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Einige sind dran am olympischen Feuer – andere sind weg vom Fenster

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Autor: Christian SchMUTz

Zehn Freiburger Athletinnen und Athleten werden von der kantonalen Sportkommission im Hinblick auf Olympia speziell unterstützt. Bereits beim ersten Überblick der FN vor drei Monaten waren die Behinderten-Sportler Urs Kolly und Lukas Hendry vorselektioniert.

Kolly und Hendry: 95%

Wenn sie fit bleiben, sind Kolly und Hendry im September an den Paralympics in Peking dabei. Bei den anderen hat sich einiges geändert – und wer weiss, vielleicht kommen noch neue Kandidaten hinzu. Die Sportkommission hat jedenfalls vorgesorgt und würde allfälligen anderen Olympiateilnehmern aus Freiburg den Unterstützungsbeitrag rückwirkend noch bezahlen. Gerade im Behindertensport gibt es noch einige Kandidatinnen und Kandidaten – wie die Düdinger Handbikerin Ursula Schwaller (neu Velo-Club Kerzers).

Nathalie Brugger: 95%

Schon im Januar holte die 22-jährige Seglerin Nathalie Brugger aus Ependes einen Quotenplatz für die Schweiz. Einzig eine interne Konkurrentin könnte sie noch aus dem Flugzeug nach Peking stossen. Brugger wurde im März an der WM 18., weit vor ihrer internen Konkurrentin. Nächste Woche ist in Frankreich der letzte Qualifikationswettkampf. Dann weiss Brugger, ob sie dabei ist.

Sandra Kolly: 80%

Ihren Quotenplatz bei den Luftpistolen-Schützen bestätigt hat Sandra Kolly. Der Weltcupsieg in Rio de Janeiro hat dies ermöglicht. Aber: «Die Formkurve muss weiter stimmen und ich muss mit allem rechnen», sagt die 33-jährige Giffersnerin. «Ich darf mich nicht auf die Frage versteifen, ob ich dabei bin oder nicht. Ich will einfach weiter gute Resultate schiessen.» Den Hauptbrocken hat Sandra Kolly aber sicher hinter sich.

Annik Marguet: 70%

Rio hat wie Kolly auch Annik Marguet (Matran) Glück gebracht. Mit ihrem 3. Rang hat die 26-jährige Gewehr-Dreistellungsmatch-Schützin die Olympia-Kriterien erfüllt. «Dieses Ergebnis nimmt mir niemand mehr. Aber jetzt muss ich schauen, was die Konkurrentinnen machen», sagt sie.

Eine der Konkurrentinnen ist Irène Beyeler (Schwarzenburg/Tafers). Sie muss ausserdem hoffen, dass ein Schweizer Quotenplatz an die Luftgewehr-Schützinnen geht. Hier hat sie die Kriterien erfüllt. Irène und Simon Beyeler, Beat Müller und Philippe von Känel sind bei den Schützen mögliche Kandidaten für eine Qualifikation und eine rückwirkende Unterstützung vom Kanton.

Maroussia Rusca: 50%

Nur gerade 30 Prozent Qualifikationschancen haben die FN Maroussia Rusca gegeben. Die 33-jährige Mountain-Bikerin aus Morlon präsentiert sich aber zu Beginn der Saison in einer glänzenden Verfassung. Dank des Sieges Anfang Monat am Schweizer Cup in Winterthur rückt Peking in die Nähe. Nun tritt Rusca am 20. April in Houffalize (B) und am 27. April in Offenburg (D) – zu diesem vorentscheidenden Rennen begleitet sie ihr Fanclub aus Bulle – zu Weltcup-Wettkämpfen an. Hier hofft sie die guten Resultate bestätigen und das Ticket für Peking holen zu können.

Marc Niederhäuser: 60%

Noch hat die Saison für den Wünnewiler Sprinter Marc Niederhäuser nicht begonnen. Im Trainingslager in Spanien zeigte er sich aber zuversichtlich. Seine Saison beginnt am 3. Mai in Düdingen, wird gefolgt von einem Staffellager im Tessin und dem ersten Qualifikations-Wettkampf am 31. Mai in Genf. Seine Hauptchance bleibt die 4x100m-Staffel. «Einzel-Qualifikationen sind für alle Sprinter sekundär», sagt der 28-jährige Niederhäuser.

David Papaux: 0%

Weg vom Fenster ist der Judoka David Papaux. Seine Qualifikationsoptionen sind verfallen – zum Schluss hätte er Europameister werden müssen, um bei Olympia dabei zu sein. «Ich bin sehr enttäuscht, ich wollte unbedingt nach Peking», sagt er den FN. Es habe nur wenig gefehlt, denn den jetzigen Europameister habe er vor einem Jahr an der EM besiegt. «Ich wollte es unbedingt gut machen und da hat mir wohl die Geduld gefehlt», sagt der 26-jährige Stadtfreiburger, der aber weitermachen will und auf EM und WM setzt.

Die Folge davon ist, dass Papaux ab dem 1. Mai den kantonalen Unterstützungsbeitrag für Olympiakandidaten nicht mehr erhält. Dies bestätigte Elmar Schneuwly, Vorsteher des Amtes für Sport. So war es von Anfang an vorgesehen.

Jaquet noch nicht so weit?

Laut Schneuwly muss die Sportkommission auch einen Entscheid fällen wegen der Winterspiele. «Die Vorauszahlungen für Vancouver waren wohl etwas waghalsig», sagt Schneuwly, vor allem beim jungen Skifahrer Joan Jaquet. Aufgrund der Einteilungen der Skiverbände beurteilt auch der Kanton die Unterstützungsbeiträge neu. Dass Jaquet aus dem momentanen C-Kader in anderthalb Jahren den Sprung nach Vancouver schafft, ist momentan höchst fraglich. «Es gibt viele Junge, die herausragen», sagt Schneuwly. «Dies heisst aber noch nichts für die Aktivkarriere.» So oder so weiss Schneuwly, dass bis zum Entscheid von Swiss Olympic nichts definitiv ist.

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