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Direkte Hilfe in sozialer Notlage

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carolin Foehr

Eine umherziehende Familie, die Eltern und drei Kinder, auf der Suche nach einem Schlafplatz. Ein geschiedener Vater, der so viel Unterhaltskosten zahlen muss, dass es nicht mehr für die Zahnarztrechnung reicht. Und jene Frau, die Zuflucht sucht vor dem Zorn ihres Ehemannes.

Für sie ist das Rote Kreuz so etwas wie der letzte Rettungsanker. «Jeder kennt die Organisation und weiss: Hier kann ich Hilfe finden», weiss Sonia Jungo. Die Sozialarbeiterin kümmert sich seit drei Jahren um jene Menschen, die in letzter Not an die Tür des Freiburgischen Roten Kreuzes klopfen.

Alleinstehende oder Familien, Alleinerziehende, Schweizer, Ausländer, Gastarbeiter: All jenen, die nicht durch andere soziale Dienste wie das Sozialamt oder Caritas betreut werden, greift die soziale Nothilfe unter die Arme. Sei es mit Gutscheinen für die Migros, für die «Zig-Zag»-Läden des Roten Kreuzes oder mit einem Platz in der Notschlafstelle «La Tuile».

Eigenverantwortung

«Jeder Fall ist anders», erzählt die 28-Jährige von ihrer Arbeit. «Manche suchen einfach ein offenes Ohr für ihre persönlichen Probleme. Andere hoffen auf finanzielle Unterstützung.» Die könne der Dienst natürlich nicht immer bieten. In solchen Fällen hilft Jungo aber bei der Spendensuche, fragt beim Nationalen Roten Kreuz nach oder leitet die betroffene Person an die zuständige Behörde weiter.

«Wichtig ist, dass man weiss, welche Dienste und Hilfsaktionen in der Region zur Verfügung stehen», so Jungo. Sie sieht ihre Aufgabe auch darin, die Betroffenen im Kontakt mit Behörden zu unterstützen und zur Eigenverantwortung zu animieren. «Direkte materielle Hilfe leisten wir nur punktuell und in wirklichen Notfällen.» Zwar kämen einige Personen regelmässig in die Wilhelm-Techtermann-Gasse – aber das sei eigentlich nicht der Sinn des Dienstes.

Distanz wahren

Die Freiburgerin arbeitet drei Tage in der Woche beim Freiburgischen Roten Kreuz, sowohl für den sozialen Notdienst als auch für das neue Projekt «Détention» (FN vom 22. Juli). Daneben studiert sie an der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Givisiez. «Ich bin gerne im Kontakt mit Menschen und wusste irgendwann: Ich möchte anderen helfen», erklärt sie ihre Berufswahl.

Der Job sei aber bei weitem kein Zuckerschlecken. Für das Pilotprojekt «Détention» befasst sich Jungo mit Zukunftsplänen und -ängsten jener Häftlinge, die auf die Weg- oder Ausweisung in ihr Heimatland warten. Und trotz der verschiedenen Möglichkeiten des Notdienstes kann sie den Hilfesuchenden nicht immer einen Ausweg anbieten. «Dann fühle ich mich hilflos», beschreibt sie, «das beschäftigt einen schon den restlichen Tag.»

Genügend Freizeit und eine frohe Natur braucht es, um abstellen und Distanz wahren zu können. Den angehenden Sozialarbeitern steht während ihrer Praktika auch eine Kontaktperson zur Verfügung. Und: «Meine Kollegen sind sehr verständnisvoll. Sie haben mir schon oft geholfen.»

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