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Dem Duft des Lebenswassers verfallen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wasser des Lebens – dies ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes «Whisky», das sich aus dem schottischen «uisge beatha» ableitet. Für den Murtner Bruno Auderset ist Whisky tatsächlich eine Art Lebenswasser; ihm widmet er seine Freizeit; seine Reisen sind eine Jagd nach den ältesten Raritäten, den seltensten Tröpfchen. Am Ufer des Murtensees, in einem Nebenraum seiner Design-Sattlerei, betreibt er einen kleinen Whisky-Shop. «Die meisten Whiskys, die ich hier führe, gibt es in der Schweiz kaum ein zweites Mal», sagt er. Er führt amerikanischen, irischen und schottischen Whisky beziehungsweise Whiskey (siehe Kasten), die meisten Flaschen seien jedoch Scotch. Wer Geschichten aus den Destillerien, die zwischen den grünen Weiten und moorigen Tiefen Schottlands und Irlands liegen, hören will, ist bei Auderset am richtigen Ort.

In den Bann gezogen

Seit er in jüngeren Jahren durch die Berner Gassen zog, ist Bruno Auderset dem Lebenswasser verfallen: «Meine Kollegen tranken immer einen Screwdriver oder irgendeinen anderen Drink – ich nahm immer einen Johnny Walker.» In den 1980er-Jahren habe ihm jemand einen Macallan geschenkt. Von diesem Moment an hat das Getränk Auderset in seinen Bann gezogen.

Wegen seiner neuen Liebe unternahm er gemeinsam mit Freunden eine Reise nach Schottland. An einigen Orten gebe es oft sogar zwei Whiskydestillerien. «Wem der Duft dieser Fässer in die Nase gestiegen ist, vergisst ihn nie wieder.» Seit 1998 betreibt Auderset den Raritäten-Keller aus Leidenschaft. «Ich muss daran nichts verdienen, er dient rein dazu, meinen eigenen Whiskykonsum zu finanzieren», lacht er.

Audersets Geschmack ist exklusiv, dementsprechend darf sein Geldbeutel auch nicht allzu leer sein. Dank des Internets könne er die Flaschen nun aus allen Ländern bestellen. Dadurch gehe aber auch vieles verloren: Früher sei er mit einem Freund jedes Jahr durch Schottland gezogen, um die seltensten Tröpfchen zu finden: «Die Raritäten wurden nur in Destillerie-eigenen Shops verkauft, deshalb musste man vor Ort reisen.» Diese Läden seien nun alle geschlossen. «Das Internet hat einen grossen Teil des Charakters von Whisky zerstört», sagt Auderset.

Majestätisch thront eine Flasche am Eingang des Raritäten-Kellers: Marke «Ladyburn», 41 Jahre alt. Das Spezielle daran: Das Stück stammt aus einer Destillerie, die nur neun Jahre lang Whisky produziert hat. «Alle zehn Jahre holen die wieder drei Fässchen hervor und füllen den Whisky in Flaschen.» Der Inhalt sei nicht fantastisch – der Preis resultiere nur aus der Seltenheit der Flasche. «Ein Sammler ist kein Trinker», erklärt er, die Flasche lande wohl in den meisten Fällen ausgestellt im Regal, weshalb der Geschmack auch sekundär sei.

Audersets persönlicher Geheimtipp, der Whisky mit dem unvergesslichsten Geschmack, ist der «Black Bowmore»: «Das war ein absoluter Hammer-Whisky, geschmacksintensiv, gleichzeitig süss und salzig, mit einem Geschmack von Gras und Heu.»

Fachsprache: Nicht einfach nur ein Glas, sondern ein «Dram»

D er Whisky-Fachjargon kann, wie derjenige des Weins, für Laien etwas undurchsichtig erscheinen. Im Folgenden ein wenig Elementarwissen aus der Wissenschaft des Whisky-Trinkens: Die Schotten sind die Einzigen, die ihr Nationalgetränk ohne e schreiben: «Whisky». Das irische oder amerikanische Pendant ist «Whiskey». Was Whisky und Whiskey voneinander unterscheidet, ist nicht nur das Mischverhältnis von Wasser, Gerste und Hefe, sondern auch die Art, wie das Korn getrocknet wird: Die Schotten verwenden dafür Torf, also verrottete Moospflanzen. Der Torf wird in das Brennfeuer geworfen und verleiht dem Korn dadurch einen rauchigen Beigeschmack: «Den Duft dieses Torffeuers hält man keine zwei Minuten aus, das müffelt extrem», sagt Bruno Auderset. Was den Geschmack des Alkohols ebenfalls beeinflusst, ist dessen Lagerung: Abgesehen vom amerikanischen Bourbon werden Whisk(e)ys stets in gebrauchten Fässern gelagert, in denen vorher Wein, Portwein oder Sherry war. Auch ist der Lagerungsort der Fässer relevant: «Whisky, der am Meer gelagert wurde, schmeckt salziger.» Nicht zuletzt gönnt sich der Whisk(e)y-Liebhaber nicht ein Gläschen, sondern ein «Dram». kf

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