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Die Gemeinde Plaffeien hat Otto Lötscher die Ehrenbürgerschaft verliehen

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Viel Applaus und ehrende Worte: Die Stimmbürgerinnen und -bürger von Plaffeien haben dem früheren Syndic Otto Lötscher an der Gemeindeversammlung vom Freitag das Ehrenbürgerrecht verliehen.

So harmonisch und kurz wie am Freitag ist die Gemeindeversammlung von Plaffeien schon lange nicht mehr abgelaufen. In einer Stunde waren alle ordentlichen Geschäfte erledigt (siehe Kästen). Als Dessert folgten zwei Ehrungen.

Höchste Auszeichnung

Mit anhaltenden stehenden Ovationen haben die 55 Bürgerinnen und Bürger ihrem früheren Syndic Otto Lötscher das Ehrenbürgerrecht verliehen. Es ist die höchste Auszeichnung einer Gemeinde für eine Persönlichkeit, die sich in herausragender Weise um das Wohl der Bevölkerung und um das Ansehen des Orts verdient gemacht hat. Diese offizielle Beschreibung trifft genau auf Otto Lötscher zu. Er hat sich 39 Jahre lang als Gemeinderat für Plaffeien eingesetzt und war 25 Jahre lang Ammann.

«Er hat dies mit Herzblut und viel Engagement getan», sagte sein Nachfolger im Amt, Daniel Bürdel. «Otto hat stets weitsichtig und strategisch überlegt und entschieden und viel erreicht.» Grossprojekte wie der OS-Ausbau und das Gemeindehaus gehören ebenso dazu wie unzählige kleine Vorhaben und Entscheide. Er habe die Entwicklung von Plaffeien massgeblich gefördert und geprägt und auf diese Weise dazu beigetragen, dass die Gemeinde heute als interkommunales Zentrum gelte, so Daniel Bürdel.

Ein halbes Leben

«Ich bin überwältigt und tief berührt», sagte Otto Lötscher nach der Überreichung der Urkunde. Er verhehlte nicht, dass er um ein wenig Bedenkzeit gebeten hatte, als ihn der Gemeinderat über sein Vorhaben informiert hatte, ihm diese Würde zu verliehen. «Ich habe mich gefragt, ob ich das überhaupt verdient habe und ob es nicht Neider geben würde.» Dann habe er sich gesagt, dass es schade wäre, wenn er dieses Geschenk ablehnen würde. «Es war eine bewegte Zeit», hielt Otto Lötscher fest und auch:

Fast die Hälfte meiner Lebensjahre bin ich fast tagtäglich im Gemeindehaus ein- und ausgegangen.

Er sei in dieser langen Zeit vielen Leuten begegnet. «Einige Begegnungen haben mir viel Zeit und Kraft abverlangt. Sie haben mich aber auch bereichert.» Es seien Jahre gewesen von gegenseitigem Respekt sowie vertrauensvoller und kollegialer Zusammenarbeit.

Otto Lötscher dankte nicht nur seinen früheren Ratskolleginnen und -kollegen, sondern vor allem auch seiner Familie. «Ohne die Hilfe meiner Frau Rosemary und meines Sohnes Simon, ohne ihr Verständnis, ihre Fürsorge und ihre Unterstützung auch in unangenehmen Situationen, hätte ich es nicht so lange ausgehalten.»
Er werde mit grosser Freude und Würde das Ehrenbürgerrecht tragen und freue sich auch in Zukunft, als Bürger unter der Bevölkerung zu sein, sagte der Geehrte zum Schluss.

22 Jahre für die Finanzen

Auch Bernhard Fahrni ist an der Gemeindeversammlung vom Freitag geehrt und verdankt worden. Er war 22 Jahre lang für die Finanzverwaltung von Plaffeien verantwortlich. Syndic Daniel Bürdel würdigte ihn für seinen pflichtbewussten Einsatz. Bernhard Fahrni habe mitgedacht, sich eingebracht und stets geschaut, dass die Finanzierung von allen Projekten gesichert sei. Die Nachfolge ist geregelt: Bernadette Déforel und Alexandra Kolly übernehmen als Leitungsteam die Verantwortung für die Finanzen von Plaffeien.

Syndic Daniel Bürdel bedankt sich bei Bernhard Fahrni, der während 22 Jahren um die Finanzen der Gemeinde Plaffeien besorgt war.
Imelda Ruffieux

Zahlen und Fakten

Das Budget 2022 von Plaffeien sieht ein Defizit von 290’000 Franken vor

Das Budget 2022 der Gemeinde Plaffeien – erstmals nach dem neuen Rechnungslegungsmodell HRM2 verfasst – schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 290’000 Franken, dies bei einem Gesamtaufwand von 23,1 Millionen Franken. Die Gemeinde geht von Steuereinnahmen von 10,56 Millionen Franken aus. Wie Finanzchef Andreas Stalder an der Versammlung vom Freitag ausführte, weist die Gemeinde einen höheren Steuerpotenzialindex auf und erhält deshalb 200’000 Franken weniger aus dem kantonalen Ressourcenausgleich.

Plaffeien geht fürs kommende Jahr von Nettoinvestitionen von 6,975 Millionen Franken aus, dies bei Gesamtausgaben von 8,6 Millionen Franken.

Der Investitionsplan bis 2026 sieht Nettoinvestitionen von rund 31 Millionen Franken vor. Die grössten Brocken sind die Wasserversorgung, das Sport- und Freizeitbad, der neue Werkhof und der Anteil am Parkhaus in Schwarzsee. Würde man alle geplanten Projekt umsetzen, würde sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 2500 auf 10’700 Franken erhöhen. Die Finanzkommission war mit dem Budget einverstanden. «Die Investitionen sind wichtig. Ohne sie können wir die Gemeinde nicht weiterbringen», sagt Vizepräsident Mario Bapst. Die Versammlung hat das Budget einstimmig genehmigt. im

Nur 55 Bürgerinnen und Bürger haben sich zur Gemeindeversammlung in Plaffeien eingefunden.
Aldo Ellena

Übrige Geschäfte

Weiterer Zusatzkredit für die Sanierung von Güterwegen

Die Gemeindeversammlung von Plaffeien hat einem Kredit von zwei Millionen Franken zugestimmt, um weitere Güterwege und private Hofzufahrten zu sanieren. Nach dem Kredit von 1,35 Millionen Franken im Jahr 2014 ist 2016 ein erster Zusatzkredit von 1,606 Millionen Franken gesprochen worden. Im Laufe der Zeit sind zusätzliche Wege und neu auch Strassen mit dem Bedarf an periodischer Wiederinstandstellung (PWI) dazugekommen sind. Für 4,93 Millionen Franken sollen 15 Güterwege, 22 private Hofzufahren und sieben PWI-Wege instand gestellt werden. Bund und Kantone bezahlen Subventionen, und auch die Grundeigentümer und Bewirtschafter leisten einen Anteil. So verbleiben für die Gemeinde 1,58 Millionen Franken. Ein Bürger hat angeregt, als Ersatz für all die neuen Asphaltflächen an anderer Stelle in der Gemeinde einen Ausgleich zu schaffen.

Zustimmung fand auch der Bau eines Pumpwerks im Limbach in Zumholz für 280’000 Franken. Dort ist das Gelände in Bewegung und hat eine Kanalisationsleitung beschädigt. Statt sie reparieren oder zu ersetzen, umgeht die Gemeinde die sensible Stelle. Das neue Pumpwerk leitet anfallendes Schmutzwasser in eine bestehende Kanalisation. Zugleich wird vorsorglich auch die Wasserleitung an der gleichen Stelle umgelegt. im

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