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Turgut Akdag verlässt den FC Freiburg wegen «fehlender Leidenschaft»

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Der FC Freiburg und Turgut Akdag gehen ab sofort getrennte Wege. Der Trainer des 2.-Liga-inter-Vereins vermisst bei seinem Team die Leidenschaft und hat sich entschieden, seinen Vertrag aufzulösen.

Turgut Akdag ist nicht mehr Trainer des FC Freiburg – das hat der Verein am Donnerstagmorgen in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. «Nach zwei Jahren als Chef der ersten Mannschaft des FC Freiburg hat sich Turgut Akdag entschieden, unsere Zusammenarbeit zu beenden», schrieb Vereinspräsidentin Magdalena Lauper. Die Initiative zur gegenseitigen Auflösung des Vertrags ist dabei vom Trainer ausgegangen, wie Akdag den Freiburger Nachrichten erklärt.

«Vermisse die Leidenschaft»

«Der FC Freiburg besitzt eine aussergewöhnliche Mannschaft, sie sollte die Konkurrenz überfliegen und nicht bloss auf dem 5. Tabellenplatz stehen. Die Spieler verlassen sich aber nur auf ihr Talent, anstatt auf dem Platz mit Herz und Leidenschaft zu kämpfen.» Er habe versucht, in seiner Mannschaft dieses Feuer zu entfachen, aber es sei ihm nicht gelungen, sagt Akdag.

Was mit der richtigen Leidenschaft alles möglich sei, habe man im letzten Spiel gegen Savièse gesehen. «Die Mannschaft von Savièse weist auf dem Papier höchstens 3.-Liga-Niveau auf, und trotzdem hat sie gegen uns ein 1:1-Unentschieden geschafft. Punkto Begeisterung und Temperament waren sie uns klar überlegen.»

Hoffen auf eine Reaktion

Für Akdag, der seine Spieler in jedem Training hart fordert und jeden einzelnen weiterbringen will, ein Stich ins Herz. «Viele Trainer wären wohl zufrieden, wenn sie ein so tolles Team trainieren könnten und auf dem 5. Platz liegen würden», erklärt er schulterzuckend. «Aber ich will nicht zuschauen müssen, wie die Equipe ihr Potenzial nicht ausnützt, weil es am nötigen Einsatz fehlt.» Mit Fünf Punkten Rückstand auf Leader La Tour/Le Pâquier ist Freiburg nach wie vor auf Schlagdistanz. Zudem ist die Saison noch lang und die Pinguine hätten durchaus noch Zeit, um sich auf den angestrebten Aufstiegsplatz vorzukämpfen. Dennoch wollte Akdag nicht länger zuwarten. «Es ist besser, wenn ich jetzt gehe, bevor es zu spät ist und all das, was ich in den letzten zwei Jahren aufgebaut habe, kaputtgeht. Freiburg braucht einen neuen Trainer, einen, der das Team wieder motivieren kann und der vielleicht auch etwas weniger fordernd ist als ich.» Der Entscheid zu gehen sei ihm sehr schwergefallen, gesteht Akdag. «Zu 90 Prozent ist es aber ein Entscheid für die Mannschaft. Ich hoffe, mein Rücktritt löst bei den Spielern eine Reaktion aus und bringt sie zum Nachdenken.»

Nachfolger gesucht

Am Montagabend hatte Akdag die Clubverantwortlichen informiert, dass er ein paar Tage brauche, um zu überlegen, wie es für ihn weitergehen solle. Am Mittwochabend bat er dann um seine Vertragsauflösung. «Auch wenn plötzlich alles schnell gegangen ist, so wurden wir von den Ereignissen nicht ganz überrascht», sagt Club-Präsidentin Lauper. Sie habe schon in den letzten Wochen Veränderungen im Verhalten des Trainers und in seiner Beziehung zur Mannschaft wahrgenommen. «Ein Trainer wird immer von verschiedenen Seiten beeinflusst, vom Team, von den Zielen des Vorstandes, von der Ambiance im Club, von der Familie. Alles spielt zusammen. Wenn man eine Entscheidung fällt, dann ist es immer das Resultat aller Faktoren und nie einer einzelnen Sache.»

An den Zielen des Vereins ändere der Abgang des Trainers nichts, bekräftigt Lauper. «Wir wollen aufsteigen und müssen nun den Trainer finden, mit dem uns dies gelingt.» Einen neuen Coach zu finden, dürfte für den Verein kein grosses Problem darstellen, ist die Präsidentin überzeugt. Der FC Freiburg sei ein ambitionierter Verein mit guten Rahmenbedingungen und einem starken Team. «Die Herausforderung wird sein, jemanden zu finden, der sich schnell an die Situation adaptieren und die Mannschaft vorwärtsbringen kann.» Bis Freiburg seinen neuen Trainer präsentieren kann, werden die bisherigen Assistenten Antonio Giunta, David Cusin und Samuel Bapst die Geschicke der 1. Mannschaft leiten.

Mehr Zeit für die Familie

Akdag seinerseits, der vor seinem Wechsel zum FC Freiburg im September 2019 beim FC Richemond und in Matran an der Seitenlinie gestanden hatte, hat selbstredend noch keinen neuen Verein. «Ich denke auch nicht, dass ich je wieder als Trainer tätig sein werde», sagt er. «Der Fussball, so wie ich ihn lebe, ist sehr intensiv und lässt kaum Raum für andere Sachen. Ich will jetzt profitieren und die Zeit vermehrt mit meiner Familie geniessen.»

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