Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Wirtschaftsforum See steht im Zeichen der Pandemie

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Staatsrat Olivier Curty war Redner am Wirtschaftsforum See, das virtuell stattfand.
Aldo Ellena/a

Vertreter von Politik, Behörden und Unternehmen sprachen am ersten digitalen Wirtschaftsforum See über die Auswirkungen der Pandemie, die finanziellen Hilfen und das Homeoffice. 

Welche Zukunft für unsere Wirtschaft? Dies war die Leitfrage des Wirtschaftsforums See, das am Donnerstagabend pandemiebedingt zum ersten Mal virtuell stattfand.

Jerry Krattiger, Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung, zeigte sich zuversichtlich. «Die vielfältige Wirtschaft des Kantons ist eine Stärke. Viele Bereiche gehören zu den Gewinnern der Pandemie.» Für Zuversicht sorgten bei ihm auch die Zahl der Unternehmensgründungen und die Ansiedelung oder Erweiterung von Firmen im vergangenen Jahr. Zudem habe der Kanton mit dynamischen Massnahmen auf die Krise reagiert. Als Beispiel nannte Jerry Krattiger die Kariyon-Gutscheine.

Politik sorgt für Verzögerung

Laut Volkswirtschaftsdirektor Olivier Curty (CVP) gehört Freiburg zu denjenigen Kantonen, die in der Pandemie am schnellsten finanzielle Hilfen auszahlen. «In einer Krise ist das aber nie schnell genug», sagte er. Verzögerungen würden entstehen, weil Gesuche nicht vollständig seien. Fehlende Informationen oder Unterlagen habe es bei fast zwei Dritteln der Gesuche für das erleichterte Verfahren gegeben. Ob die  Unternehmer mit den Anträgen überfordert seien, fragte der Moderator der Podiumsdiskussion Patrick Mühlhauser. Die klassische Härtefallmassnahme sei wirklich komplex, so der Staatsrat. Deshalb habe der Kanton das erleichterte Verfahren eingeführt, für das die Unternehmer nur vier bis fünf klar bezeichnete Dokumente einreichen müssten.

Auch wegen der Politik könne es länger dauern, bis die Wirtschaftshilfen bei den betroffenen Unternehmen ankommen. Olivier Curty wies auf die momentanen Diskussionen zur Härtefallregelung im National- und Ständerat hin:

«Es werden immer wieder die Spielregeln geändert. Das ist nicht tragbar.»

Olivier Curty
Volkswirtschaftsdirektor (CVP)

In Form von Covid-Krediten oder durch die Kurzarbeit sei zügig Geld in das Wirtschaftssystem eingespeist worden, um Konkurse und Entlassungen zu verhindern, sagte der Staatsrat. Schnelligkeit habe der Kanton ebenfalls unter Beweis gestellt mit den Kariyon-Gutscheinen – «eine Nacht-und-Nebel-Aktion», der Mietzinsregelung und der Härtefallregelung.

Feriengeld für Möbel ausgegeben

Als sehr hilfreich bewertete Pascal Blunier, Geschäftsführer von Möbel Blunier in Ulmiz und Teilnehmer der Podiumsdiskussion, die Kariyon-Gutscheine. Diese hätten dem Unternehmen neue Kunden gebracht. In der Möbelbranche sei das vergangene Jahr umsatzmässig in Ordnung gewesen. Die Kundinnen und Kunden hätten ihr Feriengeld für ein schöneres Wohnen ausgegeben und Büromöbel für das Homeoffice gekauft. Aufgrund der Schliessung der Geschäfte habe sein Unternehmen den bestehenden Onlineshop Solovivo stärker genutzt. Mit Videos seien Produkte vorgestellt worden und die Kunden konnten online Fragen stellen.

Ein Bürostuhl wie auch eine gute IT-Infrastruktur seien zentral für das Homeoffice, sagte Marc Lehmann, Leiter der Generalagentur Murten der Mobiliar. Für ihn sei das Arbeiten zu Hause eine Grenzerfahrung gewesen. Aus dem Grossraumbüro musste er in seine Wohnung wechseln. Hier lernten auch seine drei jungen Söhne, die im Homeschooling waren. «Jeder nahm dem anderen den Platz weg.»

Vom Arbeiten im Homeoffice und dem gleichzeitig verstärkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, berichtete Murtens Stadtschreiber Bruno Bandi. Im ersten Lockdown habe die Gemeinde die älteren Bevölkerungsteile auf die Hilfsangebote aufmerksam gemacht und diese koordiniert. Jetzt helfe die Gemeinde den älteren Bürgerinnen und Bürgern, sich für Impftermine anzumelden.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema