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«Die Defensive ist nun einmal unsere Stärke»

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Caryl Neuenschwander, Bern scheint in den Playoffs immer einen Weg zu finden, Gottéron zu schlagen. Wie schafft der SCB das?

Wir haben erst zwei Spiele gewonnen. Es ist noch nichts entschieden. Wir spielen gegen Gottéron wie gegen jedes Team, konzentrieren uns nur auf unser Spiel und passen nur ein, zwei Details an den Gegner an. Wichtig ist ohnehin in erster Linie, dass wir allesamt sehr hart arbeiten.

 

 Dennoch: Bereits im letztjährigen Playoff-Halbfinal hat Bern Freiburg problemlos 4:1 besiegt. Sie scheinen gerne gegen Gottéron zu spielen.

Es läuft momentan gut für uns. Freiburg ist eher eine offensive Mannschaft, wir eher eine defensive, zuletzt hat das Pendel jeweils auf unsere Seite ausgeschlagen. Aber Gottéron ist eine sehr gute Mannschaft. In der Qualifikation hat in den Direktduellen jedes Team je dreimal gewonnen. Deshalb sind wir weiter auf der Hut.

 

 Was hat in den ersten zwei Finalspielen den Unterschied ausgemacht?

Wir sind besser mit den Schlüsselsituationen umgegangen. Als beispielsweise Gottéron im ersten Spiel uns zu Beginn stark unter Druck gesetzt hat, sind wir ruhig geblieben und haben die Sturm-und-Drang-Phase unbeschadet über uns ergehen lassen. Freiburg ist dies im zweiten Spiel in Bern nicht gelungen.

 

 Dem SCB gelingt es bisher sehr gut, Freiburgs Topsturm um Andrei Bykow, Julien Sprunger und Benjamin Plüss zu kontrollieren. Was ist Ihr Rezept?

Wir haben nicht einen speziellen Plan. Wir spielen gegen jede Linie genau gleich und setzen nicht irgendwie eine Speziallinie auf den Bykow-Sturm an. Aber klar, es ist Gottérons Paradesturm, und wenn er auf dem Eis ist, wissen wir, dass wir den Spielern absolut keinen Platz lassen dürfen. Aber ehrlich gesagt gilt das auch für den Dubé-Sturm, den Jeannin-Sturm und den Botter-Sturm. Die Defensive ist nun einmal unsere Stärke, und auf diese bauen wir.

 

 Bern hat in diesen Playoffs aber auch bereits sechsmal nach einem Rückstand den Match gedreht und noch gewonnen. Wie ist diese Tatsache zu erklären?

Bei einem Rückstand gerät bei uns nie jemand in Panik. Das spüre ich auf der Bank immer sehr deutlich. Wir öffnen nicht plötzlich das Spiel und gehen ein unnötiges Risiko ein. Diese Geduld hat sich oft bezahlt gemacht.

In der letztjährigen Finalserie führte Bern gegen Zürich 3:1 und verlor am Ende 3:4. Ist dies als Warnung in Ihren Köpfen verankert?

Letztes Jahr haben wir unsere Lehren aus diesem verspielten Vorsprung gezogen. Doch das ist nun abgehakt, an die letztjährige Finalserie denken wir nicht mehr. Aber wir sind genügend intelligent und erfahren, um zu wissen, dass wir Freiburg noch nicht abschreiben dürfen.

 

 Was erwarten Sie heute im St. Leonhard für ein Spiel?

Ich erwarte ein Gottéron, das wie im Startspiel furios loslegen wird. Es ist ein Team, das mit sehr vielen Emotionen spielt. Und mit dem 0:2-Rückstand befindet sich Freiburg in einer heiklen Situation. In solchen Situationen ist es schwierig, gegen ein Team mit einer solchen Veranlagung zu spielen. Gottéron wird alles mobilisieren.

 

 Sie persönlich nehmen im Final eine wichtige Rolle ein, spielten zuletzt neben Martin Plüss und Ivo Rüthemann. Dies, nachdem Sie in dieser Saison wiederholt bloss als 13. Stürmer zum Einsatz gekommen sind.

Ich bin in erster Linie froh, spielen zu können und nicht mehr 13. Stürmer zu sein. Denn darauf arbeitet man schliesslich das ganze Jahr hin.

 

 Für die kommende Saison haben Sie bereits in Langnau unterschrieben. Ich nehme an, Sie verfolgen die Liga-Qualifikation zwischen Langnau und Lausanne ebenfalls intensiv …

Nicht unbedingt. Ich schauedie Resultate, interessiere mich aber nicht wirklich für die Serie. Ich spiele noch in Bern und konzentriere mich voll auf diese Aufgabe. Denn ich möchte unbedingt Meister werden.

 

 Ihr Dreijahresvertrag in Langnau gilt nur für die NLA. Sind Sie bereits ins Emmental gezogen?

Nein, aber letzten Freitag bin ich tatsächlich von Belfaux nach Bern gezogen. Deshalb hoffe ich schon, dass Langnau in der NLA bleibt.

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