus vorstellen, etwas anderes anzupacken. Ein Kollege, der Trainer ist, flüsterte ihm das Stichwort «Schwingen» zu. Praktisch alle Weltklasse-Bobpiloten möchten ihn in ihrem Schlitten. Mit Rugby-Leuten war er auch schon im Gespräch.
Eines ist jedenfalls sicher: Wenn Patrick Buchs seine Zelte in Deutschland abbricht, wird es ihn wieder in die Schweiz ziehen: «Weil ich doch immer etwas Heimweh habe. Düdingen fehlt mir halt schon etwas, da habe ich ein gutes Umfeld, Kollegen, die Familie. Ich habe zwar auch hier in Deutschland gute Kollegen. Aber das Gleiche ist es nicht.»

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