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Bund wird zum Handeln aufgefordert

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Autor: walter buchs

Seit Anfang Jahr ist der Milchpreis pro Kilogramm um gut 20 Rappen gesunken. Ein Milchbauer erhält heute pro Kilogramm Industriemilch noch etwa 54 Rappen. Dieser Preissturz bringe auch viele Freiburger Betriebe und Familien in Existenzschwierigkeiten. Darauf haben die Grossräte Fritz Glauser (FDP, Châtonnaye), Präsident des Freiburger Bauernverbandes und der Schweizer Getreideproduzenten, sowie Michel Losey (SVP, Sévaz) hingewiesen.

In einer von zwölf Mitunterzeichnern unterschriebenen Resolution wird der Staatsrat nun aufgefordert, bei den Bundesbehörden zu intervenieren. Auf dem gesetzlichen Weg soll unter der Leitung einer privatrechtlichen Organisation oder der neuen Branchenorganisation Milch (BOM) ein System zur Mengensteuerung der Milch eingeführt werden. Ziel sei es, dass der Produzent wieder einen angemessenen Preis erhält, der den Lebensunterhalt der Familien sicherstellt.

Produzenten zu Geschlossenheit aufgefordert

Wie Fritz Glauser ergänzte, geht es keineswegs darum, die im Frühjahr 2009 abgeschaffte Milchkontingentierung wieder einzuführen, sondern den Bauernfamilien einfach wieder eine Zukunftsperspektive zu geben, was in der jetzigen Phase nicht der Fall sei. Staatsrat Pascal Corminboeuf erklärte sich bereit, Schritte zu unternehmen. Er habe darüber auch schon mit den Landwirtschaftsdirektoren der Kantone Jura und Waadt gesprochen.

Die Resolution wurde von allen Fraktionen unterstützt und deren Sprecher tadelten in scharfen Worten die vom Bund übereilt abgeschaffte Milchkontingentierung.

Gleichzeitig wurde aber auch bemängelt, dass die Bauern unter sich nicht eins seien. Wenn die Milchpro duzenten den Abnehmern und Verarbeitern als Einheit gegenübertreten würden, wäre die Sache nicht so verfahren, wie es im Moment der Fall ist, lautete der Grundton.

FDP-Grossrat und Milchproduzent Albert Bachmann aus Estavayer-le-Lac schlug dem Landwirtschaftsdirektor vor, wenigstens die Freiburger Akteure wieder an einen Tisch zu bringen. Auch René Kolly (FDP, Ferpicloz) unterstützte als Vertreter der Käsereien die Forderung, dass die Mengensteuerung wieder für alle verpflichtend sein soll. Dazu ergänzte er, dass etwa die Hälfte der Freiburger Milchbauern noch rund 80 Rappen pro Kilogramm erhielten, da ihre Milch verkäst werde.

SP-Fraktionschef Pierre Mauron unterstützte zwar die gute Absicht der Resolution. Er machte aber darauf aufmerksam, dass die Politik allein die Probleme nicht werde lösen können. Ein geschlossenes Auftreten der Produzenten gegenüber den Abnehmern sei die erste Voraussetzung.

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