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Die Zukunft spielt in Düdingen

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Myriam Knutti, dieses Wochenende kämpft der U13-Nachwuchs in Düdingen um den nationalen Meistertitel. 20 Mädchenteams, aber nur zwölf Knabenmannschaften nehmen daran teil. Woher rührt dieses Missverhältnis?

An der Schweizer Meisterschaft ist eigentlich ein Pool für 16 Knabenteams vorgesehen. Auf Stufe der U13 findet man aber nicht genügend Teams, um diesen zu füllen.

 

 Interessieren sich Knaben nicht fürs Volleyball?

Das Männervolleyball hat in unserer Region sicherlich nicht den Stellenwert, den es anderswo hat, auch weil wir kein Männerteam haben, das in der Nationalliga A spielt. Die Ballschule des TSV Düdingen ist auch immer für Knaben offen. Es kommen jedes Jahr einige ins Schnuppertraining, meist bleibt es aber dabei. In dem Alter spielen die Knaben einfach lieber Fussball oder Unihockey.

 

 Wie erklären Sie sich das?

Bei diesen beiden Sportarten kann man selbst bei den Jüngsten einen Ball in die Mitte werfen und es entwickelt sich ein Spiel. Es bildet sich zwar ein Bienenhaufen um den Ball, aber alle können mitmachen, einen Pass spielen oder schiessen. Beim Volleyball ist es etwas schwieriger. Es ist ein technisch sehr anspruchsvoller Sport, weil man den Ball nicht arretieren kann. Man hat eine Hundertstelsekunde Zeit, um zu entscheiden, wo man den Ball hinspielen will und um die entsprechende technische Geste zu machen. Bis es überhaupt zu einem Spiel kommt, braucht es viel Übung. Mädchen sind da meist etwas geduldiger, und ihr technisches Niveau ist in diesem Alter etwas filigraner als bei den Knaben.

 

 Wie könnte man das Knabenvolleyball in unserer Region fördern?

Die Mädchenabteilung des TSV Düdingen hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Inzwischen spielen 50 bis 60 Mädchen für den Verein und wir stellen Teams auf allen Nachwuchsstufen. Wir haben heute weder die personellen Kapazitäten noch die infrastrukturellen Möglichkeiten, um daneben auch eine Knabenabteilung zu führen. Es macht auch nicht Sinn, wenn jeder Verein zweispurig fährt. Besser wäre es, man würde in unserer Region die Kräfte bündeln und der VBC Bösingen und der VBC Schmitten, die auch über Männerteams in höheren Ligen verfügen, würden die Nachwuchsförderung bei den Knaben forcieren. Und zwar von klein auf und nicht erst im späten Sekundarschulalter.

 

 Der Trend geht beim Volleyball–wie auch in anderen Sportarten–in Richtung Frühspezialisierung …

In vielen Vereinen wird immer früher mit Volleyball-spezifischem Training angefangen. Jugend & Sport hat in den letzten Jahren den Kidsbereich für unter Zehnjährige entwickelt. Heute gibt es bereits J&S-Volleyball-Angebote für Fünfjährige. Ich bin allerdings ein Gegner dieser Frühspezialisierung.

 

 Wieso?

Eigentlich ist eine breite motorische Entwicklung viel wichtiger für ein Kind. Aber es ist ein Teufelskreis. Wenn ein zwölfjähriges Kind, das vorher etwas Polysportives gemacht hat, mit Volleyball beginnen will, ist es fast unmöglich, es in ein bestehendes Team zu integrieren.

 

 Wo liegt die Schwierigkeit?

Anfänger haben im technischen Bereich grosse Defizite gegenüber jenen, die schon länger spielen. Das lässt sich nicht auf die Schnelle aufholen. Man kann Neulinge aber auch nicht in einer tieferen Klasse eingliedern, weil Swiss Volley bestimmte Jahrgänge in den verschiedenen Kategorien vorschreibt.

 

 Welche Förderprogramme gibt es auf kantonaler Ebene für den Volley-Nachwuchs?

In der Talent School von Swiss Volley Region Freiburg erhalten die besten Nachwuchsspielerinnen des Kantons dreimal wöchentlich ein zusätzliches Training. Ebenfalls werden ihnen Trainingslager und Turniere, zum Teil auch im Ausland, angeboten. Dann gibt es noch die SAR-C-Mannschaft, wo die jüngeren Talente einmal wöchentlich, nebst den zwei bis drei Klubtrainings, zusammen trainieren. Die Zusammenarbeit zwischen der Talent School und den Volleyballvereinen der Region liesse sich allerdings noch optimieren.

 

 Inwiefern?

