Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

CSP vertagt Zukunfts-Entscheid

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Düdingen Innerhalb von zehn Jahren hat die CSP in Düdingen elf Wählerprozent verloren. Mit dem Verlust des letzten Gemeinderatssitzes bei den Wahlen im Frühling erhielt der Abwärtstrend der CSP eine neue Dimension. Und wegen des neuen Verteilschlüssels für die Kommissionen verlor sie auch noch ihre fünf Kommissionssitze (FN vom 19. Mai).

«Darum erhalten wir ausser an den Gemeindeversammlungen keine politischen Informationen mehr», sagt Bruno Baeriswyl, Präsident der CSP-Ortspartei Düdingen. Er vermutet, dass der Grossteil der «verlorenen» Stimmen an die SVP ging. Die einzige Möglichkeit, sich noch Gehör zu verschaffen, wäre darum aus seiner Sicht, in die Opposition zu gehen. Aber: «Das ist nicht unser Stil», sagt Baeriswyl.

«Daseinsfrage» ist aktuell

«Für uns stellt sich nun wirklich die Daseinsfrage.» Noch hat die Partei 150 Mitglieder in Düdingen, davon seien noch etwa 50 aktive Parteigänger.

Die Frage, wie es mit der CSP Düdingen weitergehen soll, diskutierten etwa 25 CSP-Mitglieder an vergangene Woche an der Generalversammlung. Und sie beschlossen, mit einer Entscheidung bis nach den Wahlen im Herbst abzuwarten. Sollte die CSP mit Marie-Thérèse Weber-Gobet ihren einzigen Nationalratssitz und die fünf Grossräte halten können, zeuge dies vom Interesse der Bevölkerung für die Partei, heisst es in einer Mitteilung; und ein «Kampf um den Rückgewinn des CSP-Sitzes im Gemeinderat» wäre im Jahre 2016 «eventuell lohnenswert».

Wahlen abwarten

Bruno Baeriswyl sieht im vertagten Zukunftsentscheid eine Chance: «Wenn wir nun die Wähler nicht aufrütteln, geht das soziale Engagement unserer Partei verloren.» Wie die Wähler aufgerüttelt werden sollen, darüber ist sich die Partei noch nicht ganz im Klaren. Denn: «Alte Parteien wie wir haben wenig Neues zu bieten und sind nicht so medienwirksam wie neue.» Betrachte man die «grossen Errungenschaften» im thematischen Stammbereich der CSP – also in den sozialen Themen –, so stehe die Schweiz an der Weltspitze. «Was also wollen wir da noch von den Wählern?»

Wenig Provokationen

Bereits nach den Wahlen im Frühling habe die CSP Düdingen der Kantonalpartei signalisiert, dass es Impulse und allenfalls eine Neuausrichtung brauche, sagt Bruno Baeriswyl. Um für eine breitere Wählerschaft wieder attraktiv zu werden, habe man sich auch schon überlegt, das «c», das «christlich», aus dem Parteinamen zu nehmen. «Offenbar interessieren die christlich-ethischen Werte nicht mehr.» Es brauche heute eher Schlagworte wie «Ausländer, neue Arbeitsplätze, Steuersenkungen», um Interesse zu wecken. Das soziale Engagement der CSP auch im Bereich der Sozialwerke spreche offenbar nicht mehr an. «Wir sind mit unseren Themen nicht so provokativ wie zum Beispiel die SVP.»

Mehr zum Thema