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Der Dorfplatz zum Dritten

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Zum dritten Mal in drei Jahren stand in Galmiz das Dorfzentrum auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung. Nachdem sich die Bürgerinnen und Bürger im Dezember 2017 mit nur einer Stimme Differenz gegen einen Dorfplatz mit Bänken, Tischen, Bäumen und einem Spielplatz ausgesprochen hatten, wiesen sie im Dezember 2018 das Traktandum Neugestaltung des Dorfplatzes und den Kredit von 190 000 Franken ein weiteres Mal zurück. Stattdessen verlangten sie ein Gesamtkonzept für dieses Areal.

Am Donnerstagabend beantragte der Galmizer Gemeinderat einen Planungskredit in der Höhe von 25 000 Franken für die Erstellung eines solchen Gesamtkonzepts. Die betroffenen Gemeinderäte hätten dafür bereits einen Aufgabenkatalog erstellt. Dieser beinhalte unter anderem die Aufwertung des Schulhausumfelds, die Schaffung eines Dorfplatzes für verschiedene Aktivitäten, eine Verbesserung der Verkehrslenkung, die Sanierung der Deckbeläge der Strassen und die Nutzung des Hugelihauses, sagte Gemeinderat Christoph Hildenbrand.

Eine Bürgerin warnte vor einem Gebastel auf den Strassen und wies darauf hin, dass im Bereich des Bahnhofs neue Wohnhäuser entstehen sollen, was zu Mehrverkehr führe. Sie wünschte eine Zurückstellung des Projektkredits, bis man wisse, wie es in dem Areal weitergehe. «Wir sind uns dessen bewusst», antwortete Hildenbrand. Es werde nicht nur der Verkehr im Dorfzentrum studiert. Gemeindepräsident Thomas Wyssa bekräftigte das und sagte, dass die Planung nicht punktuell auf das Schulhaus beschränkt sei, es handle sich vielmehr um eine ganze Verkehrsplanung. Die 88 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nahmen den Planungskredit bei einer Gegenstimme an.

Wasserleitung von 1919

Im Sommer war die Gemeinde Galmiz von ihren Trinkwasserquellen abgeschnitten, weil die Leitung unter der Autobahn A 1 ein Leck hatte. Weil die Autobahn Hoheitsgebiet des Bundesamts für Strassen (Astra) sei, so Gemeinderätin Gerda Baeriswyl, habe die Gemeinde dort einen Antrag einreichen müssen. Das habe Zeit und Geld gekostet. Die Bewilligung des Astra sei mit Auflagen, zum Beispiel Messungen, verbunden gewesen, so Baeriswyl. Den Kredit von 200 000 Franken für die Sanierung der Trinkwasserleitungen im Bereich der Reservoirs bis oberhalb der alten Bernstrasse sowie den Streckenteil unter der Autobahn hiessen die Bürger ohne Gegenstimme gut.

Ein zweiter Kredit betraf den Leitungsabschnitt Rublimatte­–Riedli–Hauptstrasse. Dieser stammt aus dem Jahr 1919. Für die Sanierung rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 340 000 Franken. Auch diesem Kredit stimmten die Bürger ohne Gegenstimme zu. Auf die Frage, wie die Gemeinde diese Ausgaben bei einem Wasserpreis von 40 Rappen pro Kubikmeter finanzieren wolle, antwortete Wyssa: «Die Finanzierung ist tragbar für Galmiz.» Der Gemeinderat habe nie verheimlicht, dass der Wasserpreis in Zukunft angepasst werden müsse. Auch die übrigen Kredite stiessen in Galmiz mehrheitlich auf Zustimmung: die Sanierung des nicht isolierten Dachs des Schulhauses (200 000 Franken), die Überarbeitung des Generellen Entwässerungsplans (25 000 Franken), die Neugestaltung des Predigtplatzes mit Überdachung (25 000 Franken) und neue Sitzbänke auf dem Friedhof (10 000 Franken).

Zahlen und Fakten

Galmiz erwartet Verlust im 2020

Die Gemeinde Galmiz budgetiert für 2020 in der laufenden Rechnung einen Verlust von rund 48 000 Franken bei einem Gesamtaufwand von 2,6 Millionen Franken. Mehrausgaben gebe es wegen der Umstellung auf das Rechnungslegungsmodell HRM2 und Mindereinnahmen wegen der Unternehmenssteuerreform, erklärte die Kassiererin Beatrice Wacker. Die Investitionsrechnung enthält Gesamtausgaben von rund 724 000 Franken. Die beiden Voranschläge wurden ohne Gegenstimmen angenommen.

jmw

Fusionsverhandlungen

Verwunderung über erneute Abstimmung

«Warum müssen wir nochmals abstimmen?», fragte am Donnerstag an der Gemeindeversammlung von Galmiz ein junger Mann. Ihn wunderte, dass der Gemeinderat erneut eine Abstimmung zu Fusionsverhandlungen mit Murten traktandiert hatte. Schon Ende 2018 hatten die Galmizer solchen Gesprächen deutlich zugestimmt.

«Für den Gemeinderat sind Gespräche und Abschlüsse nicht dasselbe», sagte Gemeindepräsident Thomas Wyssa. Die Gespräche mit Murten seien weit fortgeschritten, nun ­gehe es um die Zustimmung, diese abzuschliessen.

Die anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger behielten den bisherigen Kurs bei: 69 Bürgerinnen und Bürger sagten Ja zum Traktandum Fortführung der Fusionsverhandlungen mit Murten, 11  lehnten es ab.

Für Fusion braucht es drei Ja

Die Kritiker der möglichen Fusion stellten die gemeindeeigenen Wasserquellen in den Vordergrund. Wasser sei heute ein rares Gut, sagte ein Bürger. «Wollen wir das für ein paar Franken Steuerersparnis verschenken?» Ein anderer Votant sagte, dass die Gebühren in Murten «massiv höher» seien und die Ersparnis durch niedrigere Steuern im Vergleich dazu marginal. «Jeder wird etwas finden, was mehr oder weniger kostet. Es ist wichtig, das grosse Ganze anzuschauen», entgegnete ein Bürger. Da es jetzt nur um Verhandlungen gehe, «können wir heute bedenkenlos Ja sagen», so ein weiterer Mann.

Den definitiven Entscheid über die Fusion von Murten, Galmiz und Gempenach fällen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger voraussichtlich am 17. Mai an der Urne. Sagen alle drei mehrheitlich Ja, tritt die Fusion auf den 1. Januar 2022 in Kraft.

jmw

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