Die Talent School hat den Auftrag, Spielerinnen vor allem im technischen Bereich zu fördern, damit diese eines Tages auf höchstem Niveau bestehen können. Sie sollte ein Dienstleister sein für die Clubs und nicht umgekehrt. Ein NLA-Verein wie Düdingen müsste eigentlich noch mehr profitieren können von den jungen Talenten in der Region, nur kommt hier halt das Klubdenken dazu. Wer gibt schon gerne seine beste Spielerin ab? Das kann ich aus Klubsicht verstehen, aber es ist oft ein zu kurzfristiges Denken für die Talente. Dieses Phänomen kennen wir in anderen Sportarten auch. Für nächste Saison laufen Gespräche, welche die Zusammenarbeit verbessern sollen, damit die Mädchen optimal gefördert und an ein höheres Niveau herangeführt werden können.

 

 Wie schneidet der Freiburger Nachwuchs im Vergleich zu anderen Kantonen niveaumässig ab?

Ich denke, wir haben einen sehr grossen Schritt vorwärts gemacht. Das zeigt sich auch daran, dass das Freiburger U15-Nachwuchsteam SAR C kürzlich Vize-Schweizer-Meister geworden ist. In den vergangenen Jahren hatte sich das Team jeweils auf den hinteren Plätzen klassiert. Es gibt inzwischen einige Vereine im Kanton, die gute Nachwuchsarbeit leisten.

 

 Über 300 Mädchen und Knaben werden am Wochenende an der U13-SM auf dem Feld stehen. Viele von ihnen träumen davon, eines Tages in der NLA spielen zu können. Was geben Sie ihnen für Ratschläge mit auf den Weg?

Bis in die 1. Liga schafft man es relativ schnell. Danach trennt sich die Spreu vom Weizen. Nur wer wirklich bereit ist, alles fürs Volleyball zu investieren, schafft den nächsten Schritt. Es braucht den Willen, Hobbys, Ausgang und solche Dinge zurückzustecken und die berufliche Ausbildung zum Beispiel mit einer Sportlerlehre so zu planen, dass sich optimale Trainingsvoraussetzungen ergeben. Die Zauberformel heisst trainieren, trainieren, trainieren …

 

 Was braucht es ausser Fleiss noch, um den Sprung in eine Top-Liga zu schaffen?

Es braucht Durchhaltewillen. Es geht nicht immer nur aufwärts. Jeder gerät einmal auf ein Lernplateau, wo es plötzlich nicht mehr weitergeht und man von anderen überholt wird, die vorher schwächer waren. Da darf man den Glauben an sich nicht verlieren und muss weiter hart arbeiten.

 

«Ich bin eigentlich ein Gegner der Frühspezialisierung. Eine breite motorische Entwicklung ist viel wichtiger für ein Kind.»

«Die Talent School sollte ein Dienstleister sein für die Clubs und nicht umgekehrt.»

U13-SM: Vielseitiges Rahmenprogramm

Unter dem Motto «Hier spielt die Zukunft. Sei dabei» organisiert der TSV Düdingen an diesem Wochenende in der Sporthalle Leimacker die U13-Schweizer – Meisterschaften im Volleyball. Dabei sollen neben einer gesunden Portion Ehrgeiz auch Spiel und Spass im Vordergrund stehen.

Das Organisationskomitee unter der Leitung von Myriam Knutti hat denn auch ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt. An einer Smashwand können sowohl Spieler als auch Zuschauer die Geschwindigkeit ihres Anschlags messen, Active People präsentiert coole Freizeit- und Sportgeräte und führt Workshops durch, in denen die jeweiligen Spieltechniken vermittelt werden. Eine Beachlounge mit bequemen Liegestühlen lädt zum Chillen ein und der erfolgreiche Freiburger Musiker Gustav zur Autogrammstunde (15 bis 16 Uhr). Für die kleinen Gäste finden ein Mal- und ein Ballonwettbewerb statt. ms

Gruppeneinteilung

Mädchen

Gruppe A:SAG Gordola, Volleyteam Hasle, VBC Aeschi, VBC Neuenburg, VBC Nendaz.Gruppe B:Aesch-Pfeffingen, VBC Cheseaux, Volley Rüschlikon, VBC Viamala Thusis, TSV Düdingen.Gruppe C:Volley Lugano, VBC Köniz, VBC Lalden, BTV Aarau, VC Kanti Schaffhausen.Gruppe D:VBC Volleya Obwalden, Genf Volley, Volley Smash 05, BMV 92, Volley Sense.

Programm. Samstag:Vorrunde: 11–18.30 Uhr.Sonntag:Zwischenrunde: 8–12.10 Uhr.–Halbfinals: 13.15 Uhr.–Platzierungsspiele: 14.15–15.15 Uhr.–Final: 16.15 Uhr.

 

Knaben

Gruppe A:SC Gym Leonhard, Volley Smash 05, VC Winterthur.

Gruppe B:Volley Lugano, VBC Sursee, BTV Aarau.Gruppe C:Volley Amriswil, VBC Avully, VBC Cheseaux.Gruppe D:Volero Aarberg, VBC Etoile Genf, Würenlingen.

Programm. Samstag:Vorrunde: 12–18.15 Uhr.Sonntag:Viertelfinals: 8.30 – 10.50 Uhr.–Halbfinals: 12.45 Uhr.–Final: 16.15 Uhr.

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