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Die besten Westschweizer Schwimmer ziehen ihre Bahnen in der Motta

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Fribourg Natation führt am kommenden Wochenende in der Motta die Westschweizer Schwimm-Meisterschaften durch – ohne Zuschauer, dafür mit einem Livestream und den Athleten im Zentrum.

Das Schwimmbad Motta präsentiert sich am kommenden Wochenende in einem ungewohnten Bild. Die Startblöcke sind überdacht, um das Becken herum und auf der grossen Wiese sind Zelte installiert. Es sind provisorische Installationen für die Westschweizer Schwimm-Meisterschaften, die von Freitag bis Sonntag in Freiburg stattfinden. Für die Öffentlichkeit ist das Freibad während diesen drei Tagen geschlossen. Insgesamt 400 Schwimmerinnen und Schwimmer nehmen am Anlass teil, der von Fribourg Natation organisiert wird. Eigentlich hätte der Event bereits im Juni 2020 stattfinden sollen. Doch die Corona-Pandemie machte den Organisatoren um OK-Präsident Dominik Widmer einen Strich durch die Rechnung. Die Hoffnung, die Westschweizer Meisterschaften dafür in diesem Jahr in einem normalen Rahmen durchzuführen, zerschlug sich im Frühling. «Bis Anfang März wussten wir nicht, ob wir den Event überhaupt durchführen können. Dann kamen die ersten Lockerungen im März – und wir begannen zu rudern», schmunzelt Widmer. Die Konzepte hätten stetig an die neuen Sicherheitsmassnahmen angepasst werden müssen.

Livestream statt grosses Fest

«Was den Wettkampf an sich betrifft, ändert sich nicht viel. Wir müssen einfach sicherstellen, dass sich die Teilnehmer nicht zu oft über den Weg laufen. Die grosse Enttäuschung für uns ist aber, dass keine Zuschauer vor Ort sein können.» Die Westschweizer Meisterschaften hätten ein grosses Fest sein sollen. «Wir wollten den Schwimmsport, der oft ein wenig im Hintergrund steht, ins Schaufenster stellen. Jetzt konzentrieren wir uns eben auf die jungen Athleten, die während einem Jahr praktisch keine Wettkämpfe bestreiten konnten. Wir wollen die Rennen sauber durchführen und die Freude am Sport fördern», erklärt Widmer, der zugleich Co-Präsident des organisierenden Vereins ist. Für Interessierte besteht dennoch die Möglichkeit, den Wettkampf mitzuverfolgen. Ein Unternehmen, das mit dem nationalen Verband Swiss Aquatics zusammenarbeitet, stellt einen Livestream sicher. «So können die Eltern und andere interessierte Personen die Rennen dennoch mitverfolgen.» Gut 4000 Franken kostet Fribourg Natation die Liveübertragung über seine Homepage oder den Youtube-Kanal. Das entspricht einem Zehntel des Budgets für die Meisterschaften.

Selbstredend wirkt sich die Pandemie nachteilig auf die Finanzen der Veranstaltung aus. «Wir können weniger Einnahmen generieren, weil die Verkaufsstände weniger Umsatz machen. Andererseits schlägt das Livestreaming zu Buche.» Widmer geht davon aus, dass unter dem Strich eine schwarze Null herauskommen wird. «Natürlich wäre das Ziel aber gewesen, etwas Geld für den Club einzunehmen. Das wird nun nicht der Fall sein. Glücklicherweise können wir die zusätzlichen Kosten mithilfe der Stadt Freiburg und anderen Partnern decken.»

Perspektiven dank neuen Bädern

Rund 100 freiwillige Helfer – den Grossteil stellt Fribourg Natation auch dank der Unterstützung von vielen ehemaligen Mitgliedern – gewährleisten einen geordneten Ablauf der Westschweizer Meisterschaften. Der Event ist für den Freiburger Schwimmclub eine seltene Ehre, die dementsprechend wichtig ist. «Die Meisterschaften finden selten in Freiburg statt, weil wir über eine weniger gute Infrastruktur als Clubs wie Nyon, Montreux, Vevey oder die Genfer Vereine verfügen.» Es sind denn auch diese Clubs, die die Westschweizer Meisterschaften in der Regel organisieren. Sie verfügen auch über die technischen Installationen, um eine offizielle Zeitmessung sicherzustellen. Fribourg Natation musste die Technik extern beschaffen.

Diese Tatsache zeigt ein Stück weit auf, wie es um den Schwimmsport im Kanton Freiburg bestellt ist. Dass Fribourg Natation im letzten Sommer von Swiss Aquatics als Leistungszentrum für den Nachwuchs anerkannt wurde, ist ein Schritt in eine bessere Zukunft, die Umsetzung der verschiedenen Schwimmbadprojekte im Kanton ein anderer. «Vereine wie Bulle und Murten haben die gleichen Probleme wie wir: Wir kommen mit den verfügbaren Bahnen an den Anschlag. Gleichzeitig verstehe ich natürlich, dass die Bäder möglichst viele Bahnen für das Publikum offenhalten wollen. Aber es ist schon sehr eng in den Hallenbädern», sagt Widmer. Er selbst hat eine Vergangenheit im Eishockey und sieht durchaus Parallelen zur aktuellen Situation im Schwimmsport. «In den 80er- und 90er-Jahren hatte es praktisch nur eine Eishalle im Kanton. Heute ist die Abdeckung sehr gut. Dadurch konnte sich das Eishockey entwickeln. Gleiches passiert nun mit dem Schwimmsport. In Marly wird gebaut und bald ein 25-m-Becken eröffnet. Gleichzeitig gibt es andere Projekte wie das Schwimmbad im Sensebezirk. Es braucht etwas Zeit, aber es wird gut», ist Widmer überzeugt.

Club mit über 500 Mitgliedern

Für einen Verein wie Fribourg Natation ist eine ausreichende Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Über 500 Mitglieder stellt der Verein mit seinen fünf Sektionen (Wasserspringen, Schwimmen, Wasserball, Rettungsschwimmen und Triathlon). «Mit der Schwimmschule könnten es noch mehr sein, wenn wir aufgrund der beschränkten Anzahl von Bahnen und Zeiten der grossen Nachfrage Rechnung tragen könnten», hält Widmer fest. Ein paar jüngere Clubmitglieder gingen derweil während der Pandemie verloren. «Es sind insbesondere die 16- bis 22-Jährigen und die Gruppe, die täglich trainiert hatte, die gemerkt haben, dass es noch etwas anderes neben dem Sportalltag gibt. Anstatt noch ein oder zwei Jahre weiterzumachen, haben einige schon jetzt mit dem Schwimmsport aufgehört.» Auch vor diesem Hintergrund stellen die Westschweizer Meisterschaften für Fribourg Natation eine Motivation dar und sind Zeichen dafür, dass auch der Schwimmsport nach einem langen Jahr in gewohnte Gewässer zurückkehrt.

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