Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Magie der Brecca

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist 6.32 Uhr, als die Sonne am Hohmattli aufgeht und ihre ersten Strahlen über den Schwarzsee schickt. Die Luft ist noch angenehm kühl. Auf einem Kiessträsschen gehe ich von Schwarzsee-Bad hinauf in Richtung Brecca. Ein Alphirt kurvt mit seinem Subaru und einem Anhänger scheppernd das Strässchen hinunter; er bringt die Milch ins Tal.

Nach rund einem Kilometer und 150 Höhenmetern biegt der Weg ab: ins Strässchen, das zur Alphütte Wälschi Rippa führt. Kurz vor der Alphütte führt der Wanderweg in den Wald. Hier geht es stetig bergauf. Doch die Anstrengung spüre ich kaum: Ich bin abgelenkt vom Sonnenlicht, das durch die Blätter blinzelt, das morgendliche Zwitscherkonzert der Vögel und den federnden Waldboden unter den Füssen. Unter der Alphütte Unteri Rippa tauche ich aus dem Wald auf, gehe durch eine nasse Alpwiese. Auf ihr verstreut liegen Kalksteinbrocken – dieser Stein wird mich über die ganze Wanderung begleiten. Als ich auf dem Strässchen unter der Alphütte ankomme, bleibe ich kurz stehen und begrüsse den Breccaschlund im Morgenlicht. Die rechte Seite wird bereits von der Sonne gewärmt, die linke liegt noch im Schatten. Die Sicht ist glasklar nach dem Regen in den Tagen zuvor. Kuhglockengeläut hallt durch den Schlund.

Ahornbäume

Ich mache mich wieder auf, ab jetzt folge ich dem Kies-Strässchen. Es schlängelt sich durch die Mitte des Hochtals, stetig bergauf, vorbei an Alphütten und Rindern, die sich nicht so recht entscheiden können, ob sie den frühmorgendlichen Besuch spannend oder ein bisschen gfürchig finden sollen. Auf den Weiden stehen die Ahorn-Bäume, für die der Breccaschlund so bekannt ist: knorrige Gesellen, die wie die wahren Ureinwohner dieser Urlandschaft wirken.

Nach der Alp Cerniets komme ich noch mal gehörig ins Schnaufen, das Strässchen führt bergauf durch einen Wald bis zur Alp Combi. Hier habe ich das Gefühl, am Ende der Welt – oder zumindest des Sensebezirks – angekommen zu sein. Einzelne Schneefelder hängen noch an den Bergflanken, gegenüber thront der Schopfenspitz. Ich setze mich in eine Blumenwiese, in der am Wandertag Anfang Juni noch keine Kühe weiden, und geniesse den Blick in den Kessel. Von hinten scheint die Sonne durch die Blumen. Der morgendliche Tee hat noch nie so gut geschmeckt.

Nach einer kurzen Rast gehe ich weiter. Ich zweige beim Wanderwegweiser Combi ab und folge dem rot-weiss markierten Wanderweg in Richtung Rippetli. Zunächst geht es durch eine Wiese, dann klettere ich über grosse Felsbrocken, die wohl von einem Felssturz herrühren. Kurz verliere ich die Wegmarkierungen aus dem Blick. Ich klettere weiter in die Richtung, in der ich den Weg vermute, und sehe bald wieder das rot-weisse Zeichen an einem Felsbrocken. Kurz da­rauf stehe ich in einem Hang, vor mir ein Schneefeld. Einige Fussspuren führen hindurch, doch der tauende Schnee ist rutschig, und meine Höhenangst schickt mein Herz in einen schnelleren Rhythmus. Links geht es einige Dutzend Meter steil hinab. Als ich hinunterblicke, sehe ich eine Gämse im Steilhang. Wir blicken uns einige Sekunden lang an, dann macht sie sich davon. Elegant hüpft sie durch das Geröll. Sie hat definitiv keine Höhenangst.

Ich atme tief ein, ramme dann die Wanderstöcke in den Schnee. Schritt für Schritt überquere ich das Schneefeld und bin danach ziemlich erleichtert. Weiter gehts auf dem schmalen Weg durch die Geröllhalde dem Hang entlang. Wenige Meter nach dem Schneefeld bahnt sich die Vegetation einen Weg durch die Steine, und es wird grüner. Ich folge weiter dem Pfad hoch über dem Talboden und geniesse die Aussicht.

Blumen und Schmetterlinge

Schliesslich stapfe ich beschwingten Schrittes durch eine Wiese mit hohem Gras und Blumen links und rechts des Pfades. Schmetterlinge fliegen vor mir auf, am Weg stehen wieder die knorrigen Ahornbäume. Eine Steinmauer grenzt die Weide ab. Eine Szene wie aus dem Paradies. Ich bleibe kurz stehen, versuche, ein Foto zu machen. Doch wie so oft: Ein Foto vermag die Magie des Orts nicht einzufangen.

Ich gehe weiter bergab, Richtung Stierenberg. Der Weg wird breiter und offenbart die Aussicht auf den Schwarzsee. Hier treffe ich die ersten anderen Wanderer, es ist jetzt fast zehn Uhr. Ich steige ab über die Stierenberghütte und die Wälschi Rippa, dann zurück nach Schwarzsee Bad. Auf den letzten Kilometern brennt mir die Sonne auf den Rücken, und ich bin froh, so früh gestartet zu sein.

Start und Ziel: Schwarzsee Bad. 11 Kilometer, 737 Höhenmeter, Dauer ca. vier Stunden gemäss Wanderkarte. Einkehrmöglichkeiten: diverse Alphütten.

Zahlen und Fakten

Geschützte Urlandschaft

Der Breccaschlund ist im Bundesinventar der schützens­werten Landschaften und Naturdenkmäler aufgeführt. Das von Gletschern geformte Hochtal liegt auf rund 1500 Metern über Meer und ist auf drei Seiten eingeschlossen von Gipfeln, die knapp 2000 Meter hoch sind. Es ist eine Karstlandschaft. Im weichen Kalkstein versickert das Wasser rasch, darum gibt es keine Bäche in der Brecca. Das stellt die Alpbetreiber im Hochtal gerade in trockenen Sommern vor einige Herausforderungen. Sie haben sich nun zusammengeschlossen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Das Projekt ist derzeit am Laufen.

nas

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema