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«Die Finanzen lassen kaum grosse Sprünge zu»

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«Die Finanzen lassen kaum grosse Sprünge zu»

Gottéron-Trainer McParland wünscht sich einen Sonnenplatz in der Liga für sein Team

Am Freitagabend startet Freiburg/Gottéron gegen Servette in seine schwere Saison. Mit vier neuen Ausländern und einem Dutzend Youngsters im Team steht das Trainerduo McParland/Bader vor einer grossen Herausforderung. Das Klubziel Playoff ist vielleicht gar hoch gesteckt. Freiburgs Trainer will die Antworten auf die vielen negativen Prognosen auf dem Eis geben.

Mit MIKE MCPARLAND
sprach KURT MING

Mike McParland, die Klubleitung setzt trotz eines schmalen Kaders von wenig NLA-erfahrenen Spielern wieder die Zielsetzung Playoff. Die Eishockeyszene setzt Ihre Mannschaft auf den letzten Platz. Wird Ihnen so nicht angst und bange vor der Aufgabe an der Bande?

Prognosen sind das eine, die Wahrheit liegt jedoch wie im Fussball auch im Eishockey auf dem Platz. Ich weiss, dass es in dieser Saison einen heissen Tanz um die letzten Playoff-Plätze geben wird. Aber ich lasse mich dadurch nicht verrückt machen. Vor Jahren, als ich noch bei Lausanne war, gab uns auch niemand viel Kredit, und wir spielten bis zur letzten Runde um den Einzug in die Playoff. So kann auch diese Saison in Freiburg werden.

Wie sind Sie mit der Vorbereitung zufrieden? Nach guten Starterfolgen hat Ihre Mannschaft zuletzt kaum mehr gewonnen.

Grundsätzlich bin ich mit der Vorbereitung zufrieden. Nach einigen guten Resultaten zu Beginn wurden wir vielleicht ein bisschen zu wenig selbstkritisch, und prompt Schlug das Pendel auf die andere Seite. Wir müssen jetzt bis Saisonbeginn versuchen, wieder aufs richtige Gleis zu kommen und die Konzentration zu verbessern.

Sie haben fast ein Dutzend neue Spieler, davon vier Ausländer. Wie weit stehen Sie mit der Integration dieser Leute ins Team?

Grundsätzlich brauchen neue Ausländer immer eine gewisse Zeit, sich ans Spiel in der Schweiz zu gewöhnen. Das ist auch bei unseren neuen Spielern aus Finnland so. Es wird sicher ein paar Spiele brauchen, bis diese ihre beste Leistung abrufen können. Für die vielen jungen Schweizer Spieler, die zu uns gekommen sind, gilt Gleiches. Aber Leute wie Botter und Neuenschwander werden bei uns im Gegensatz zur vergangenen Saison durchspielen. Das ist natürlich eine ganz andere Situation. Einiges erhoffe ich mir natürlich von den bestandenen Schweizer Transfers wie Ngoy, Kamber, Neff und Zenhäusern: Sie müssen Leaderrollen übernehmen. Von den ganz Jungen aus den eigenen Elitejunioren ist im Moment Sprunger sicher am weitesten, die anderen werden in dieser Saison Lehrgeld bezahlen müssen.

Neu dürfen diese Saison fünf Ausländer eingesetzt werden. Was bringt diese neue Situation?

Theoretisch kann man jetzt im Box- und Powerplay nur noch mit Ausländern agieren. Wir werden dies aber sicher nicht tun, auch Schweizer Spieler sollen bei uns in diesen Situationen Verantwortung übernehmen. Aber sicher wird diese neue Regelung den Einfluss der Söldner aufs Spiel noch vergrössern. Weil die NHL diese Saison ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt, sind kurzfristige Transfers von NHL-Stars kaum mehr möglich. Einige Teams wie Davos werden dies sicher spüren. Jetzt kommt es wieder auf diejenigen Ausländer an, die von Beginn weg dabei sind, und dies sollte für uns sicher kein Nachteil sein.

Sie haben mit Mona nur einen NLA-erfahrenen Goalie ohne Konkurrenzkampf. In der vergangenen Saison und auch in der Vorbereitung macht der frühere Ambri-Goalie nicht immer den sichersten Eindruck. Das könnte ein Risikofaktor sein.

Klar ist diese taktische Marschroute mit nur einer klaren Nummer 1 im Tor ein gewisses Risiko. Aber wissen Sie was? Ein guter Goalie braucht auch immer eine gute Abwehr. Die Spieler müssen Gianluca helfen, nur so kann er seine beste Form wiederfinden. Aber er hat schon gezeigt, dass er ein guter NLA-Torhüter ist.

In der Abwehr hat Gottéron es wieder verpasst, sich mit einem körperlich guten Schweizer Verteidiger zu verstärken. Haben Sie da keinen Einfluss auf die Transferpolitik des Direktors von Mentlen?

Jeder Trainer wünscht sich immer noch eine oder zwei Verstärkungen mehr. Aber unsere finanziellen Mittel in Freiburg lassen keine grossen Sprünge zu. Ich glaube mit Richard Lintner und Cory Murphy haben wir zwei ausländische Verteidiger, die unsere eigenen Abwehrleute gut führen können. Aber unsere Stärke wird wohl wieder im Offensivspiel liegen.

Mit Roger Bader haben Sie einen neuen Assistenztrainer erhalten; welche Aufgaben übernimmt der neue Mann an der Bande?

Roger Bader hat vier, fünf Jahre in der NLA gearbeitet; er kennt das Schweizer Eishockey also bestens. Von seiner Erfahrung kann ich und die Mannschaft sicher viel profitieren. Während des Spiels wird er sich der Verteidiger annehmen. Die Trainings leiten wir zusammen und die wichtigen Entscheidungen werden von uns beiden immer ausdiskutiert. So teilen wir uns die Verantwortung.

Wer sind Ihre Meisterschaftsfavoriten?

Der grosse Favorit ist sicher der ZSC. Die Zürcher haben vier Natispieler engagiert, davon können andere Klubs nur träumen. Aber auch Bern, Lugano und Zug werden bei der Vergabe des Titels ein Wort mitreden. Davos ist ohne seine NHL-Stars sicher weniger gefährlich.

Was wünschen Sie sich mit Ihrer Mannschaft in der neuen Saison?

Für meine Mannschaft wünsche ich mir einen Platz an der Sonne, sprich das Erreichen der Playoff. Dazu brauchen wir etwas Glück, möglichst wenig schwere Verletzungen und einen guten Saisonstart.
Eishockey

Gottéron – Chaux-de-Fonds 4:1

St. Leonhard. Letztes Testspiel vor der Meisterschaft. 250 Zuschauer. SR: MM. Kämpfer, Marti und Arm. Tore: 25:40 Holden (Vauclair) 1:0; 26:04 Montandon (Neuenschwander) 2:0; 40:55 Kamber 3:0; 45:09 Banham (Kamber) 4:0 (4 gegen 5); 55:52 Paré (Neininger) 4:1.
Freiburg/Gottéron: Mona; Lintner, Berger; Birbaum, Studer; Haldimann, Marquis; Machacka; Hyvönen, Kamber, Neff; Banham, Holden, Vauclair; Neuenschwander, Montandon, Botter; Bielmann, Genazzi, Hasany.
Bemerkungen: Gottéron ohne Zenhäusern, Ngoy und Sprunger (verletzt) sowie Zbinden, Murphy, Plüss und Morandi. – La Chaux-de-Fonds ohne Du Bois (verletzt), aber mit Sassi, Lauper und Schär von Freiburg/Gottéron.

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