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Chefärzte machen sich wegen Pandemie grosse Sorgen um Jugendliche

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Die Chefärztinnen und Chefärzte machen sich wegen der Corona-Pandemie grosse Sorgen um die seelische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Während Buben ihre Ängste und Probleme mit Mechanismen wie dem Gamen verdrängten, würden Mädchen rasch depressiv.

Eltern und Lehrpersonen seinen aufgefordert, genau hinzuschauen, wenn männliche Jugendliche auffallend lustlos, depressiv, gereizt und übermässig impulsiv seien, sagte Oliver Bilke-Hentsch, Präsident der Vereinigung Kinder- und Jugend-psychiatrischer Chefärztinnen und Chefärzte der Schweiz, in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen.

Bereits vor einigen Jahren hatten Kinder- und Jugend-Psychiater in der Schweiz über volle Kliniken geklagt. Die Situation hat sich nun gar noch zugespitzt. Mädchen litten vor allem an schweren Depressionen, sagte Bilke-Hentsch weiter.

Sie empfänden ihr Leben als sinnlos. Und sie fragten sich, ob es sich überhaupt lohne, zu lernen und irgendetwas im Leben anzustreben. Dieses Phänomen habe während der Pandemie stark zugenommen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehörten Ess- und Traumafolgestörungen, etwa wegen Corona-Todesfällen in der Familie.

Besonders gefährdet seien Kinder und Jugendliche, die sich still und ängstlich zurückzögen. Aber auch diejenigen, die sich ständig in den sozialen Medien aufhielten und ihr eigenes Leben mit dem der Helden, denen sie folgten, verglichen.

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