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Düdinger begeisterten in der zweiten Halbzeit

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Düdinger begeisterten in der zweiten Halbzeit

Ehrenvolle Niederlage im Cup gegen Super-League-Club Thun

Auch wenn es schliesslich nicht ganz zur Überraschung gereicht hat: Die Spieler des SC Düdingen wussten gestern Nachmittag auf dem Birchhölzli vor über 5300 Fans zu gefallen. Nachdem sie den Respekt vor dem übermächtig scheinenden Gegner abgelegt hatten, trumpften sie in der zweiten Halbzeit gross auf.

Von MARKUS RUDAZ

Leider wurden die Düdinger Angriffsbemühungen nicht mit einem Tor belohnt. Die 5300 Zuschauer – Rekord im Birchhölzli – hätten es gewiss verdient. Der FC Thun nahm das Spielgeschehen von Beginn weg in die Hand. Die Düdinger waren in der ersten Halbzeit vorab mit Abwehraufgaben beschäftigt. Diese erledigten sie jedoch ruhig und abgeklärt und konnten sich auf den aufmerksamen Hüter Vogelsang verlassen. Es dauerte so über eine halbe Stunde, bis die Thuner eine Lücke fanden und mit Sen, der für einmal ungedeckt geblieben war, in Führung gingen.

Düdingen setzte Thun unter Druck

Das Bild änderte sich jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Da kam plötzlich im Birchhölzli Stimmung auf, die Einheimischen wurden endlich auch lautstark unterstützt und gute Aktionen beklatscht. Zuerst entwischte Moser nach einem guten Pass Brüggers, doch verstolperte er sich, als die Schussabgabe fällig war. Dann hätte Milicevic das Leder um ein Haar ins eigene Tor abgelenkt. Und nur Sekunden später setzte Favre den Ball an den Pfosten und Vogelsangs Nachschuss ging nur ins Aussennetz. Und in diesem Rhythmus ging es weiter: Düdingens Spieler wuchsen über sich hinaus, liessen die Thuner immer wieder mit gekonnten Ballstafetten aussteigen und entzückten die Sensler Fans. Zweimal flogen dabei Bälle von Brügger nur wenig am Thuner Gehäuse vorbei.

In der 58. Minute kam Daniel Spicher irgendwie unbehelligt vor dem Tor zum Ball, konnte diesen aber nicht kontrollieren. Danach bekamen die Oberklassigen das Spiel wieder besser in den Griff und hatten ihrerseits durch Sen einen Pfostenschuss zu beklagen (59.).

Damit blieb es beim knappen Ergebnis, auf das die Düdinger sicherlich stolz sein dürfen – und das Volksfest auf dem Birchhölzli konnte weitergehen. Zufriedene Gesichter gabs auf beiden Seiten.
Düdingen – Thun 0:1 (0:1)

Birchhölzli. 5300 Zuschauer. SR: Markus Nobs. Tor: 33. Sen 0:1.
SC Düdingen: M. Vogelsang; Bartels; Kaltenrieder (76. Simic), Gerhardt, Henchoz (80. Schumacher); D. Spicher, Brügger, Giroud (36. Favre), Fasel, D. Vogelsang; Moser.
FC Thun: Jakupovic; Orman (72. Bernardi), Hodzic, Milicevic, Gonçalves; Ferreira, Deumi, Aegerter, Adriano (87. Duruz); Sen, Lustrinelli (87. Gelson).
Bemerkungen: Düdingen ohne die Verletzten Wohlhauser, Schneuwly, Stulz und Rrudhani. – Thun ohne Portmann, Sinani, Gerber und Savic (alle verletzt). – Pfostenschüsse Favre (48.) und Sen (59.). – Verwarnung an Duruz (91.).
«Toll, vor so einer Kulisse zu spielen»

Düdingens Trainer Waeber zum Cup-Spiel gegen Thun

Jean-Claude Waeber (Trainer Düdingen: « Ich bin stolz auf meine Spieler. Wir haben absolut gezeigt, dass wir auch Fussball spielen können. Ich hatte versucht, die Spieler zu beruhigen, aber natürlich war das nicht ganz möglich. Auch wenn uns schliesslich auch das Quäntchen Glück gefehlt hat, um allenfalls nach der Pause den Ausgleich zu schaffen, so haben sich die Spieler doch in einem sehr positiven Licht präsentieren können. Dieses Spiel war der verdiente Lohn für das Team und den ganzen Klub, und es ist natürlich toll, vor so einer Kulisse zu spielen. Aber jetzt gilt es, dieses Ereignis sofort abzuhaken und sich wieder voll auf die Meisterschaft zu konzentrieren.» mr

Fabian Brügger (SC Düdingen): «Wir waren natürlich schon ziemlich nervös vor dieser Partie. Wir erwarteten, dass Thun uns sofort zu überrollen versuchen würde. Aber wir standen hinten wirklich gut und liessen auch auf den Seiten nur wenig Raum. In der zweiten Halbzeit lief es uns dann plötzlich einfach rund. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten wir da sogar den Ausgleich schaffen können. Jeder gab wirklich alles. Eine Verlängerung hätten wir wohl kaum geschafft. Aber es wird für uns alle eine tolle Erinnerung bleiben und wir werden die Ambiance hier nie mehr vergessen!» mr

Urs Schönenberger (Trainer Thun): «Nach dem Spiel am Mittwoch im Londoner Highbury hierher nach Düdingen zu kommen, ist schon ein Unterschied. Aber für uns war es wichtig, im Schweizer Cup weiterzukommen. Für die Spieler war es eher mental, weniger physische schwierig, sich auf heute einzustellen. Denn ein Profi soll sich innert vier Tagen erholen können.» bi

Mauro Lustrinelli (Thun): «Mich freut ein solches Spiel wie heute hier. Es hat viele Leute, das ist die Zukunft des Schweizer Fussballs. Nach dem Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Arsenal mussten wir uns nicht speziell für heute motivieren, das gehört dazu. Wir wollten heute siegen.» bi

Adrian Moser (Düdingen), der vor kurzem noch bei Thun war: «Ich bin stolz auf unsere Leistung, auch wenn wir verloren haben. Ich selber war speziell motiviert. Als 14-Jähriger kam ich zu Thun, seit ich sechzehn war, spielte ich immer in der ersten Mannschaft. Ich wollte heute beweisen, dass Thun einen Fehler gemacht hat, mich abzuschieben.» bi

René Stritt (Coach Düdingen): «Es ist unglaublich, welchen Einsatz unsere Spieler gezeigt und sich schier zerrissen haben. Die Spieler haben die Chance genutzt, sich von der besten Seite zu zeigen. Im Vorfeld ging es darum, den Spielern die Nervosität zu nehmen. Ich musste den Lockeren spielen, wenn ich selber auch etwas nervös wurde.» bi

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