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Einweihung der Passerelle in Kerzers: «Wir haben es gemeinsam geschafft und das Werk vollendet»

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Mit einer pandemiebedingten Verspätung fand am Samstag die Einweihungsfeier für die sanierte Passerelle in Kerzers statt.

Die Sanierung der Passerelle am Bahnhof von Kerzers sei zu Beginn beileibe keine gewonnene Sache gewesen. «Die Personenbrücke war alt, rostig, zu niedrig und hatte mit dem Bau der Personenunterführung ihren Zweck verloren», sagte Stanislas Rück, Leiter des Amts für Kulturgüter, am Samstag anlässlich der Einweihung des nun sanierten Bauwerks von 1909. Die Passerelle ist seit dem Frühjahr 2020 wieder zugänglich. Wegen der Corona-Pandemie konnte die Einweihung erst jetzt, an den Europäischen Tagen des Denkmals, stattfinden.

Ausdauer, Überzeugungskraft, technisches Können, Kompromisse und Geld seien notwendig gewesen, um die Passerelle vor dem Abriss zu bewahren, so Stanislas Rück. Denn lange Zeit sah ihre Zukunft düster aus. Ihr Abriss stand bereits vor der Expo.02 zur Debatte, weil sie zu niedrig war. Dies konnte jedoch verhindert werden, und die Brücke wurde um 20 Zentimeter erhöht. In den folgenden Jahren nagte der Zahn der Zeit immer stärker am Stahlfachwerk. Die Korrosion schädigte die Brücke so stark, dass die SBB sie 2012 für Fussgängerinnen und Fussgänger sperrten.

Die Arbeitsgruppe «Pro Passerelle Kerzers», später Verein Passerelle Kerzers, setzte sich für den Erhalt des Bauwerks ein. Die Mitglieder intervenierten über mehrere Jahre hinweg bei den SBB, den Behörden und Sponsoren und konnten so die Brücke retten. 2018 wurde bekannt, dass die SBB, der Verein Passerelle Kerzers und die Denkmalpflege von Bund, Kanton und SBB sich auf ein gemeinsames Projekt für 1,35 Millionen Franken geeinigt hatten.

«Die Passerelle ist Teil eines wertvollen Ensembles», erinnerte Stanislas Rück in seiner Rede. In unmittelbarer Nähe des geschützten Stahlfachwerks befinden sich das historische Stellwerk von 1901 und das Bahnhofsgebäude von 1875. «Bahnanlagen wecken den Traum vom Anderswo», so der Leiter des Amts für Kulturgüter.

Sichtbare Bahngeschichte

Von einem einmaligen Areal in Kerzers sprach Staatsrat Jean-Pierre Siggen (Die Mitte). Zusätzlich zur Passerelle, dem Stellwerk und den Bahnhofsgebäuden erwähnte er auch das schweizweit einzigartige Schienenkreuz von den Bahnstrecken Lyss–Payerne und Bern–Neuenburg sowie das Umformerwerk, das im Bereich Bahnstrom die Westschweiz mit der Deutschschweiz verbindet. In Kerzers sei die Geschichte der Bahntechnik sichtbar.

Die Mitglieder des Vereins Passerelle Kerzers und zahlreiche Unterstützer hätten eine Meisterleistung vollbracht, sagte die Vereinspräsidentin Carmen Reolon. Sie konnten zahlreiche Sponsoren überzeugen, sich neben den SBB und den Behörden finanziell an der Sanierung zu beteiligen. Die Beleuchtung auf der Passerelle, dank der diese auch nachts begehbar ist, war aber nicht Bestandteil der Sanierung. Hierfür musste der Verein, der nun Besitzer der Brücke ist, alleine die Mittel auftreiben. Auch das sei dank Sponsoren gelungen, so Carmen Reolon. «Wir haben es gemeinsam geschafft und das Werk vollendet», sagte Vizepräsident Beat Winterberger.

Zukunft des Bahnhofs

Der Kerzerser Gemeindepräsident Martin Maeder (FDP) ging auf die Zukunft des Bahnhofs ein. Denn derzeit überlegen die Bahnunternehmen SBB und BLS, wie das Bahnhofsgebäude und der Güterschuppen, die nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigt werden, genutzt werden könnten. Die fehlende Überdachung der Perrons und die Erneuerung der Veloabstellplätze müssten da auch ein Thema sein.

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