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Ein Haus für ältere Suchtabhängige?

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Autor: Arthur Zurkinden

Den Grossräten Christine Bulliard (CVP, Überstorf) und Daniel de Roche (EVP, Guschelmuth) ist es ein Anliegen, dass den älter werdenden Suchtkranken besser geholfen wird. Sie denken dabei an ein Heim für solche Menschen, die dort auch gut betreut werden. Sie wissen auch, dass die Stiftung «Abri» ein solches Projekt in der Schublade hat. Dort ruht es auch, weil der Staatsrat noch kein grünes Licht für die Realisierung gegeben hat. «Der Staatsrat verweist seit vier Jahren auf eine Studie, geschehen ist aber noch nichts», hält Christine Bulliard gegenüber den FN fest.

Eine Gesetzesänderung mit Signalwirkung

Die beiden Grossräte sind überzeugt, dass ein solches Haus einem grossen Bedürfnis entspricht. Sie sprechen dabei von einem innovativen Sozialprojekt, das palliative Pflege vorsieht. Sie haben deshalb eine Motion eingereicht, mit welcher sie eine Revision des Gesundheitsgesetzes verlangen. Ebenso möchten sie, dass der Staatsrat insbesondere auch Projekte für die Betreuung abhängiger Personen unterstützt, wenn sich ihr Zustand zu einer chronischen Abhängigkeit entwickelt, dies in medizinischer als auch in sozialer Hinsicht. «Ja, eine solche Ergänzung des Gesetzes hätte eine Signalwirkung», sagt Bulliard.

Staatsrat teilt Meinung

In seiner Antwort bestätigt der Staatsrat, dass es Suchtabhängige gibt, bei denen die Therapieziele nicht erreicht werden können. Seiner Ansicht nach betrifft es vor allem Personen, die mit dem HI- und dem Hepatitis-Virus infiziert sind. «Solche Personen bedürfen einer langfristigen Substitution und Behandlung, in bestimmten Fällen bis zu ihrem Lebensende», hält der Staatsrat fest und teilt die Meinung, wonach deren Betreuung verbessert werden müsse.

Ein kantonales Dispositiv

Der Staatsrat erinnert aber daran, dass er im Jahre 2008 das Projekt «Koordination der Betreuung drogen- und alkoholabhängiger Personen» ins Leben gerufen hat. Ziel sei es, ein kantonales Dispositiv für die Betreuung abhängiger Personen einzusetzen. Im Vordergrund steht dabei ein Qualitätsangebot, das den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird, das eine interdisziplinäre Zusammenarbeit beinhaltet und das eine auf die abhängige Peson zentrierte Behandlungskette anbietet. Eine Projektgruppe sei daran, Massnahmen zu erarbeiten. Das Projekt soll Ende 2011 fertig sein.

Nach Ansicht des Staatsrates besteht aber keine Gesetzeslücke. «In diesem Bereich muss die Verbesserung der Betreuung über konkrete Projekte laufen», betont er und empfiehlt deshalb dem Grossen Rat, die Motion abzulehnen. Die Ergänzung des Gesundheitsgesetzes im Sinne der beiden Grossräte würde gemäss Staatsrat der chronischen Suchtmittelabhängigkeit ein zu grosses Gewicht geben.

Kein Rückzieher

«Nein, wir ziehen unsere Motion nicht zurück», sagt Bulliard in Absprache mit Daniel de Roche. Sie werden aber das Gespräch mit dem Staatsrat suchen. Die Motion wird in einer der nächsten Sessionen im Grossen Rat behandelt.

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