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Die Niederlage selber eingebrockt

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Autor: kurt ming

Schlecht begonnen und schlecht aufgehört: So kann man nur ganz selten gewinnen. Die beiden ersten und die drei letzten Schüsse der Tessiner musste Goalie Olivier Gigon allesamt passieren lassen. Der Freiburger Keeper kam wie ein Grossteil seiner Kollegen im letzten Spiel des Jahres über weite Strecken nicht auf Touren. Einzig Topskorer Sprunger konnte zwischenzeitlich mit zwei Toren Luganos Vorsprung aufholen.

Das Duo Murray/Thoresen

Ansonsten herrschte im Freiburger Sturmspiel einmal mehr Funkstille. Aus einem halben Dutzend Powerplays holte man einzig in doppelter Überzahl das 2:2 heraus. Anders der Gast, der in den Schlussminuten dem HCF vormachte, wie man Tore schiesst. Vorab das Duo Murray/Thoresen trat in dieser Phase positiv in Erscheinung. Auf der anderen Seite gingen von Freiburgs Söldnern vor dem Tor des starken Aebischers kaum Impulse aus. Und um solche engen Spiele gegen einen solch kompakt stehenden Gegner zu gewinnen, braucht praktisch jede Mannschaft der Liga Skorerpunkte seiner Ausländer. Mit einer mangelnden Chancenauswertung, dummen Strafen am Schluss und defensiven Stellungsfehlern brockte sich Gottéron diese verhängnisvolle Heimpleite gleich selber ein. Denn die Rapperswil Lakers haben mit ihrem Heimsieg gegen Kloten die Freiburger nun endgültig verlustpunktemässig überholt. Und ausgerechnet gegen die zuletzt stark aufkommenden St. Galler müssen die Drachen gleich nach der Weihnachtspause auswärts antreten!

Mehr als zwei Drittel auf des Messers Schneide

Zehn Minuten vor Schluss zeigte die reparierte Matchuhr im St. Leonhard den 2:2-Spielstand an, und die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt im Lager der Freiburger Fans noch hoffnungsvoll und laut. Murray und Lemm hatten bis zur 4. Minute für Lugano getroffen, dazwischen konnte Sprunger allein vor Aebischer zum Anschlusstor abstauben. Als Freiburgs Internationaler nach fast 40 torlosen Minuten wieder traf, deutete wegen der vielen Strafen der Tessiner vieles darauf hin, dass der Match jetzt noch drehen könnte. Das Powerplay des HCF war aber einmal mehr alles andere als effektiv und die Hinterhaltschüsse der einheimischen Verteidiger zu wenig präzis. Als dann Paterlini nach seinem dritten Ausschluss wieder aufs Eis zurückkehrte, läutete das Slettvoll-Team mit schnellen Kontern den Schlussspurt ein. Vom plötzlich höheren Tempo waren Birbaum und Collenberg überfordert und mussten ihrerseits zu Strafen Zuflucht nehmen. Jetzt konnte Lugano sein einstudiertes Powerplay mit einem magistralen Nummelin an der blauen Linie aufziehen. Und was nur eine Frage der Zeit war, trat ein. Doppeltorschütze Murray und Goldhelm Thoresen erwischten Gigon aus nächster Nähe zu den zwei entscheidenden Toren. Beim Heimklub war nach diesem Doppelschlag die Luft draussen, einzig der Boxkampf der beiden Raubeine Heins und Helbling vermochte die Fans auf den Rängen noch aufzuwecken.

Nach den beiden Niederlagen gegen Bern und Lugano wird die Lage für die Drachen am Strich natürlich noch viel kritischer. «Wenn wir Ende der Quali die Playoffs erreichen wollen, werden wir unser Niveau im neuen Jahr erheblich steigern müssen», sagte der enttäuschte Serge Pelletier nach dem verlorenen Match. Seine Mannschaft habe sich mit zunehmender Spieldauer zwar steigern können, aber Lugano sei im Powerplay viel effizienter aufgetreten. Nach dem 2:2 habe er ein gutes Gefühl gehabt, aber dann hätten eigene Strafen eben alles kaputt gemacht.

Lugano überall besser

Der Sieger war insgesamt an diesem Abend fast in jedem Sektor um eine Spur besser. Aebischer gewann vor seinem früheren Heimpublikum das Goalieduell, die Tessiner Abwehr wirkte über die 60 Minuten robuster als jene der Saanestädter, und vorne hatten die Bianconeri erwartungsgemäss die besseren Trümpfe auszuspielen. Ganz anders als beim letzten Auftritt im St. Leonhard, den ja die Freiburger noch 5:1 für sich entschieden hatten. Von diesen fünf geschossenen Toren war der HCF gestern Abend jedoch meilenweit entfernt.

Jetzt folgt in der NLA die traditionelle Weihnachtspause mit dem Spenglercup, ehe dann anfangs Januar zum Qualifikationsendspurt angesetzt wird. Bis dann hofft man in Freiburg, wieder auf einige der verletzten Spieler zurückgreifen zu können. Einzig auf die Rückkehr von Caron zu hoffen wäre allerdings falsch; bei vielen der letzten Niederlagen lag die Schuld nicht unbedingt beim Ersatzgoalie, sondern wie seit Saisonbeginn bei der mangelnden Torproduktion. Und solange sich der Gegner wie gestern Abend vorab darauf konzentrieren kann, die Linie mit Bykow und Sprunger zu neutralisieren, wird es der HCF schwer haben, die verbleibenden 20 Punkte bis zum Playoff-Start zu holen. Auch deshalb, weil Teams wie Rappi und Zug sicher im neuen Jahr noch Reserven haben.

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