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Die besseren Nerven entschieden

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Die besseren Nerven entschieden

Basketball – Olympic gewinnt erstes Spiel im Playoff-Halbfinal gegen Lugano

Bis zur 25. Minute (55:53) hielt Titelverteidiger Lugano die erste Partie im Playoff-Halbfinal gegen Freiburg Olympic offen. Dann verloren die Tessiner kurz die Nerven, was die Gastgeber sogleich mit einem klaren Sieg und der 1:0-Führung in der Serie straften.

Von FRANK STETTLER

Die Rivalität zwischen Freiburg Olympic und dem BC Lugano ist gross. Umkämpfte Spiele in einer hitzigen Atmosphäre sind deshalb an der Tagesordnung. Nicht anders war es in der ersten Begegnung der Halbfinal-Serie (best of 5) im Playoff. Bald einmal gerieten sich einige Spieler in die Haare – Hektik kam auf. Auf Seiten der Tessiner entpuppten sich einmal mehr Michael Polite und Tresor Quidome als Provokateure erster Güte. Das Schiedsrichter-Duo hatte zuweilen alle Hände voll zu tun, damit die Situation nicht eskalierte.

Luganos Quartett

Am Ende gewann mit Olympic jene Mannschaft, die ihre Nerven besser im Griff hatte. Dies dürfte gleichzeitig einer der Schlüssel zum Erfolg in dieser Serie sein. Zum anderen erwies sich das relativ knappe Kader der Tessiner wie erwartet als Handicap. Nur vier erfahrene Akteure (Polite, Raga, Quidome und Dudukovic) sind schlicht zu wenig. Und wenn von diesem Quartett nur ein Spieler einen schlechten Tag einzieht, so wie es Dudukovic – kein einziger Punkt – an diesem Samstag tat, wird es eben zu eng. Die junge Garde um Mladjan und Hodel ist zwar talentiert, aber den Anforderungen in einem Playoff-Halbfinal nicht gewachsen. Dessen ist sich auch Lugano-Trainer Nikolic vollauf bewusst.

Mit diesem ersten Sieg hat die Equipe von Spielertrainer Patrick Koller einen wichtigen ersten Schritt getan. Denn bereits übermorgen Mittwoch in Lugano wartet wieder ein hartes Stück Arbeit auf die Saanestädter. Beim letzten Auftritt im Istituto Elvetico kassierte Qualifikationssieger Olympic bekanntlich eine bittere Pleite im Cup-Viertelfinal.

Die 1600 Zuschauer sahen beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams einen intensiven Match. Bei Olympic sass – oder vielmehr stand – der Amerikaner Montonati zwar auf der Bank, wurde wegen Rückenproblemen aber nicht eingesetzt. Dennoch erwischte das Heimteam den besseren Start und erarbeitete sich mit schnellem Passspiel eine 12:5-Führung (4.). Dann kam aber Lugano. Der Meister brachte Olympic mit einer unorthodoxen Defensive aus dem Konzept. Polite mit der Brechstange und Quidome aus der Distanz kehrten das Geschehen (19:24).

Technische Fouls

Im zweiten Viertel spielte Olympic zunächst weiter kopflos und konnte sich oft nur mit Fouls helfen. Lugano sagte an der Freiwurflinie Danke. Es war David Dar-Ziv mit drei Dreiern, welcher Olympic zurück ins Geschäft brachte, nachdem er zuvor reichlich indisponiert schien. Mit fünf Zählern Vorsprung gingen die Freiburger in die Pause.

Die Luganesen steckten nicht auf und kamen bis zur erwähnten 25. Minute dank zehn Punkten des jungen Mladjan auf 55:53 heran. Doch dann versagten ihre Nerven. Zunächst kassierte Routinier Polite nach der x-ten Meckerei ein technisches Foul. Als er wenig später ein Offensiv-Foul aufgebrummt bekam, rastete sein Trainer Nikolic mit einem Tritt gegen den Zeitnehmertisch aus, was ihm ebenfalls ein technisches Foul eintrug. Olympic nutze dies eiskalt aus, zog vorentscheidend auf 72:58 davon. Lugano hatte nicht die Substanz, um nochmals hoffen zu können, zumal Raga stark abbaute und Dudukovic mit fünf Fouls ausschied.
Die Intensität über 40 Minuten

Patrick Koller (Spielertrainer Olympic): «Lugano machte zunächst unter dem Korb dicht. Aber die 104 Punkte zeigen, dass wir ein Mittel gegen ihre zumeist passive Defensive fanden. Wir konnten über 40 Minuten die Intensität halten. Jetzt haben wir einige Tage Zeit, diese erste Partie zu analysieren. In Lugano dürfen wir nicht mehr so viele Bälle verlieren und müssen weniger dumme Fouls machen. Das zweite Spiel wird noch härter.»

Matt Baniak (Spieler Olympic): «Wir wussten, dass es hart wird. Ein Sieg im Startspiel einer Serie ist natürlich extrem wichtig. Im Hinblick auf die zweite Partie gilt es, noch einiges zu verbessern. Lugano ist kein einfacher Gegner.»

Milution Nikolic (Trainer Lugano): «Bei uns fehlte es an Erfahrung. Nach unserem guten Beginn, als Olympic nicht wusste, wie ihnen geschah, wurden einige Spieler im Angriff zu egoistisch. Zwei, drei Pfiffe nach der Pause wurden uns dann zum Verhängnis. Unsere Einstellung muss am Mittwoch besser werden. Ausserdem fehlten uns die Punkte von Dudukovic. Aber es ist klar, dass Olympic das bessere Team stellt. Dennoch habe ich Vertrauen in meine Mannschaft. Zumindest für einen Sieg sind wir sicher gut.» fs

Olympic – Lugano 104:79 (48:43)

Heilig-Kreuz-Halle; 1600 Zuschauer; SR: Carlini/Faller.
Freiburg Olympic: Dar-Ziv (12); Ceresa (16); Jaquier (13); Wegmann (9); Koller (13); Bucher; Borter (8); Seydoux (16); Baniak (17).
BC Lugano: Hodel (7); Dudukovic; Polite (19); Raga (17); Quidome (20); A. Mutapic (2); Mladjan (14).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci (verletzt), Montonati auf der Bank, aber nicht eingesetzt (Rückenprobleme). – 5 Fouls: Dudukovic (33.) und Ceresa (37.); Tech. Fouls: Polite (28.), Lugano-Trainer Nikolic (28.), Seydoux (29.) und Olympic-Assistenztrainer Karageorgakis (31.). – Viertelsresultate: 19:24, 29:19, 24:16, 32:20. Wahl zu den besten Spielern: Seydoux und Quidome.

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