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Ein Freiburger Quartett im Cup-Final

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«Eigentlich ist es völlig sekundär, dass vier Freiburgerinnen im Team stehen. Mit Jana, Steffi und mir kommen jedoch gleich drei aus dem Sensebezirk und sprechen deshalb den gleichen Dialekt. Da ist es natürlich klar, dass wir zusammenhalten, wenn mal ein Spruch kommt», schmunzelt Carola Fasel. Aus dem Freiburger Quartett mit Ersatztorhüterin Tania Chassot (22) und den beiden Offensiv-Spielerinnen Stephanie Waeber (18) sowie Jana Neuhaus (19) ist die 21-jährige Innenverteidigerin und Schweizer Nationalspielerin die in ihrer Entwicklung am weitesten fortgeschrittene Freiburger YB-Spielerin – und das trotz einem Kreuzbandriss, den sie sich im November 2017 zugezogen hatte.

Fasels kontinuierlicher Aufstieg

«Das war eine sehr schwierige Zeit», blickt Fasel zurück. «Aber ich habe dabei gelernt, aus jeder Situation das Positive herauszuziehen.» Insbesondere im mentalen Bereich habe sie während der Zwangspause grosse Fortschritte erzielen können. «Ich habe anschliessend versucht, das Gelernte ins Training einzubauen. Und was das Fussballerische anbelangt, das kommt auf dem Platz ziemlich schnell wieder zurück.» So eroberte sich Fasel, die im Alter von sechs Jahren beim FC Wünnewil mit dem Fussballspielen begonnen hatte und seit der U14-Stufe im BSC Young Boys spielt, sogleich wieder einen Stammplatz im NLA-Team, dem sie bereits seit fünf Saisons angehört.

Keine Frage, der Aufstieg der jungen Freiburgerin verläuft trotz dem Kreuzbandriss kontinuierlich. Wenig überraschend zog sie deshalb schon früh das Interesse der Schweizer Selektionäre auf sich. «Von der U16 bis zur U19 war ich immer dabei. Kurz vor dem Kreuzbandriss habe ich mein erstes Aufgebot für das A-Nationalteam erhalten. Ein zweites Aufgebot musste ich dann aufgrund der Blessur absagen.» Umso glücklicher war sie, als sie Ende Februar zusammen mit der langjährigen Freiburger Nationaltorhüterin Gaëlle Thalmann (Verona) für den Algarve Cup in Portugal aufgeboten wurde. Im Platzierungsspiel gegen Spanien (0:2) war es dann so weit: Die Verteidigern wurde nach der Pause eingewechselt und kam so zu ihrem Länderspieldebüt. «Das hat mich unglaublich gefreut. Ich sah, dass sich die vielen Stunden im Kraftraum und die vielen Läufe nach dem Kreuzbandriss gelohnt hatten – ein tolles Gefühl.»

Torschützin im Halbfinal

Vom Schweizer Nationaltrainer Nils Nielsen, der auf Martina Voss-Tecklenburg gefolgt war, erhielt Fasel, die in Bern Sportwissenschaften und BWL studiert, ein positives Feedback. «Er hat mir gesagt, dass ich bei den Young Boys dranbleiben solle, und gab mir mit auf den Weg, an einigen Punkten zu arbeiten.» Während das Stellungsspiel und die Angriffsauslösung zu den Stärken der Freiburgerin gehören, hat sie im Verteidigen eins gegen eins noch Steigerungspotenzial. «Und ich muss das Kopfballspiel noch mehr zu einer Stärke machen. Für eine Innenverteidigerin kann es eine offensive Waffe sein.» Dass Fasel durchaus bereits mit dem Kopf treffen kann, hat sie im Cup-Halbfinal gegen die Grasshoppers bewiesen, als sie das erste Tor für die Bernerinnen zum 2:1-Sieg und damit dem Finaleinzug erzielte. «Tore zu schiessen, ist zwar nicht meine Hauptaufgabe, aber ich versuche natürlich bei Standardsituationen meine Qualitäten einzubringen.»

YBs fehlende Konstanz

Im Cupfinal von heute Samstag in Biel (16 Uhr) sind die YB-Frauen indes klare Aussenseiterinnen gegen den Liga-Dominator FC Zürich. «Aber der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. In einem Final ist alles möglich. Wir sind ein junges, hungriges Team, das als Einheit auftreten und bis zum Ende kämpfen wird», sagt Fasel entschlossen, auch wenn Zürich viele spielstarke Spielerinnen in seinen Reihen habe – auch solche mit Auslandserfahrung. Entscheidend für die Bernerinnen wird sein, dass sie im Spiel gegen den favorisierten FCZ keine grossen Zwischentiefs verzeichnen. «Denn unser Problem ist die fehlende Konstanz», erklärt Fasel mit Blick auf den enttäuschenden 7. Rang im NLA-Championat. «Wir haben gute Phasen im Spiel und sind überlegen, schaffen es aber nicht, das über die 90 Minuten durchzuziehen.» Immer wieder würden sie unnötige Fehler in der Defensive begehen. «Und offensiv sind wir zu wenig kaltblütig. Dafür bezahlen wir Lehrgeld. Unsere Klassierung entspricht nicht unserem Leistungsniveau.»

Ein Überraschungscoup heute im Cupfinal gegen den FCZ würde YB für die mediokre Meisterschaft mehr als nur entschädigen. Schon jetzt ist sicher, dass Fasel, die kürzlich das C-Trainerdiplom gemacht hat und eine regionale U13-Auswahl trainiert – «die täglichen Fortschritte der Kleinen zu sehen, macht unglaublich viel Freude» –, auch in der kommenden Saison das Trikot der Bernerinnen tragen wird. Einmal den Bachelor in der Tasche, würde sie nur allzu gerne den Traum der Profi-Fussballerin leben. «Der Frauen-Fussball entwickelt sich in allen Ländern weiter. Vor allem in Spanien und England investieren die grossen Clubs in ihre Frauen-Teams.»

«Wir sind ein junges, hungriges Team, das als Einheit auftreten und bis zum Ende kämpfen wird.»

Carola Fasel

YB-Spielerin

«Ich muss das Kopfballspiel noch mehr zu einer Stärke machen.»

Carola Fasel

YB-Spielerin

 

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