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Düdingens Cup-Abenteuer bereits vorbei

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Dem interessierten Freiburger Fussballfan ist der Name SC Kriens durchaus ein Begriff. Dieser Klub hatte in der Vergangenheit sogar gewisse Verbindungen mit dem hiesigen Fussball. Bei den Innerschweizern, die letzte Saison im Schlussspiel aus der Promotion League absteigen mussten, amtierte der langjährige FCF- und YB-Akteur Jean-Daniel «Dada» Gross als Spieler und Trainer. Von den glorreichen Zeiten in der NLA und NLB ist im renovationsbedürftigen Kleinfeldstadion (der Klub plant eine Tribünensanierung wie auf dem Birchhölzli) kaum mehr etwas zu sehen. Der Verein backt gemäss TK-Chef Bruno Galliker im Moment kleinere Brötchen, und trotz Rang 1 in der Meisterschaft ist die Rückkehr in die Promotion League in dieser Saison alles andere als Pflicht. Dass die junge Mannschaft, die praktisch nur aus Talenten aus der Region zusammengesetzt ist, das Zeug hat, wieder an sportlich bessere Zeiten anzuknüpfen, hat das Team von Trainer Marinko Jurendic auch am Samstag gegen Düdingen über 90 Minuten bewiesen. Mit einem am Ende relativ klaren 3:1-Heimsieg hat sich Kriens für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups qualifiziert. Jetzt hofft die Klubleitung auf ein möglichst attraktives Los–der letzte grosse Cupfight gegen den FC Basel vor einigen Jahren ist bei den Krienser Fans immer noch in bester Erinnerung.

Düdingen kommt nicht auf Touren

Nach zwei Meisterschaftsniederlagen zu Beginn der Rückrunde kehrte der SC Düdingen auch am Samstag im Cup trotz einer zeitweiligen guten Leistung nicht auf die Erfolgsstrasse zurück. Dabei begann der Match für den SCD gar nicht so schlecht. In der Startphase waren es die Sensler, die zu den ersten Tormöglichkeiten kamen. In dieser Phase zeigte sich aber recht klar, wo momentan die Schwachpunkte im Team von Martin Lengen zu suchen sind. Vor allem dem Sturmduo Abdoulaye Koné/Jean-Michel Tchouga mangelt es im Abschluss an Durchsetzungsvermögen–nicht verwunderlich, wenn man weiss, dass die beiden eigentlichen Goalgetter im letzten Herbst bei Köniz kaum zum Einsatz kamen. Statt nach einer halben Stunde mit dem einen oder anderen Tor zu führen, kassierte der Gast praktisch beim ersten richtigen Angriff von Kriens das 1:0: Nach einem Corner konnte Adrian Schneuwly den ersten Schuss noch abwehren, gegen den Nachschuss des gefährlichen Fisnik Hasanaj gab es dann aber auch für ihn nichts mehr zu halten. Für SCD-Trainer Martin Lengen war der Treffer irregulär, dem Tor sei ein Foul vorausgegangen.

Platzverweis spielte dem Sieger in die Karten

Noch mehr als das Führungstor gab nach dem Spiel eine Szene zwanzig Minuten vor Matchende zu reden. Zu diesem Zeitpunkt stand es nach weiteren Toren von Marco Wiget und dem eingewechselten Oliver Mvondo 2:1 für die Einheimischen. Innert zwei Minuten kassierte dann der Düdinger Mittelverteidiger Flavio Cassarà vom unsicheren Schiedsrichter zweimal eine Gelbe Karte wegen (zu) hartem Einsteigen und musste deshalb frühzeitig vom Platz. Kriens, das schon vorher immer mehr Überhand im Spielaufbau bekommen hatte, nutzte diese Chance in der Schlussviertelstunde gegen die dezimierten, aber nie aufgebenden Sensler, um alles klar zu machen. Auch beim alles entscheidenden 3:1 war aus Düdinger Sicht viel Pech dabei: Aussenverteidiger Christian Suter lenkte eine scharfe Rechtsflanke mit dem Kopf unhaltbar in die eigenen Maschen.

In der Schlussphase, in der es auf dem trotz leichten Regenfalls gut bespielbaren Terrain ziemlich hektisch zu und her ging, vereitelte SCD-Goalie Adrian Schneuwly dann noch die eine oder andere hundertprozentige Torchance des verdienten Siegers.

Nach der Partie konnte sich dann auch Michel Tchouga, der langjährige Kriensspieler, der immer noch hier wohnt, von seinen ehemaligen Copains verabschieden. Möglich, dass der Routinier Ende Saison in die Innerschweiz zurückkehren wird, zumindest wird er mit Emmenbrücke in Verbindung gebracht.

«Nicht alles schlecht»

Für SCD-Trainer Martin Lengen war trotz der neuerlichen Niederlage längst nicht alles schlecht, was er zuvor in den 90 Minuten von seiner Mannschaft gesehen hatte. Selbst nach den vielen Tiefschlägen habe man sich immer wieder erholt und versucht, den Match noch zu kehren. Jetzt gelte es, das Hauptaugenmerk möglichst schnell auf das kommende Meisterschaftsspiel am Mittwoch gegen Schlusslicht Monthey zu richten, dort muss dann der erste Dreier unbedingt her.

Sein Antipode Marinko Jurendic sprach von einem zu Beginn erwartet starken Gegner, den man im Laufe des Spiels immer besser in den Griff bekommen habe. Dass der Sieg seiner jungen und talentierten Truppe am Ende verdient gewesen sei, habe wohl jeder rund ums Terrain gesehen. Damit hatte der neue Chef an der Linie des Traditionsklubs sicher nicht unrecht; Kriens war seinem Gegner vorab in der Chancenauswertung an diesem nasskalten Samstagabend klar überlegen.

 

 Kriens – Düdingen 3:1 (1:0)

Kleinfeld.–250 Zuschauer.–SR: D. Stocker.Tore:34. Hasanaj 1:0. 55. Wiget 2:0. 64. Mvondo 2:1. 75. Suter (Eigentor) 3:1.

SC Kriens:Richard; Kablan, Hasanaj, Fanger, Walker; Selmani (Costa), Wiget, Stojanov, Rapelli (66. Bem); Guto (79. Gjidoda), Sorgic.

SC Düdingen:A. Schneuwly; Ch. Schneuwly, Cassarà, Corovic, Suter; Buntschu (76. Ural), Piller, Brügger, Hartmann (46. Mvondo); Tschouga (81. Scheuber), Koné.

Bemerkungen:Kriens ohne Fischer, Pekas, Unternährer; Düdingen ohne Baeriswyl, Gloor, Mora, Sahili, Weber (alle verletzt). Lattenschuss: Guto (46.). Gelb-Rot: Cassarà (70. grobes Spiel).

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