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Düdingen erhält ab Dezember ein Busangebot, das so dicht ist wie das im städtischen Gebiet

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Düdingen verbessert das lokale Busangebot massiv. Ab Dezember erschliessen zwei Ortsbusse die meisten grossen Wohnquartiere, Einkaufsläden und Sportanlagen und den Bahnhof, in Spitzenzeiten im Viertelstundentakt. 

Seit 2019 gibt es in Düdingen einen Ortsbus. Der fährt heute im einen Rundkurs und bedient Quartiere wie Briegli, Zelg und Leimacker. Wie gut diese Linie ausgelastet ist, lässt sich schwer sagen, weil nach der kostenlosen gut genutzten Einführungsphase schon bald die Covid-Pandemie kam und alle Verkehrsstatistiken verfälschte.

Wie in der Stadt

Doch nun startet die Agglomeration Freiburg eine neue Offensive, um den Düdingerinnen und Düdingern die Benützung des öffentlichen Verkehrs schmackhaft zu machen. «Die zweite Phase ist nicht mit der ersten vergleichbar», sagte Eliane Dévaud vom Vorstand des Agglomerationsverbandes an der Medienkonferenz vom Mittwochmorgen. «Es ist ein richtiges Upgrade, denn Düdingen erhält einen Ortsbus, der mit dem ÖV-Angebot im städtischen Gebiet vergleichbar ist.» Das bestätigt auch Urs Hauswirth, Ammann von Düdingen: 

Es ist nicht nur ein Ausbau des Ortsbusangebots, es ist ein völlig neues System.

Die Nachteile der ersten Phase – nur jede Stunde ein Bus, eine lange Schlaufe und Wartezeiten am Bahnhof – sind beim neuen Ortsbusangebot aus der Welt geschafft.

Viertelstundentakt zu Spitzenzeiten

Konkret heisst das, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 zwei Linien in Düdingen verkehren werden. Die neu geschaffene Linie 12 fährt von 5.30 Uhr morgens bis 20.30 Uhr auf der Strecke Warpel, Tennishalle, Haslerastrasse, Brugerastrasse, Bahnhof, Kirchstrasse, Am Bach, Blumenrain, Zelg und Gantrischweg (Briegli-Quartier).

Das heisst, dass somit Wohnzonen mit rund 5300 Einwohnerinnen und Einwohnern erschlossen werden. In Spitzenzeiten, das heisst von 5.30 bis 8.30 Uhr, von 11 bis 13.30 Uhr und von 15.30 bis 20.30 Uhr, geschieht dies im Viertelstundentakt. Ausserhalb dieser Spitzenzeiten und am Wochenende gilt der 30-Minuten-Takt.

Die zweite Verbindung, die Linie 13, bedient im wesentlichen die Sportanlagen im Leimacker sowie Quartiere mit weiteren 800 Einwohnern im 60-Minuten-Takt.

Grosse Wohngebiete werden mit den neuen Ortsbuslinien bedient.
zvg

In alle Richtungen

Alle Fahrpläne sind so angelegt, dass die Benutzer am Bahnhof direkte Anschlüsse nach Freiburg und gute nach Bern haben. Heute fahren ab Düdingen drei Züge pro Stunde in jede Richtung. Ab 2022 werden es vier Züge nach Freiburg und drei nach Bern sein.

Die Haltestellen wurden zudem so gewählt, dass an vielen Stellen ein Umsteigen in andere Regionalbusse, die etwa ins Oberland oder in Richtung Seebezirk und Laupen fahren, möglich ist.

Auch für ortsinterne Fahrten

In der ersten Phase des Ortsbusprojekts Düdingen sind vor allem die Pendler als mögliche Kunden ins Auge gefasst worden. Für die zweite Phase ist der potenzielle Kundenkreis nun erweitert worden. «Wir haben uns überlegt, wer alles einen Nutzen von einem Ortsbus haben könnte, und die Linie entsprechend festgelegt», erklärte Eliane Dévaud.

So können viele Düdingerinnen und Düdinger künftig mit dem Bus einkaufen, zur Kirche, zu einem Hockeymatch oder zum Abfallentsorgen fahren. «Auf diese Weise hat der Ortsbus neben seiner Hauptfunktion des Anschlusses an den Bahnhof auch einen gesteigerten Nutzen für ortsinterne Fahrten», sagte Michael Reitze, Bereichsleiter Tiefbau, Umwelt und Projekte in der Gemeinde Düdingen. Auch sei die soziale Komponente nicht zu unterschätzen: 

Das Busnetz trägt dazu bei, dass ältere Leute mobil bleiben und länger zu Hause bleiben können.


Die Agglomeration Freiburg hat die Testphase auf vier Jahre festgelegt. «Diese Zeit braucht es, um das neue Angebot zu etablieren», sagte Eliane Dévaud. Sie sei zuversichtlich, dass die Buslinien genutzt werden. Sie betonte: 

In anderen städtischen Gebieten hat es auch sehr gut funktioniert.

