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Düdingen kassiert zwei Gegentore in einer Minute

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Die Befürchtung, das Team Waadt würde am spielfreien Wochenende in der Super League seine junge und unerfahrene Mannschaft mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärken, stellte sich als unbegründet heraus. Lausanne-Trainer Fabio Celestini sagte in der Pause nüchtern zu diesem Thema, dass er in der Super League im Moment alle seine Leute für den Ligaerhalt brauche und deshalb keine Konzessionen an den Nachwuchs machen könne.

Der Gastgeber brauchte in diesem gefälligen und ausgeglichenen Spiel auch keinen Support vom Fanionteam, um sich für die Niederlage in der Herbstrunde im Birchhölzli zu revanchieren. Die spielerisch starke Truppe von Coach Ilija Borenovic nutzte ihre wenigen Chancen zu den zwei siegbringen Toren, auf der anderen Seite konnte der SCD einmal mehr seine offensichtliche Abschlussschwäche auch in diesem Frühlingsspiel nicht verbergen. Gegen Aufsteiger Portalban hatte ein Törchen von Verteidiger Elvis Corovic noch für drei Punkte gereicht, in Lausanne waren die Möglichkeiten des halben Dutzends eingesetzten Angriffsspieler des Gastes an einer Hand abzuzählen. Und eine alte Weisheit sagt auch im Fussball, wer keine Tore erzielt, kann nicht gewinnen.

Doppelschlag als K.o.-Schlag

Gleich im ersten Angriff beanspruchten die Sensler schon eine grosse Portion Glück. Nach einem Durcheinander in der Abwehr traf Mittelstürmer Ginacarlo Negro nur den Pfosten. Danach fingen sich die Spieler von Trainer Joël Durret allmählich und konnten so ihren Plan, die stark beginnenden Waadtländer vom eigenen Tor wegzuhalten, immer besser umsetzen. Die wenigen Schüsse, die trotzdem durchkamen, waren bei Hüter Kai Stampfli, der erneut den verletzten Stammkeeper Brenet ersetzen musste, gut aufgehoben. Die echten Torchancen im ersten Durchgang waren an einer Hand abzuzählen, dies vorab, weil die zwei Abwehrreihen ihre Sache bestens machten, und es den Stürmern hüben wie drüben an Durchschlagskraft fehlte. Einzig vom kräftigen Dylann Nyangi ging bei den seltenen Kontern der Freiburger ein wenig Gefahr aus. Wie aus heiterem Himmel fielen dann nach dem Seitenwechsel die zwei Tore für den insgesamt verdienten Sieger: Zuerst köpfte der vorgerückte Innenverteidiger Jonathan Grossrieder einen Eckstoss ziemlich freistehend aus wenigen Metern ins Tor, und keine Minute später lag die Kugel ein weiteres Mal hinter dem machtlosen Kai Stampfli: Ein Fehlpass im Mittelfeld, der abgelenkte Ball kam zu Mersim Asllani, und der Flügelstürmer zeigte mit einem platzierten Schuss, warum er Mitglied der Schweizer Juniorenauswahl ist. Diese zwei schnellen Tore änderten natürlich die Physiognomie der vorher ausgeglichenen Partie, plötzlich hatten die Einheimischen alle Vorteile auf ihrer Seite, und laut Trainer Durret war es für seine Mannschaft danach auf dem grössten Terrain im Schweizer Fussball schwierig, nochmals heranzukommen.

Systemwechsel brachte Spielanteile, aber keine Tore

In der letzten halben Stunde brachte der SCD-Coach neue Leute für den Angriff, spielte nun offensiver mit zwei Spitzen, ausser mehr Spielanteile brachten aber diese Umstellungen nichts. «Gegen die technisch guten Spieler auf der Gegenseite war es für uns nicht einfach, Löcher in die nun übervölkerte Abwehr zu reissen. Und vielleicht hat uns am Schluss auch etwas die Kraft gefehlt, im Vergleich zum Team Waadt hatten wir in dieser Woche ein Spiel mehr in den Beinen». Was dem Verlierer in der Schlussdruckphase zudem fehlte, waren Stürmer, die sich durchsetzen können und richtig zum Abschluss kommen. Symptomatisch für diese Misere war die letzte Aktion des eingewechselten Ndiaye, der aus wenigen Metern, allerdings aus dem Offside startend, den Ball kläglich am fast leeren Tore vorbeischoss. So blieb es dann beim insgesamt ziemlich ungefährdeten Sieg der Jungs vom Genfersee, die ihre wenigen Möglichkeiten kaltschnäuzig in zwei Tore ummünzten.

Mit dieser Niederlage für das Schlusslicht, die laut Trainer Durret nicht zwingend war, ist die Lage für die Sensler im Absteigskampf noch prekärer geworden, umso mehr man nun in den restlichen acht Spielen nur noch auf renommierte und routinierte 1.-Liga-Clubs trifft. Die Ausbeute gegen die Nachwuchsteams aus Thun und der Waadt sowie gegen Aufsteiger Portalban (4 Spiele/5 Punkte) ist zwar nicht schlecht, aber ungenügend, um sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Ligaerhalt machen zu können. Anders das Team Waadt, das auch am Samstag eindrücklich gezeigt hat, dass es trotz körperlicher Unterlegenheit genügend spielerische Mittel besitzt, um sich in der vierthöchsten Liga des Landes eine weitere Saison zu halten, übrigens sehr zum Wohlgefallen vom Coach der ersten Mannschaft Fabio Celestini, der sich erfreut über die Leistung seines Mittelfeldspielers Cabral (Tavares Varela Adilson) zeigte.

Telegramm

Team Waadt U21 – Düdingen 2:0 (0:0)

Pontaise: 100 Zuschauer. – SR Mehmet Ljatifi.

Tore: 51. Grossrieder 1:0, 52. Tavares Varela 2:0.

Team Waadt U21: Martin; Nioby, Grossrieder, Pos, Glauser; Tavares Varela (73. Baddy Dega), Mettler; Escorza (62. Jaquier); Schmidt (46. Ndoye), Negro, Asllani.

SC Düdingen: Stampfli; Suter, Cassarà, Corovic, Moussa; Piller, Chirita (72. Dindamba); Rebronja, Ziegler, Shalaj (72. Ndiaye); Nyangi (77. Catillaz).

Bemerkungen: Düdingen ohne Brenet (verletzt), Hofer (Nationalmannschaft Lichtenstein). Pfostenschuss: Negro (1.). Verwarnungen: Asllani, Dindamba (84.).

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