Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Endlich gewinnt Freiburg Schlussdrittel

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Endlich gewinnt Freiburg Schlussdrittel

Gottéron schlägt Ambri auch im dritten Saison-Spiel

Ambri wird für Gottéron in dieser Saison zum Lieblingsgegner. Die Freiburger schlugen die Tessiner gestern Abend im St. Leonhard vor nur gerade 3330 Zuschauern zum dritten Mal in Folge mit 4:2. Die Freiburger kletterten dadurch zu Lasten des Verlierers wieder über den Strich.

Von KURT MING

Vier-Punkte-Games nennt man eigentlich solche Spiele wie gestern Abend zwischen Freiburg und Ambri. Gottéron-Trainer Popichin sprach sogar von einem Playoff-Spiel. Für die Zuschauer auf den Rängen gab es 60 Minuten lang wenig Spektakuläres zu sehen. Für beide Mannschaften stand viel zu viel auf dem Spiel: «In solchen Begegnungen zählen nur die Punkte, und die haben wir gewonnen», gab sich Popichin nach dem Sieg verständlicherweise zufrieden.

Sein Antipode Serge Pelletier, der zum dritten Mal in Folge gegen seinen Ex-Klub als Verlierer vom Eis musste, fasste es noch kürzer zusammen: «Freiburg hatte eine Chance mehr als wir, und Montandon zeigte in dieser Situation wieder einmal seine Klasse.» Freiburgs Oldie mit der Nummer 85, der übrigens auch ein Angebot der Leventiner für die nächste Saison hat, zeigte beim entscheidenden 3:2, wie wertvoll er für seine Mannschaft immer noch ist.

Auch Bernhard Schümperli zeigte bei seinem Tor einmal mehr, dass er drauf und dran ist, in die Lücke von Captain Mario Rottaris zu springen.

Kopf nach Ausgleich nicht verloren

Eigentlich deutete nach 45 Minuten einmal mehr vieles auf eine ehrenvolle Heimniederlage der Drachen hin. Die beiden «Neu-Langnauer» Lachmatow und Burkhalter hatten in Zusammenarbeit gegen den Ausländerblock der Freiburger gerade das 2:2-Ausgleichstor geschossen. Normalerweise verliert in so einer Phase Freiburg seine Spiele. Nicht so gestern. «Wir haben vor dem Spiel diese Situation besprochen und haben uns vorgenommen, weiter nach vorne zu spielen und den Sieg zu suchen. Bis jetzt haben wir uns nach den Ausgleichstoren stets viel zu passiv verhalten», gab Thomas Rhodin den Grund für diesen Gesinnungswandel zu.

Goalie Züger und das Duo Gazzaroli/Bayer verloren für einen Moment die Übersicht, und prompt schoss Montandon das Zuspiel von Topskorer Hentunen (1 Tor, 2 Assists) blitzschnell ein. Das war wohl der Knackpunkt dieser nervösen Partie, die vorweg von der Spannung lebte. Das 4:2 wenige Sekunden vor Schluss von Hentunen ins leere Tor war nur noch Torkosmetik. Mit dem Assist überholte Keeper Mona zum Beispiel Center Hildebrand in der Skorerwertung!

Viel Vorsicht auf beiden Seiten

Vor Jahren gab es in diesen Derbys zwischen Freiburg und Ambri meistens viele Tore. Ein Playoff-Spiel zu den Zeiten von Bykow, Chomutow und Bullard endete zum Beispiel einmal 9:8 in der Valascia. Tempi passati. «Heute spielt man viel defensiver und vorsichtiger», ist der Tenor in beiden Trainerlagern.

Zumindest in Freiburg hat ein Teil der Publikums oder auch jener Leute, die nicht mehr in die Halle kommen, diesen Spielartwechsel scheinbar noch nicht mitbekommen oder goutiert ihn nicht. Teams wie die Tschechen, Slowaken oder auch Schweden wurden zuletzt Weltmeister, weil sie ein Tor weniger als der Gegner kassierten. Und diese Taktik wird immer mehr auch im Schweizer Eishockey angewandt.
Gottérons Defensive inklusive den beiden Ex-Ambri-Spielern Mona und Gianini machten gestern einen Fehler weniger und konnten so zwei wichtige Punkte einfahren. Nur verständlich, dass gerade dieses Duo nach dem Sieg am meisten strahlte.
Gottéron – Ambri 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

St. Leonhard: 3330 Zuschauer (Minusrekord). – SR Kunz, Wehrli/Wirth. Tore: 20. (19.57) Karlberg (Hentunen, Marquis) 1:0; 23. Domenicelli (Trudel, Bayer/Ausschluss Montandon) 1:1; 26. Schümperli (Marquis) 2:1; 45. Lachmatow (Burkhalter) 2:2; 51. Montandon (Hentunen) 3:2; 60. (59.44) Hentunen (Mona) ins leere Tor 4:2.
HC Freiburg/Gottéron: Mona; Rhodin, Berger; Birbaum, Marquis; Gerber, Gianini; Hentunen, Karlberg, Vauclair; Schneider, Montandon, Howald; Sprunger, Schümperli, Wirz; Berthoud, Hildebrand, Benjamin Plüss.
HC Ambri/Piotta: Züger; Gaul, Kobach; Gazzaroli, Marco Bayer; Gobbi, Rauch;Tallarini; Domenichelli, Nicola Celio, Trudel; Lachmatow, Burkhalter, Camichel; Imperatori, Liniger, Fust; Friedli, Tschuor, Wittmann.
Strafen: Freiburg 4×2 und Ambri 6×2 Min. Bemerkungen: Gottéron ohne Haldimann (überzählig). – Ambri ohne Du Bois (verletzt). – Timeout Ambri (58.15) danach bis zum 4:2 ohne Goalie mit 6 Feldspielern. – Torschussverhältnis: 29:25. – Wahl zu den besten Spielern: Marquis, Burkhalter.
Gerbers Vertrag
läuft weiter

In der FN-Ausgabe von gestern wurde fälschlicherweise berichtet, dass der Gottéron-Vertrag mit Lukas Gerber zu Ende geht. Dies stimmt nicht. Gerber, der von Nati-Trainer Krueger für den Slowakei-Cup aufgeboten wurde, hat beim HC Freiburg/Gottéron noch einen weiterlaufenden Vertrag für zwei Jahre.

Dagegen läuft der Kontrakt von Raphäel Berger Ende Saison aus. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass der Jurassier mit der Nummer 15 seinem Klub weiterhin treu bleibt. mi

Mehr zum Thema