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Charakter gezeigt – Punkt geholt

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Eishockey: Gottéron verliert in Rapperswil erst im Overtime

Autor: Von KURT MING

Vor dem Spiel hätten die Freiburger wohl noch für einen Punkt beim jetzigen Tabellenzweiten SCRJ Lakers unterschrieben, nach den knapp 65 Minuten trauerten Trainer und Spieler sogar einem möglichen Sieg nach. Die etwas müde wirkenden St. Galler, die lange Reise am Vorabend nach Genf hatte wohl ihre Spuren hinterlassen, wirkten im Samstagspiel alles andere als unüberwindlich. Und kurz vor Ablauf der normalen Spielzeit und zu Beginn des Overtimespiels konnte der HCF sogar noch in Überzahl agieren. Das Powerplay der Drachen war in dieser Phase allerdings nicht gut genug, um den Gilligan-Boys den Todesstoss zu versetzen. Anders Rappi, das die gleiche Situation kurz danach zum Siegestreffer ausnützte, und so blieb die Hierarchie am Schluss eben doch noch bestehen. Dank dem vierten Saisonpunkt aus einer Verlängerungsniederlage reichte es dem HCF trotzdem noch, über dem ominösen Playoff-Strich zu bleiben.

Sprunger: Wieder Hirnerschütterung

Freiburgs Coach Serge Pelletier und Captain Philippe Marquis waren nach dem Match vor allem stolz auf die Charakterstärke ihrer Mannschaft, die trotz der Absenz von Julien Sprunger – der Jungstar hatte sich im Ambri-Match im Zweikampf erneut eine Hirnerschütterung eingehandelt und fällt für unbestimmte Zeit aus – dreimal einen Rückstand des Favoriten noch aufholen konnte. Der Start verlief nämlich für die Freiburger alles andere als optimal. «Ich glaube, wir hatten in dieser Phase zu viel Respekt vor dem Gegner», meinte Marquis zum schleppenden Beginn seiner Mannschaft, der ihnen schon nach drei Minuten das erste Gegentor eingebracht hatte. Spätestens nach dem glücklichen Ausgleichstor von Josh Holden (17.), der Puck prallte von der Bande zurück auf die Schaufel des Kanadiers, merkten jedoch die Drachen, dass die St. Galler an diesem Abend auch nur mit Wasser kochten. In der Folge glich sich das Geschehen auf dem Eis mehr oder weniger aus, auch wenn Goalie Munro bis zum Schluss mehr Arbeit als sein Antipode Marco Streit zu verrichten hatte und mit vielen tollen Paraden seinem Team wohl im Nachhinein den einen Zähler rettete. Eigentlich schade, dass Gottéron nach den drei Ausgleichstreffern immer wieder zur Passivität zurückkehrte, denn es wäre interessant zu sehen gewesen, wie der Favorit seinerseits auf einen Rückstand reagiert hätte.

Birbaums erstes NLA-Tor

Freiburgs Youngster Alain Birbaum (21), der zuletzt nicht immer gute Figur gemacht hatte, strafte seine Kritiker in Rapperswil mit einer starken Leistung. Nachdem Eloranta, der Finne gab nach zwei Wochen Verletzungspause sein Comback, im doppelten Überzahlspiel das 2:1 erzielt hatte, glich der Freiburger Verteidiger mit der Nummer 61 mit einem herrlichen Weitschuss aus. Dieser Treffer war für die Moral der Gäste sehr wichtig, denn ab diesem Moment war wieder jeder Ausgang möglich, obwohl man nun wegen des Ausfalls von Caryl Neuenschwander (Hüftprellung) mehrheitlich nur noch mit drei Blöcken spielen konnte. Noch vor Ablauf des Mitteldrittels fiel auf beiden Seiten je ein Treffer. Nordgren, wiederum er, und Redlihs im Powerplay mit einem Hinterhaltsschuss, waren die Torschützen. Im abwechslungsreichen Schlussabschnitt fielen dann trotz einiger guter Chancen keine Tore mehr.

Rappi im Overtime cleverer

Zum vierten Mal in dieser Saison konnte Gottéron dann im Overtime nicht gewinnen. Dreimal verlor man ja bisher im Penaltyschiessen, diesmal kostete ein Gegentreffer 20 Sekunden vor Schluss dem Team einen Zusatzpunkt. «Hoffentlich fehlen uns am Schluss nicht diese vier Zähler für die Playoffs», trauerte Marquis der verpassten Überraschung etwas nach. Overtime und Penaltyschiessen werden oftmals im Kopf entschieden, und genau in dieser Phase zeigte der bis dahin vom Bastl-Sturm gut kontrollierte Goldhelm Stacy Roest mit der Vorarbeit zum 4:3 nochmals seine Klasse. Oder andersrum gesagt: In der Verlängerung war der glückliche Sieger eben cleverer.

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