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Die Präsidentin mit den 14 Buchstaben

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Kirthana Wickramasingam (SP) zeigte sich nachsichtig: Mit etwas Mühe hätten wohl einige Grossräte die 14  Buchstaben ihres Nachnamens auf den Wahlzettel notiert. Ob es daran lag, dass ihre gestrige Wahl zur Grossratspräsidentin 2020 mit einem eher mässigen Resultat von 68  Stimmen erfolgte, und andere lieber Julia Senti oder Ursula Krattinger auf den Zettel schrieben?

«Mein Name ist ein Teil meiner persönlichen Geschichte, und mein Greyerzer Akzent ein anderer», sagte die Politikerin aus Bulle mit sri-lankischen Wurzeln. Sie habe eine vielschichtige Identität zwischen dem Indischen Ozean und den Hängen des Moléson.

«Mein Name ist für die Deutschsprachigen etwas einfacher auszusprechen als für die Frankophonen», sagte sie. Doch zumindest der diesjährige Grossratspräsident Roland Mesot (SVP, Châtel-St-Denis) spricht ihn heute fliessender aus, als manchen Namen von Deutschfreiburger Grossräten.

Mesot war im Verlauf dieses Jahres ständig in Kontakt mit Wickramasingam, die vor einem Jahr überraschend zum Amt der ersten Vizepräsidentin kam. Kurz zuvor hatte nämlich der für dieses Amt vorgesehene Raoul Girard sein Grossratsmandat abgelegt, und sie nahm seinen Platz ein. Somit wird die Greyerzerin nach nur einem Jahr als Vizepräsidentin und nach erst drei Jahren im Kantonsparlament bereits die höchste Bürgerin des Kantons.

«Noch nie hat jemand diesen Aufstieg so schnell geschafft», sagte Mesot. Niemand sei im Kanton so jung an die Spitze des Grossen Rats gewählt worden. Die bisherigen Präsidenten waren im Durchschnitt 50-jährig, Wickramasingam aber wird nächstes Jahr erst 36, betonte Mesot. «Sie steht somit symbolisch für den Kanton Freiburg, der die jüngste Bevölkerung der Schweiz hat.» Wickramasingam ist die zwölfte Frau in diesem Amt. Sie stehe auch stellvertretend für die gesellschaftliche Vielfalt des Kantons, so Mesot.

«Das Leben ist voller Überraschungen und Gelegenheiten, die es zu nutzen gilt», sagte Wickramasingam. «Ich habe eine rasante, aber vertiefte Lehre für das neue Amt genossen», meinte sie. «Politik bestimmt unseren Alltag. Indem man sich politisch engagiert, gibt man sich die Mittel, diesen Alltag zu bestimmen.»

Der Grosse Rat wählte ausserdem Sylvie Bonvin-Sansonnens (Grüne, Rueyres-les-Prés) mit 87 Stimmen zur ersten Vizepräsidentin und Jean-Pierre Doutaz (CVP, Epagny) zum zweiten Vizepräsidenten. Sie dürften das Parlament 2021 und 2022 präsidieren.

Wahlen

Neuer Präsident am Kantonsgericht

Der Grosse Rat hat ­gestern Christian Pfammatter zum Präsidenten des Kantonsgerichts für das Jahr 2020 gewählt. Pfammatter ­erhielt bei der Wahl 67 von 68  gültigen Stimmen. Er tritt die Nachfolge von Jérôme Delabays an der Spitze des höchsten Freiburger Gerichts an.

uh

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