Klar ist, dass mit der Zeit ein Deckungsgrad von 20 Prozent erreicht werden muss. Gelingt die nötige Auslastung, wird das Angebot definitiv eingeführt. Dann gilt es auch, die in dieser Testphase provisorisch eingerichteten Haltestellen und Wartebereiche fix einzurichten. Wie Michael Reitze erklärte, wird die Gemeinde die Planung bereits während der Probezeit  an die Hand nehmen. Auch bei dieser Investition kann Düdingen von Subventionen profitieren. Im Aggloprogramm 2024 bis 2028 sind nämlich fast zehn Millionen Franken vorgesehen, um neue Haltestellen und Unterstände zu realisieren. Die Gemeinde müsste diese Projekte vorfinanzieren, bis das Geld von Bund und Kanton da wäre.

Die Grafik zeigt, um wie viel dichter das Angebot an öffentlichem Verkehr in Düdingen wird. Das hat Auswirkungen auf die Raumplanung.
zvg

Mehr als nur Verkehr

Das neue Busangebot verbessert nicht nur die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs, sondern hat auch einen wichtigen raumplanerischen Effekt. Denn das neue Raumplanungsgesetz schreibt vor, dass Siedlungsgebietserweiterungen und Verdichtung sind nur innerhalb der gut erschlossenen Gebiete möglich ist. Für Düdingen reicht das heutige Busangebot nicht. «Durch die Erweiterung des Busnetzes wird der Perimeter für nachverdichtetes Bauen in Düdingen wesentlich vergrössert», erklärte Michael Reitze.

Noch ein paar Baustellen offen

Er hoffe, dass das neue Angebot genutzt werde, sagte der Düdinger Syndic Urs Hauswirth an der Medienorientierung. Es trage dazu bei, dass Düdingen als Knotenpunkt gestärkt werde. Noch zu verbessern sei das Busangebot in Richtung Sense-Oberland und gegen den Seebezirk. «Ein Thema, das den Gemeinderat auch in Zukunft beschäftigen wird, ist die Neugestaltung des Bahnhofplatzes.» Hier spielten mehrere Elemente eine Rolle, etwa das Konzept Valtraloc (Aufwertung der Ortsdurchfahrt), aber auch die bessere Anbindung des Quartiers Düdingen plus durch eine neue SBB-Unterführung und die Idee, mit einer erweiterten Unterführung auch gleich die Kantonsstrasse zu queren. «Es ist ein Gesamtpaket, das wir schnüren müssen.» Er hoffe auch, dass durch ein bessere Busangebot die Zahl der «Privattaxis», also Hol- und Bringfahrten an den Bahnhof, abnehme. «Wir können nicht das ganze Gebiet abdecken», sagte Urs Hauswirth auch. Ein Teil der Mobilität werde weiterhin mit dem Auto geplant werden dürfen und müssen. 

Sein Gemeinderatskollege Niklaus Mäder ergänzte, dass Düdingen sehnlichst auf die Resultate der integralen Verkehrsstudie für den unteren Sensebezirk warte. Diese Studie hat der Kanton in Auftrag gegeben. «Die Resultate haben Auswirkungen auf den ganzen Bezirk und den regionalen Richtplan. Bis sie vorliegen, sind wir blockiert.»

Betrieb

Ortsbus-Ausbau kostet 1,33 Millionen Franken

Der Ausbau des ÖV-Netzes in Düdingen kostet 1,33 Millionen Franken pro Jahr. 347‘000 Franken sollen über Einnahmen durch Billettverkäufe gedeckt werden. Vom Rest von 987‘000 Franken übernimmt der Kanton 567‘500 Franken (57 Prozent) und der Agglomerationsverband 419‘500 Franken. Die Kurse wurden ausgeschrieben, die TPF, die schon den ersten Ortsbus betreiben, erhielten den Zuschlag. 

Die TPF schaffen für die Umsetzung des Projekts in Düdingen vier neue Busse an. Auf der Linie 12 sind es Busse mit einer Kapazität für 80 Personen (22 Sitzplätze). Auf der Linie 13 bleibt es der heutige Regionalbus 124 mit einer Kapazität für 79 Personen, davon 42 Sitzplätze. Wie Jérémy Bochud, Abteilung Planung und Agglo-Verbindungen bei den TPF, ausführte, hat der Tarifverbund Frimobil extra für das Düdinger Projekt die Zonen so angepasst, dass der ganze Ortsbus mit nur einem Billett oder Abonnement benutzt werden kann.

Gratis-Abo für Schüler

Als Zückerchen, um junge Passagiere zum Umsteigen zu bringen, schenken die TPF allen 400 Primarschulkindern von Düdingen für ein Jahr ein Gratis-Abonnement für den Ortsbus. Die OS-Jugendlichen haben dank der Initiative des Sensler Verbandes der Orientierungsschulen bereits ein von den Gemeinden finanziertes Regional-Abonnement zur Verfügung. im

Kommentar (1)

  • 01.07.2021-JS

    Zone 30 wird bei uns endlich eingeführt, dafür fährt jetzt der Bus alle 15 Min. Versteh ich nicht.

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