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Engagiert für Menschen am Rande

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«Wir müssen die Bedeutung unseres Vereins für Personen in schwierigen Situationen sowie für Sexarbeiterinnen nicht mehr beweisen», hält Madeleine Christinaz, Ko-Leiterin von Fri-Santé, in ihrem Jahresbericht fest. «Es muss aber anerkannt werden, dass Freiwilligenarbeit einen wichtigen Beitrag in der Berufswelt leistet.» Gestern Abend lud der Verein Fri-Santé zu seiner Generalversammlung in die Hochschule für Gesundheit ein.

2016 war ein sehr aktives Jahr für die soziale Institution, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht – auch wenn die Besucherzahlen nach den Rekordzahlen 2014 und 2015 im letzten Jahr leicht zurückgegangen sind. In insgesamt 912 Sprechstunden wurden 212 Patientinnen und Patienten behandelt – im Vorjahr waren es 263 Patienten in 996 Sprechstunden gewesen. Nach wie vor kommen viele Personen zum ersten Mal in die Sprechstunde, nämlich 128 im vergangenen Jahr. Unter den Klientinnen und Klienten waren 111 Frauen und 101 Männer. 49 von ihnen sind Personen mit Schweizer Pass, B- oder C-Bewilligung. In 101 Fällen – oder 49 Prozent – handelt es sich um Personen ohne legalen Aufenthaltstitel mit Wohnsitz im Kanton. 32 Personen stammten aus der EU, 23 waren auf der Durchreise. 82 Prozent der Klienten wohnten in der Stadt und Agglomeration Freiburg.

Gratis oder günstiger

Die Gesundheitsfachpersonen von Fri-Santé leisteten 2016 insgesamt 628 Sprechstunden, mit steigender Tendenz. Die Gründe für die Konsultationen lagen bei allen möglichen Krankheitsbildern. Die wichtigsten Themen in den Sprechstunden waren Probleme im Magen-Darm-Bereich, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Knochen und Gelenke. Die meisten Probleme konnten direkt in den Sprechstunden gelöst werden. Einige Fälle mussten aber an Spezialisten überwiesen werden – gratis oder zu einem reduzierten Tarif. Im zahnärztlichen Bereich wurden im vergangenen Jahr 69 Sprechstunden durchgeführt. Die Sozialarbeiterin ihrerseits stellte sich für 284 Sozialberatungen zur Verfügung, darunter 86 Orientierungsgespräche. Bei 155 Beratungen, also in 51 Prozent der Fälle, ging es um Fragen zur Krankenversicherung. Derzeit betreut Fri-Santé 73 Krankenversicherungsdossiers, von denen 2016 insgesamt 23 neu abgeschlossen wurden. Das sei in Anbetracht des damit verbundenen administrativen Aufwands doch beträchtlich, heisst es im Jahresbericht.

Zu Fri-Santé gehört auch das Programm Grisélidis, das sich an Sexarbeiterinnen und Drogenabhängige wendet. An der Alten Brunnengasse wurden in diesem Rahmen 2016 insgesamt 1265 Einsätze durchgeführt, und es fanden 20 Erstkontakte statt. In Massagesalons der Region wurden 116 Einsätze geleistet und 54 Erstkontakte hergestellt. In der Permanence kam es zu 844 Einsätzen und 55 Erstkontakten. Für Drogenabhängige stand Grisélidis im letzten Jahr 163 Mal in Einsatz, und es waren 21 Erstkontakte zu verzeichnen.

Die Jahresrechnung von Fri-Santé verzeichnete bei Ausgaben und Einnahmen von je rund 442 000 Franken einen Überschuss von rund 350 Franken. Das eher vorsichtig gehaltene Budget für das Jahr 2017 sieht bei Ausgaben von rund 259 000 Franken ein Defizit von 7000 Franken vor.

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