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Die Gemeinden haben fünf Jahre Zeit

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Autor: iRMGARD LEHMANN

Die Einführung des zweiten Kindergartenjahres war ursprünglich für den kommenden Herbst geplant. Grund der Verschiebung sei die vorgesehene Finanzhilfe von 30 Millionen, sagte Isabelle Chassot, Direktorin für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD), am Mittwoch vor den Medien. Der Betrag – bzw. das entsprechende Dekret (Teil der Revision des Schulgesetzes) – ist dem obligatorischen Finanzreferendum unterstellt. Das Dekret muss vor den Grossen Rat. Im Herbst sollte das Stimmvolk darüber entscheiden.

Für die Einführung des zweiten Kindergartenjahres haben die Gemeinden fünf Jahre Zeit. Für das Schuljahr 2013/14 müssen alle Schulkreise bereit sein.

Zustimmung gefunden

«Die Einführung des zweiten Kindergartenjahres stiess auf sehr gutes Echo», betonte Staatsrätin Chassot. Im Rahmen der Vernehmlassung haben 370 Instanzen Stel-lung bezogen. «Die überwiegende Mehrheit der 270 eingegangenen Anworten haben die von der EKSD vorgesehenen Modalitäten befürwortet», sagt die Erziehungsdirektorin. Vorbehalte seien allerdings bezüglich der Kosten eingeräumt worden.»

Finanzhilfe nicht zweckgebunden

Die Einführung hat für die Gemeinden rund 30 Millionen Franken Kosten zur Folge, müssen doch 40 neue Schulzimmer gebaut und etwa 30 umgebaut werden. Der Kanton beteiligt sich an den Kosten mit drei bis sechs Millionen.

Die einmalige Finanzhilfe von 30 Millionen Franken sollen die Gemeinden entlasten. Der Betrag wird den Gemeinden direkt in vier Jahrestranchen ausbezahlt. Ausgeschüttet werden die Gelder auf Grund der Anzahl Geburten zwischen 2002 und 2007. «Es ist den Gemeinden überlassen, wie sie die Gelder einsetzen wollen», ergänzte Staatsrätin Chassot.

Höhere Ausgaben von 20 Millionen Franken

Mit der Einführung müssen im Kanton 120 neue Klassen eröffnet werden. Die Lohnmasse erhöht sich um rund 20 Millionen Franken. Zu einem Teil hat dies auch mit dem Wechsel in eine andere Lohnklasse zu tun. Da die Kindergarten-Lehrpersonen künftig 28 Lektionen – anstelle von 20/22 gegen-wärtig – unterrichten müssen, gibt ihnen dies auch Anrecht auf mehr Lohn (von Lohnklasse 14 in Lohnklasse 18).

Stundenplan angleichen

Staatsrätin Chassot brachte ebenfalls die Harmonisierung der Stundenpläne zur Sprache. «Künftig sollten diese in allen Klassen gleich aussehen.» Somit stellt sich aber auch die Frage der ausserschulischen Betreuung. Dies wiederum ist Aufgabe der Gemeinde.

Zweites Kindergartenjahr längst fällig

Seit 20 Jahren gehen die Freiburger Kinder in den Kindergarten. Doch der Ruf nach einem zweiten Jahr wurde in den vergangenen zehn Jahren immer lauter. Entsprechende Postulate und Motionen wurden im Grossen Rat eingereicht.

Das zweite Kindergartenjahr ist aber auch ein wesentlicher Teil des schweizerischen HarmoS-Konkordates (HarmoS steht für Harmonisierung der obligatorischen Schule).

Freiburg ist mittlerweile der zweitletzte Kanton (neben Obwalden) der das zweite Kindergartenjahr noch nicht eingeführt hat.

Die Botschaft zum Gesetzesentwurf für die Änderung des Schulgesetzes im Hinblick auf das zweite Kindergartenjahr hat der Staatsrat am vergangene Dienstag verabschiedet.

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