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Das Grossfreiburg der Grünen

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Schon bald, nämlich am 1. Februar 2018, beginnen in der konstituierenden Versammlung die Fusionsverhandlungen zwischen den neun Grossfreiburger Gemeinden. Am kommenden 26. November finden die Wahlen in dieses Gremium statt. Die konstituierende Versammlung entwirft die Fusionsvereinbarung, regelt die finanziellen Aspekte, bestimmt den Namen und das Wappen der neuen Gemeinde und beschliesst allfällige Verpflichtungen. Nach und nach bringen sich nun die politischen Parteien in Position. So auch die Grünen der Stadt Freiburg. An ihrer Generalversammlung vom Donnerstagabend schickten sie Vincenzo Abate, Mirjam Ballmer, Oliver Collaud, Maria Teresa Escolar, Liliane Galley, Christa Mutter, Francesco Ragusa, Pierre Thévoz und Julien Vuilleumier in den Kampf um die neun Sitze, die der Stadt Freiburg in der konstituierenden Versammlung zustehen.

Vor nur sieben Parteimitgliedern plädierte Oliver Collaud sodann für ein starkes Kantonszentrum. «Schon heute lebt die Bevölkerung der neun Gemeinden in einem zusammenhängenden Siedlungsraum. Die Unterteilung in verschiedene politische Gemeinden ergibt keinen Sinn mehr.» Es sei an der Zeit, dass in Bezug auf die Infrastrukturen die Kreise der Nutzer, Steuerzahler und Entscheider deckungsgleich werden. «Wir brauchen mehr Kohärenz», so der Parteipräsident. Die neue Gemeinde – die nach Ansicht der Grünen klar Freiburg heissen soll – müsse aus der Summe aller bewährten Errungenschaften der Gründergemeinden bestehen. Dabei warnte Collaud davor, dass sich die Stadt Freiburg unter Wert verkauft. «Schon in der konstituierenden Versammlung ist der Verteilschlüssel der Sitze zuungunsten der Stadt ausgefallen.» So mache Matran zwei Prozent der künftigen Bevölkerung Grossfreiburgs aus, die Gemeinde stelle aber acht Prozent der Delegierten. Die Stadt Freiburg werde dagegen über 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen, stelle aber nur 27 Delegierte. Und in Bezug auf einen künftigen Steuerfuss meinte Collaud: «Wir brauchen ein Steueraufkommen, das es uns erlaubt, ehrgeizige Ziele zu verfolgen.»

Vier Eckpfeiler

Vizepräsident Julien Vuilleumier stellte die vier Eckpfeiler der künftigen Gemeinde mit einer sozial-ökologischen Prägung vor. Was die politischen Institutionen anbelange, so solle die neue Gemeinde von Anfang an nur einen Wahlkreis umfassen. Ein Bewohner von Cormanon in Villars-sur-Glâne könne im künftigen Parlament problemlos von einem Vertreter aus dem Stadtfreiburger Beau­regard­quartier vertreten werden, so die Meinung der Grünen. Vuilleumier präsentierte zudem die Idee eines Forums der Quartiere, um das Mitspracherecht zu gewährleisten, sowie einen dezentralisierten Bürgerschalter und eine Internetverwaltung, um den Zugang zu den nunmehr zentralisierten Behörden zu erleichtern. Klar sei auch, dass die Stadt Freiburg offiziell zweisprachig sein müsse.

Die Grünen befürworten weiter die Verdichtungsstrategie in der Raumplanung, aber nur, wenn die Bevölkerung mitreden kann. Der öffentliche Verkehr sowie der Langsamverkehr müssten gefördert und die Grünflächen aufgewertet werden.

Schliesslich forderte Vuilleumier, dass die neue Gemeinde zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien funktioniert, die Blue Factory zu einem Dorf wird und dass urbane Landwirtschaft Platz haben soll.

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