Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Die Saidef will fremdgehende Gemeinden wieder zurückgewinnen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Fahrettin Calislar

Die Betreiberin der Kehrichtverbrennungsanlage in Posieux (Saidef AG) hat 2010 ihren Betrieb weiter rationalisiert und den Ausbau in Richtung erneuerbare Energien vorangetrieben. Das waren die besten Nachrichten für die Aktionäre des Unternehmens, Gemeinden, Kanton und die Groupe E, anlässlich der gestrigen Generalversammlung.

Ein grosser Schritt war die Integration der Klärschlammverbrennung mit einer zweiten separaten Ofenlinie. So wurde mehr Material verbrannt und 30 Prozent mehr Energie produziert. Mit 44 Angestellten ist die Anlage ein mittelgrosser Betrieb. Sie würde genug Strom produzieren, um Bulle zu versorgen.

Marktanteile gehen verloren

Die Saidef nahm die Generalversammlung zum Anlass, die Aktionäre, die zugleich auch die Kunden sind, zum Abliefern ihrer Abfälle zu animieren. Das ist wichtig, springen doch zunehmend Gemeinden ab. «Wir verlieren Marktanteile, weil einige Transporteure die Gemeindeabfälle der billigsten Verbrennungsanlage zuführen, auch wenn sich diese in Bern oder Lausanne befindet», führte Direktor Gabriel Nussbaumer aus. «Für uns ist das nicht Abfall, sondern Brennstoff.» Deshalb müsse die Firma die Kunden noch intensiver bearbeiten, denn der Markt wachse kaum mehr. Zumal die Abfallmenge abnimmt. Treuen Kunden bietet die Saidef Rabatte an. Das ist nicht einfach, da wegen der Amortisation von Investitionen die Preise kaum noch gesenkt werden können. Weiteres Geld muss die Saidef in die Hand nehmen, um für 6 Millionen Franken einen Lagerbunker zu bauen. Dieser ermöglicht einen reibungslosen Betrieb. Das Unternehmen hat andere Geldquellen gefunden: Saidef produziert und verkauft Strom an die Groupe E, allerdings zu einem niedrigen Preis, wie Verwaltungsratspräsident Albert Bachmann erklärte. Und sie produziert Wärme für das Kantonsspital und die Cremo.

In Posieux wurden 2010 86000 Tonnen Abfälle verbrannt, 3000 Tonnen mehr als 2009.Bild Charles Ellena/a

Saidef AG:Mit Gewinn ins Jubiläumsjahr

Das seit 2001 laufende Unternehmen schloss mit einem gegenüber 2009 leicht höheren Gewinn von 50000 Franken bei einem stabilen Gesamtumsatz von 22,5 Millionen Franken ab. Die Verbrennung von Klärschlamm und Abfällen aus Haushalten und Industrie ist trotz zunehmender Diversifizierung die zentrale Einnahmequelle. 86000 Tonnen Abfälle und 33000 Tonnen Klärschlamm wurden verwertet. Das entspricht 90 Prozent Auslastung. Von den Einnahmen stammen 14,5 Millionen Franken von der Kehrichtverbrennung, 4,1 vom Klärschlamm, 3,1 aus der Stromproduktion und 0,7 Millionen Franken von der Fernwärme.fca

Mehr zum Thema