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«Der Bike-Tourismus wird erwachsen»

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Der Mountainbike-Sport ist im Trend. Drei Biker auf dem Schwyberg.
zvg

In der Voralpenregion ist ein neuer Verein entstanden, der den Mountainbike- und Fahrradsport fördern will. Ziel ist es auch, damit den nachhaltigen Tourismus im Dreieck Bern-Freiburg-Thun zu fördern.

Der Fahrradsport und insbesondere der Mountainbike-Sport sind im Trend. Das zeigt sich beispielsweise in der Zahl der verkauften Fahrräder und Mountainbikes, die in den letzten Jahren zunahm und mit der Corona-Pandemie einen neuen Höhepunkt erreichte. Es zeigt sich auch darin, dass in den Voralpen vermehrt Bikerinnen und Biker unterwegs sind. Ein neu gegründeter Verein namens «Bike Region Voralpen – Bern-Fribourg-Thun» will nun die Region im und rund um das Gantrischgebiet zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Mountainbike- und Fahrradregion entwickeln.

Potenzial ist vorhanden

Bereits im Februar letzten Jahres hätten sich auf Mitinitiative und mit Unterstützung des Naturparks Gantrisch rund 20 Akteure aus der Mountainbike- und Fahrradszene zusammengeschlossen und die Interessengemeinschaft (IG) Bike-Region Gantrisch gegründet. Manuela Huber, Geschäftsführerin von Bike-Region Voralpen, sagt:

Wir sahen, dass das Potenzial da ist, um den Bike-Tourismus in der Region zu fördern.

Manuela Huber
Geschäftsführerin Bike-Region Voralpen

In der IG hätten sie gemerkt, dass sie alle die gleichen Ziele haben und die Vision einer erfolgreichen Bike-Region verfolgen. Den Beteiligten sei auch klar gewesen, dass es eine Koordinationsstelle brauche, die sich um überregionale Bike-Projekte kümmert und sich verantwortlich für die Vernetzung, Sensibilisierung und Kooperation zwischen allen Akteuren zeigt. Wichtig sei ihnen auch, dass die Koordination zwischen den beiden Kantonen Bern und Freiburg besser unterstützt werde. Denn: «Biker kennen keine Kantonsgrenzen», so Huber. Schliesslich wolle der Verein mit seiner Vernetzungs- und Koordinationsarbeit die Steigerung der Wertschöpfung durch den Bike-Tourismus erhöhen.

So hätten die Vertreter von Fahrradläden, Herstellern von Bikes und von regionalen Mountainbike-Organisationen Ende November letzten Jahres schliesslich den Verein Bike-Region Voralpen – Bern-Freiburg-Thun gegründet. Der Verein hat Fördergelder bei der Neuen Regionalpolitik (NRP) beantragt für das Projekt «Aufbau Mountainbike- und Fahrradregion Gantrisch», um die längerfristige Finanzierung sicherzustellen. Bund und Kantone haben unlängst bekannt gegeben, das Projekt finanziell zu unterstützen.

Sport wird ernster genommen

Bis anhin hätten der Bikesport und dessen Vermarktung vor allem auf freiwilliger Basis beruht, sagt Huber. Nun sei man an einem Punkt angelangt, an dem es mit freiwilliger Arbeit nicht mehr getan sei und der Bike-Tourismus professionalisiert werden müsse. Das sei auch ein Grund gewesen, einen Verein mit einer Koordinationsstelle zu gründen. «Der Bike-Tourismus ist in den letzten Jahren sozusagen erwachsen geworden.» Das zeige sich auch daran, dass die Behörden und die Politik den Sport und die Bedürfnisse der Sportlerinnen und Sportler ernster nehmen als auch schon. «Man schenkt dem Ganzen mehr Aufmerksamkeit.»

Sanften Tourismus fördern

Aktuell arbeitet Huber an einer Grundlagenarbeit, um zu ermitteln, was für bestehende Akteure es im Bike-Tourismus der Region bereits gibt und wo das Potenzial liegt. Sie betont, dass der neue Verein eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Akteuren sei. «Wir unterstützen die Vereine in ihrem Engagement und koordinieren die Arbeiten regional.» Ihr Ziel sei es auch, zu vernetzen und neue Ideen einzubringen. Längerfristig soll ein sanfter Bike-Tourismus in der Region entstehen. Sie sagt:

Die Gegend soll nicht von Bike-Touristen überflutet werden, sondern es soll ein naturnaher und nachhaltiger Bike-Tourismus entwickelt werden.

Manuela Huber
Geschäftsführerin Bike-Region Voralpen

Dazu gehöre, dass Dienstleistungen für die Gäste ermöglicht und die Bedürfnisse der Biker besser bedient werden. «Es braucht beispielsweise mehr Ladestationen für die vielen E-Bikes.» Aber auch ganz Grundlegendes müsse angepackt werden: Dazu gehörten eine bessere Bike-Infrastruktur, bikerfreundliche ÖV-Angebote und mehr Übernachtungsmöglichkeiten in der Region. «Wir wollen, dass die Gäste länger als nur einen Tag bleiben und so die touristische Wertschöpfung gesteigert wird.»

Huber spricht aus Erfahrung: Die gebürtige Baselbieterin, die heute in Schwarzsee lebt, ist vor einigen Jahren nach einem Bike-Ausflug gleich in der Region geblieben. «Ich habe mich sofort in diese Gegend verliebt.» Nun möchte sie diese schönen Erfahrungen, die sie hier gemacht habe, auch anderen ermöglichen. «Denn ich weiss: Die Region hier ist mehr als nur einen Tagesausflug wert.»

Sorge zur Natur tragen

Der Mountainbike-Trend hat in den letzten Jahren auch zu Konflikten geführt. So sind beispielsweise am Schwyberg illegale Mountainbike-Wege entstanden. Drei davon sollen nun professionell unterhalten, die anderen der Natur zurückgegeben werden (die FN berichteten). Einen solchen Ansatz unterstützt Huber. Der Naturschutz sei ihr wichtig. «Ich glaube, mit Verboten erreicht man das Ziel aber meistens nicht.»

Stattdessen wolle der Verein die lokalen Tourismusorganisationen unterstützen, welche die Besucherströme lenken sollen. Ziel sei es, den Leuten klarzumachen, welche Routen offiziell sind, damit andere, inoffizielle Biker-Trails nicht mehr gebraucht werden. Darüber hinaus müssten die Biker darauf hingewiesen werden, zur Natur Sorge zu tragen. Der Verein setzt hier auf offene Kommunikation und Sensibilisierung der Touristen.

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