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Die Hoffnung dauerte nur einen Satz

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In Neuenburg scheint man sich sicher zu sein, dass die Halbfinal-Serie gegen Düdingen nach zwei Spielen entschieden ist. Auf der Homepage von NUC sind jedenfalls nur das Datum des gestrigen «Hinspiel» und jenes des «Rückspiels» vom 4. April aufgeführt. Einen Hinweis auf die allenfalls entscheidende Begegnung sucht man vergeblich. Nomen est omen? Es scheint fast so – und das dürfte den Power Cats wahrlich nicht gefallen. Sie haben das erste Kräftemessen mit Neuenburg 0:3 verloren, und wenn die Vorahnung zutrifft, dann werden sie im Halbfinal ausscheiden.

Wollen sie das verhindern, müssen sie sich im nächsten Spiel deutlich steigern. Vor allem in der Annahme waren die Power Cats gestern zu wenig präzise. Einen Satz lang konnten sie Paroli bieten, dann kippte das Spiel zu ihren Ungunsten. Während NUC auf konstant hohem Level weiterspielte und schliesslich verdient gewann, musste Düdingen seine erste Heimniederlage seit fünfzehn Monaten hinnehmen.

Satz eins aus der Hand gegeben

Vielleicht hätte die Partie einen anderen Ausgang genommen, wenn die Power Cats den ersten Satz gewonnen hätten. Doch nicht zum ersten Mal in dieser Saison schafften sie es nicht, trotz mehrerer Satzbälle den Sack zuzumachen. 24:20 lag Düdingen vorne, der Satzgewinn schien nur noch Formsache. Wäre da nicht Neuenburgs Martenne Bettendorf gewesen: Die Amerikanerin haute mit ihrem gewaltigen Service den Power Cats den Ball um die Ohren und schaffte tatsächlich den Ausgleich. Obwohl beide Teams danach mehrere Satzbälle hatten, gelang es niemandem, den Sack zuzumachen. So waren es am Ende die Eigenfehler, die entschieden – und die leistete sich Düdingen. Erst schlug Kerley Becker bei 29:29 einen Smash ziemlich unbedrängt ins Aus, dann verhaute Cassidy Pickrell einen relativ einfachen Ball zum 29:31.

Da nützte es auch nichts, dass die Düdingerinnen anfangs so konzentriert wie wohl noch nie in dieser Saison ans Werk gegangen waren. Sie, die sonst eher dafür bekannt sind, im ersten Satz etwas abzuwarten und zu schauen, wie sich der Gegner präsentiert, gönnten sich keine Angewöhnungsphase. Lange waren die beiden Teams gleichauf, und Düdingen konnte sich bei 23:19 sogar etwas absetzen. Aber eben – in der Money-Time bezahlten sie für ihre Fehler cash.

Der Schock sass tief. Düdingen brauchte im zweiten Satz lange, um sich davon zu erholen. Wobei, so richtig erholten sie sich eigentlich nie mehr. 8:16 lagen die Einheimischen im zweiten Technical Timeout hinten, dann konnten sie endlich auch einige gute Aktionen verzeichnen. Das Aufbäumen war indes nur von kurzer Dauer und der Rückstand zu gross, um den Satz noch drehen zu können. Bei NUC waren es immer wieder die drei Amerikanerinnen Bettendorf, Tia Scambray und Kyra Holt, die für die Punkte sorgten. Das Spiel der Neuenburgerinnen war wie gewohnt sehr stark auf seine drei Ausländerinnen ausgelegt. Im ersten Satz konnte Düdingen dank hervorragender Blockarbeit das US-Trio in Schach halten, im zweiten Satz gelang dies aber nicht mehr.

Fehlendes Timing

Spielerinnen mit Kaliber von Bettendorf oder Topskorerin Scambray, die in der Regular Season mit 368 Punkten am meisten Punkte erzielt hat, suchte man bei Düdingen gestern vergeblich. Brianna Bea­mish sammelte zwar fleissig Punkte, ihre Teamkolleginnen konnten aber nicht mitziehen. Auch Neuverpflichtung Cassidy Pickrell nicht. Die Amerikanerin, die als Ersatz für die verletzte Topskorerin Danielle Harbin ihren Einstand bei den Power Cats gab, zeigte eine insgesamt diskrete Leistung. Im ersten Satz hatte sie einige gute Aktionen, danach tauchte sie aber zusehends ab. Das lag allerdings nicht allein an ihr. Die Abnahme der Düdingerinnen war dermassen ungenügend, dass sie im zweiten und dritten Satz gar nie richtig ins Spiel fanden. Wenn die Annahme schlecht ist, dann ist eben auch der Angriff unpräzise. Und für eine Spielerin, die erst seit fünf Tagen mit ihrem Team trainiert und bei der die Abstimmung mit dem Team logischerweise noch nicht funktionieren kann, wird es dann zusätzlich schwierig, das richtige Timing bei ihren Schlägen zu finden.

Im dritten Satz sah es lange danach aus, als könnten die Power Cats das Spiel vielleicht doch noch drehen. Doch bei 13:13 war der Vorsprung weg und etwas später auch der Satz (18:25). «Einen Satz lang gut zu spielen, reicht eben nicht», bilanzierte Trainer Dario Bettello nach dem Spiel. «Vor allem in der Defensive konnten wir unser Niveau nicht halten. Einige Spielerinnen können im Kopf nicht umschalten, wenn es ihnen nicht läuft. Anstatt andere Dinge zu versuchen, machen sie immer die gleichen Aktionen, und scheitern ein ums andere Mal damit.»

Unter Zugzwang

Nach der Niederlage stehen die Power Cats in der Serie mit dem Rücken zur Wand. Es kommt ihnen sicherlich entgegen, dass das zweite Spiel der Serie wegen des Schweizer Cupfinals vom Wochenende erst in einer Woche ausgetragen wird. Die Pause kommt den Power Cats durchaus gelegen, haben sie doch einige Tage, um die Abstimmung mit Neuzugang Pickrell zu verbessern. Vielleicht kann die 24-jährige Marvel-Comics-Liebhaberin dann doch noch zur Düdinger Superheldin emporsteigen.

Telegramm

Düdingen – Neuenburg 0:3 (29:31, 16:25, 18:25)

Sporthalle Leimacker. – 687 Zuschauer. – SR: Grellier, Droguett.

TS Volley Düdingen: Marbach, Beamish, Becker, Pickrell, Granvorka, Moffett, Deprati (Libera); Sulser, Brunner, Rottaris, Zurlinden.

Neuenburg UC: Girard, Pierret, Holt, Halter, Bettendorf, Scambray, Dalliard (Libera); S. Troesch, Staffelbach.

Bemerkungen: Wahl zu den besten Spielerinnen: Beamish und Holt.

Stand Playoff-Halbfinal (best of 3): 0:1.

NLA. Frauen. Zweiter Halbfinal: Aesch-Pfeffingen (2.) – Kanti Schaffhausen (3.) 3:0 (25:21, 25:21, 25:17); Stand 1:0.

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