Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ein leichtes Spiel vor leeren Rängen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein leichtes Spiel vor leeren Rängen

Achtelfinal im Schweizer Basketball-Cup – Olympic bezwingt Zürich klar

Ganze 150 Zuschauer (!) wohnten gestern in der Heilig-Kreuz-Halle der Cup-Partie zwischen Freiburg Olympic und den Zürich Wildcats bei. Wer zuhause blieb, verpasste aber nichts – der NLA-Leader hatte gegen das noch sieglose Schlusslicht (zu) leichtes Spiel und zieht in den Viertelfinal ein.

Von FRANK STETTLER

Herr Schaudt, einer der beiden Schiedsrichter, lieferte den Spruch des Tages bereits vor dem Anpfiff. «Heute stellen wir die Zuschauer den Spielern vor und nicht umgekehrt», meinte dieser scherzend zu einem Offiziellen am Zeitnehmertisch. In der Tat lief Olympic in einem Punkte-Spiel wohl noch nie vor einer so mageren Zuschauerkulisse wie gestern auf. Die Gründe sind vielseitig. Zum einen zieht der Mittwoch als Spieltag bei den Fans seit jeher nicht. Zum anderen war Zürich in diesem Cup-Achtelfinal ein denkbar unattraktiver Gegner. Und zu allem Überfluss treffen die beiden Equipen am kommenden Samstag an gleicher Stelle in der Meisterschaft erneut aufeinander.

Nun, wer von den 150 Unentwegten auf einen halbwegs spannenden Match gehofft hatte, geht wohl glatt als Daueroptimist durch. Zu klar waren die Rollen verteilt. Und zu allem Überfluss traten die Wildcats ohne die beiden Teamstützen Hodel und Dukic an. Der Erstgenannte ist verletzt (dürfte am Samstag aber wieder mittun), der zweite gehört nicht mehr zum Kader. «Unser Team war Dukic zu schwach», erklärt Zürich-Trainer Riet Lareida. Mit dieser Meinung steht Dukic offenbar nicht alleine da. Lareida: «Osmanbasic äusserte sich nach dem Spiel in die gleiche Richtung. Deshalb verzichte ich in Zukunft auch auf ihn», meinte Lareida trocken.

Nur eine Hälfte lang konzentriert

Nicht nur die praktisch leere Halle liess die Partie zu einem besseren Trainingsspiel verkommen. Nach vier Minuten hiess es 7:7, doch dann zog Olympic innert Kürze auf 25:9 davon (8.). Der Mist war schon zu diesem Zeitpunkt gefahren. Erwähnenswert im ersten Viertel war der Dreier in letzter Sekunde von Olympics Nattiel – von der gegnerischen Freiwurflinie aus notabene.

Bis zur Pause spielten die Hausherren halbwegs konzentriert und konnten so mit einer 57:27-Führung in die Kabinen gehen. Es kam aber, was kommen musste: Olympic liess nach dem Tee nach. Die jungen Wildcats aus Zürich – angeführt vom Ex-Freiburger Curtis Merz – waren zwar körperlich und technisch unterlegen, doch sie gaben trotz insgesamt 35 Ballverlusten nie auf und zeigten mehr Herz als die Freiburger.

So ging das letzte Viertel mit 24:16 gar an die Deutschschweizer. Die Saanestädter waren im Abschluss schwach und bis auf einige wenige Ausnahmen liess auch die Einstellung zu wünschen übrig. Am kommenden Samstag mag dies noch einmal gut gehen. Doch in einer Woche spielt Olympic im Halbfinal des Liga-Cups in Lugano. Dort wird eine ganz andere Leistung gefordert sein.
«So was kann uns
Siege kosten»

Olympics stets fordernder Trainer Patrick Koller war trotz des Erfolges erwartungsgemäss unzufrieden – viel zu unkonstant spielte seine Equipe: «Mir wurde einmal mehr bestätigt, dass man im Kopf bereit sein muss, um gut zu spielen. Einige dachten wohl, sie seien zu stark für Zürich. Ich möchte diesbezüglich ein grosses Lob an meinen Kollegen Lareida richten. Er leistet mit dieser jungen Mannschaft gute Arbeit und scheut sich auch nicht davor, auf wichtige Spieler zu verzichten, wenn die Einstellung nicht stimmt.»

Unzufrieden war auch Dave Fergerson: «Und ich hoffe, meinen neun Teamkollegen geht es gleich. Wir müssen schleunigst unsere Mentalität ändern. So was wie heute kann uns Siege oder gar den Titel kosten.»

Nicht überraschend war der Spielverlauf für den ehemaligen Olympic-Haudegen Curtis Merz: «Ich habe erwartet, dass die Freiburger auf unser junges Team viel Druck ausüben werden. Olympic ist uns in allen Belangen überlegen. Ich hoffe aber, dass wir am Samstag ans letzte Viertel anknüpfen können und so den hoffentlich zahlreicheren Zuschauern etwas mehr Unterhaltung bieten können.» fs
Olympic – Zürich 92:64 (57:27)

Heilig-Kreuz-Halle; 150 Zuschauer (Saison-Minusrekord); SR: Schaudt/Mundwyler.
Freiburg Olympic: Fergerson (12); Ceresa (22); Nattiel (10); Pfaff (3); Wegmann (7); Rosnowsky (16); Dar Ziv (3); Seydoux (6); Poole (9); Livadic (4).
Zürich Wildcats: Meier; Ibrahimovic (11); Merz (16); Djenadic (5); Huwiler (2); Sanjic (10); Engel (8); Dimic (6); Sanneh (4); Osmanbasic (2).
Bemerkungen: Olympic ohne Kirmaci und Andrey (verletzt); Zürich ohne Hodel und Eghan (verletzt), Dukic nicht mehr im Kader. – Viertelsresultate: 32:15, 25:12, 19:13, 16:24. – Wahl zu den besten Spielern: Ceresa und Ibrahimovic.

Mehr zum Thema