Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Christian Stucki – 197 cm und 138 kg

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Christian Stucki – 197 cm und 138 kg

Schwarzsee-Schwinget – Der 19-jährige Berner gehört am Sonntag zu den Favoriten

Er ist die neue Hoffnung des Berner Schwinger-Verbandes. Der 19-jährige Christian Stucki aus Diessbach bei Büren gewann am vergangenen Sonntag in Fully (VS) das Südwestschweizerische. Nächsten Sonntag in Schwarzsee zählt er zum engsten Favoritenkreis.

Von GUIDO BIELMANN

Eines ist sicher: Wenn am Sonntag in Schwarzsee die Sonne zu arg brennen sollte, könnte man einfach in den Schatten von Christian Stucki stehen. Mit seinen 197 cm Grösse und 138 kg Gewicht gehört er zu jenen Staturen, für die es auf der ganzen Welt keine Gardeuniformen gibt, die auf Anhieb passen würden. Bei den Berner Schwingern gehört er bereits zum Kreis der absoluten Spitze – möglicherweise ist er bereits die Nummer 1.

Am Südwestschweizerischen vergangenen Sonntag gewann er den Schlussgang gegen den Greyerzer Laurent Gachet beim zweiten Zusammengreifen. Er gewann das Fest mit fünf Siegen und einem Gestellten. Den erlebte er im dritten Gang mit dem dreifachen Innerschweizer Eidgenoss Heinz Suter.

Am Schwarzsee ist Christian Stucki keineswegs ein unbekannter. Im vorjahr belegte er den 2. Rang, zusammen mit dem Innerschweizer Martin Grab, gegen den er im vierten Gang verloren hatte. Im 2001, also als gut 16-Jähriger, gewann er bereits den Schwarzsee-Kranz. Im 2002 war er nicht dabei.

Zu seinem Ziel am Schwarzsee-Schwinget sagt er: «Vorne mitschwingen, aber mich genau festlegen, das mache ich nicht gerne.» Stucki, Sohn eines Schmieds, ist Forstwart-Lehrling und absolviert in dieser Woche die Abschlussprüfungen. Man darf gespannt sein, wie er, vom Prüfungsdruck befreit, in Schwarzsee ins Sägemehl treten wird.
Christian Stucki begann als 7-Jähriger mit dem Schwingen. Den Knopf habe er als 16-Jähriger aufgetan, im Jahr, als er den Schwarzsee-Kranz gewann. Mittlerweile besitzt Stucki 17 Kränze. Dieses Jahr gewann er nebst dem Südwestschweizerischen auch das Oberaargauische; im Vorjahr hatte er zwei Feste gewonnen, das Seeländische und das Emmentalische. Nach seinen Stärken gefragt, sagt er: «Kurz und Gammen.» Gegen die Westschweizer Nummer 1, Hans-Peter Pellet, hat er bisher viermal geschwungen und dabei zweimal gewonnen.
Die Berner sind im Weiteren durch Roger Brügger, Res Hadorn und Christian Oesch, allesamt zweifache Eidgenossen, vertreten. Grab hatte im Vorjahr im Schlussgang gestanden und gegen den Innerschweizer Daniel Odermatt verloren.

Odermatt führt mit Martin Grab und Adrian Laimbacher nächsten Sonntag wieder die Innerschweizer Phalanx an.

Was ist mit Pellet?

Auch wenn er am Südwestschweizerischen den Schlussgang nicht erreichte und am Ende den 3. Rang belegte, ist es keine Frage, dass Hans-Peter Pellet am Schwarzsee zu den Favoriten zählt. An seinem Heim-Bergfest ist der Brünisrieder immer topmotiviert. Im 2001 konnte er den Schwarzsee-Schwinget gewinnen, indem er Christian Dick (Ammerzwil) bezwang. Im 2002 war er Vierter, wobei er im Schlussgang gestanden und gegen den inzwischen zurückgetretenen Matthäus Huber verloren hatte. Im Vorjahr belegte er den 6. Rang. Aber Hans-Peter Pellet, der nunmehr 34-jährig ist, fokussiert sich diese Saison insbesondere auf das Eigenössische Ende August in Luzern. Kürzlich meinte er, dass er in Form sei, aber noch an der Technik feilen und im Kopf stärker werden müsse.

Die Freiburger gewannen im Vorjahr nur gerade einen Kranz (Pellet). Im 2002 gab es dreimal Edellaub
(Pellet und Fredy Schläfli). Wie viele Kränze die Freiburger diesmal erreichen werden, ist schwer abzuschätzen. Am Südwestschweizerischen belegte Benoît Kolly (Haute-Sarine) den 2. sowie Michael Nydegger (Sense) und Michel Schmied je den 3. Rang. Den beiden jungen Schwingern Nydegger und Schmied wird dieser Erfolg sicher einen grossen Motivationsschub für den Schwarzsee gegeben haben. Zu den Kranzanwärtern gehören sicher auch der Greyerzer Laurent Gachet und der weitere Sensler Stefan Zbinden, der am Südwestschweizerischen den Kranz um einen Rang verpasst hatte.
Rücktritt von Fredy Schläfli

In dieser Saison ist der Freiburger Spitzenschwinger Fredy Schläfli noch nicht in Erscheinung getreten. Grund ist, dass der 26-jährige Landwirt wegen einer Arthrose im Hüftgelenk zurücktritt: «Ich habe es schon im Vorjahr gemerkt. Beim Schwingen selber merke ich nichts, aber am Tag danach kann ich kaum mehr gehen. Ich musste mich zum Rücktritt entschliessen. Ich hätte sicher noch vier Jahre oder mehr weitergemacht, aber die Gesundheit geht vor.» Im September wird er sich operieren lassen.

Fredy, der Sohn des legendären Schwingers Ernest Schläfli, gewann insgesamt 34 Kränze. Im 1996 als 17-Jähriger gewann er das Freiburger Kantonale sowie den Niklaus-Schwinget. Dazu kommen rund zehn Siege an Regionalfesten. Im Vorjahr klassierte er sich am Südwestschweizerischen im ersten Rang. bi

Mehr zum Thema