Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Eklat: Bulls per sofort ohne Vorstand

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Präsident André Eltschinger sowie die Vorstandsmitglieder Christoph Capt (Spielbetrieb), Patrick Zahno (Finanzen), Frank Stämpfli (Sicherheit) und Anita Stempfel (Ticketing) traten gestern von ihren Ämtern zurück. Einzig Vize-Präsident Roger Lehmann hält die Stellung und ist für einen reibungslosen Übergang besorgt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

Indiskretion der Ursprung

Grund für den überraschenden und plötzlichen Rücktritt des Vorstandes ist der Druck einer «Sprenggruppe», bestehend aus ehemaligen Funktionären des Vereins. Namentlich sind dies Josef Baeriswyl, Armin Roggo, Oswald Zosso sowie Daniel Fasel. «Sie hatten das Gefühl, es ginge dem Club besser, wenn ich nicht mehr im Amt bin», erklärt André Eltschinger, der das Präsidium im Juni 2005 übernommen hatte. Er folgte damals auf Bernard Ortner, der die Geschicke des Clubs während zehn Jahren geleitet und die Bulls aus der 4. Liga an die Spitze des Amateur-Eishockeys geführt hatte.

Ins Rollen kam die Geschichte im vergangenen Januar anlässlich der Delegierten-Sitzung der Eishockey-Amateur-Liga, an welcher Eltschinger teilnahm. Traktandiert war unter anderem das Clubwechsel-Reglement mit den Ausbildungsentschädigungen. «Dies ist seit drei Jahren meine grösste Sorge, und ich habe die Position von Clubs wie Düdingen verteidigt, welche keinen eigenen Nachwuchs haben und so grosse Mühe bekunden», sagt Eltschinger, der im Grunde aber ein Befürworter dieses Reglementes ist. Genau dies wurde Eltschinger nun offenbar zum Verhängnis. Eine Indiskretion aus dieser Sitzung, welche laut Eltschinger von Trainer Peter Weibel ins Umfeld des Vereins gebracht wurde, führte zur Bildung der «Sprenggruppe». Diese forderte den sofortigen Rücktritt des Präsidenten. Gerüchte, wonach er noch vor den Festtagen so oder so sein Amt zur Verfügung gestellt hätte, bezeichnet André Eltschinger als Fehlinformation.

Finanzielle Sorgen

Fakt ist, dass die Düdingen Bulls finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Die Saison 2007/08 wurde mit einem Defizit von 25 000 Franken abgeschlossen. An der GV im vergangenen Juni wurde einem Sanierungsplan zugestimmt. Dazu kommt, dass das wirtschaftliche Einzugsgebiet von diversen Clubs (Volley Düdingen, TSV Düdingen, SC Düdingen) auf der Suche nach Sponsoren bearbeitet wird und die Ressourcen endlich sind.

Der Club ist in den nächsten Wochen also nicht nur sportlich, sondern insbesondere neben dem Eis gefordert. «Die Sprenggruppe ist gefordert. Es liegt an ihr, die Bulls wieder auf die Erfolgsstrasse zu bringen», sagt Eltschinger, der mit einem weinenden («Das Wohl des Clubs liegt mir sehr am Herzen») und einem lachenden Auge («Ich habe nun wieder 20 Stunden pro Woche mehr Zeit für mein Geschäft») geht. In der Bredouille sei Roger Lehmann, der zum Entscheid des Gesamtvorstandes stehe und ebenfalls zurücktreten wolle, aber nun als Bindeglied zwischen altem und neuen Vorstand bleibe.

Mehr zum Thema