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«Ein Jubiläum verbindet»

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«Wir haben einen Altersdurchschnitt von 30 Jahren, und in den letzten Jahren sind immer mehr junge Leute zu uns gestossen», sagt Florian Spicher voller Stolz über sein Musikkorps. Die Union Instrumentale Freiburg habe mit Olivier Neuhaus einen jungen Trompeter als Dirigenten, und auch die Vizepräsidentin sei weniger als 30 Jahre alt. Doch wie kommt es, dass die Union Instrumentale keine Nachwuchssorgen hat? «Ich glaube, dass dies mit der guten Stimmung zu tun hat», so Spicher. Zudem sind die Anforderungen bei der Concordia, der Landwehr oder der Gérinia höher, rangieren diese doch in der Höchststufe, die Union Instrumentale hingegen in der ersten Klasse. Die Klassifizierung schweizweit besteht aus der Höchst-, der ersten, zweiten, dritten und vierten Klasse.

Der Geometer Florian Spicher ist einer von fünf Deutschsprachigen im rund 55-köpfigen Musikkorps. Aufgewachsen ist Spicher in Ueberstorf, wo er mit zehn Jahren beim Dirigenten der Musikgesellschaft Ueberstorf das Euphoniumspiel lernte. Spicher ist seit über zwanzig Jahren Mitglied der Union Instrumentale und spielt nun die Tuba. «Das war keine grosse Umstellung. Die Blastechnik ist beim Euphonium und bei der Tuba die gleiche», betont er. Rund sechs Jahre nahm er Instrumentalunterricht bei Guy Michel am Konservatorium Freiburg.

Ein Ausgleich zur Arbeit

Zur Union Instrumentale ist Florian Spicher zufällig gestossen. Via Plakat hat das Musikkorps am Konservatorium neue Mitglieder gesucht. «Ein französischsprachiges Musikkorps kam mir damals gerade recht», sagt Spicher. Ihm sei es wohl bei den Welschen. Schon früh habe er erkannt, wie wichtig die Partnersprache sei, und daher habe er nach der Matura auch in Lausanne studiert. Seit neun Jahren arbeitet der 39-Jährige in Neuenburg, wohnt in Ins und fährt jede Woche zur Probe nach Freiburg.

Mittlerweile spielt Spicher seit 27 Jahren in einem Blasorchester. Was hält ihn so lange bei der Stange? «Ich kann dort abschalten und mich entspannen.» Musik sei der beste Ausgleich zur Arbeit. Ob denn Zeit bleibt zum Üben? «Wenn einem etwas wichtig ist, findet man auch immer die Zeit.» Spicher übt zwei bis drei Mal in der Woche rund 40 Minuten.

Langjährige Freundschaften

Aber es geht noch um mehr als um die Musik. «Im Orchester habe ich Freundschaften geschlossen, die mittlerweile schon viele Jahren halten.» Freundschaften, die auch über die gemeinsamen Proben hinausreichen? «Im Winter sind wir oft zusammen auf der Skipiste und im Sommer beim Bräteln», sagt er. Doch der Geometer engagiert sich nicht nur im Blasorchester, sondern macht auch im Trachtenverein Ueberstorf mit, wo er seit 2009 Präsident ist.

Motivation, um dran zu bleiben, seien die regelmässigen Konzerte zwei Mal pro Jahr wie auch die Teilnahme am eidgenössischen Musikfest, das der Schweizerische Blasmusikverband alle fünf Jahre in einer anderen Schweizer Stadt organisiert. 2016 war das in Montreux. Das Freiburger Musikkorps La Concordia erreichte damals den zweiten Rang. Spicher: «Teil von über 500 Musikgesellschaften und 25 000 Musizierenden zu sein, ist faszinierend.» Das nächste Eidgenössische Musikfest wird 2021 in Luzern stattfinden. Markante Ereignisse waren auch das kantonale Musikfest 2015 in Wünnewil-Flamatt und die Reise nach Rom im Jahr 2000, wo die Union Instrumentale anlässlich der Vereidigung der Schweizergardisten spielte. Andere Reisen führten das Korps nach Brasilien, Kanada und in die USA: «Reisen, gemeinsame Erlebnisse und Jubiläen verbinden», so Spicher.

Jubiläum

Ein Volksfest auf dem Rathausplatz

Morgen Samstag feiert die Union Instrumentale ihr 125-jähriges Bestehen mit einem offiziellen Tag in Freiburg: Um 15 Uhr führt ein Umzug vom Theater Equilibre bis zum Rathausplatz. Dort findet eine offizielle Zeremonie mit einem Apéro für die Bevölkerung statt. Ein zweites Mal feiert das Musikkorps im November mit zwei Konzerten im Equilibre, zusammen mit 200 Chorsängerinnen und -sängern. Aufgeführt wird dann unter anderem ein Werk in Bolz, Patois, Französisch und Senslerdeutsch, das die Union beim Freiburger Komponisten Etienne Crausaz in Auftrag gegeben hat.

Die Union Instrumentale wurde 1892 mit rund 40 Mitgliedern gegründet. 1926 zählte das Korps nur noch neun Mitglieder und stand vor dem Aus. Doch mit der Unterstützung der Freiburger Musikerpersönlichkeiten Joseph Bovet (1879–1951) und Georges Aeby (1902–1953) erreichte es Stabilität. Aebys Sohn Jacques, Trompeter und Lehrer am Konservatorium, dirigierte die Union von 1985 bis 1997. Mit nur 33 Jahren war er einer der jüngsten Dirigenten. Aktueller Dirigent ist der Trompeter Olivier Neuhaus, der die Leitung 2008 von Philippe Savoy übernommen hat. Als Präsident amtiert seit 2012 Edgar Schorderet.

il

Der Anlass von morgen Samstag findet nur bei gutem Wetter statt. Im Zweifelsfall informiert die Union auf ihrer Internet-Seite: www.uif125.ch.

Jugendmusik

Nachwuchstalente gesucht

Die Union Instrumentale sucht Buben und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren, die in der Jugendmusik «Les Traits d’Union» ein Instrument lernen oder sonst mitmachen möchten. Das Blasorchester leiht das Instrument aus, und Musikstudierende unterrichten die Kinder. Zu einem späteren Zeitpunkt empfiehlt das Korps den Besuch des Konservatoriums in Freiburg oder von Konsi-Kursen in den Gemeinden. Das Musikkorps beteiligt sich an den Kurskosten. Nachdem sie sich das erste Wissen angeeignet haben, spielen die Jugendlichen zusammen in der Jugendmusik.

il

Infos: www.uif.ch

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