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England – Schottland: Kein Spiel wie jedes andere

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Wenn sich am Freitagabend in Wembley England und Schottland zum 115. Mal gegenüber stehen, ist das kein Spiel wie jedes andere.

„Wer was anderes behauptet, redet sich was ein“, sagt Steve Clarke, Schottlands Nationaltrainer oder „Manager“, wie die Briten sagen.

Clarke: „Die Duelle sind historisch. Die Geschichte geht weit zurück. Dieses Spiel bedeutet immens viel. Es gibt Leute, die behaupten, den Engländern sei das nicht so wichtig, weil sie höhere Ziele verfolgen. Aber ich habe in England gearbeitet und weiss, was es auch den Engländern bedeutet. Ein Engländer will niemals gegen die Schotten verlieren. Und jeder weiss, wie leidenschaftlich wir Schotten sein können, wenn es darum geht, Engländer zu schlagen. Nur ist das in letzter Zeit nicht mehr oft passiert.“

22 Jahre liegt der letzte schottische Sieg zurück. EM-Playoff 1999: Schottland verliert gegen England in Glasgow 0:2, gewinnt das Rückspiel im Wembley 1:0 und verpasst die EM 2000. Danach spielten die Erzrivalen 15 Jahre lang nie mehr gegeneinander.

Prägende Engländer und Schotten

Das war früher unvorstellbar. Von 1884 bis 1984 gab es die British Home Championship. England, Schottland, Wales und Nordirland ermittelten Jahr für Jahr in drei Runden den britischen Meister. Weil England und Schottland öfter gegen stärkere Gegner spielen wollten, wegen der Hooligans, wegen der Unruhen in Nordirland und wegen des internationalen Kalenders wurde dieses Turnier eingestellt.

Alle Versuche, Britanniens Ländermeisterschaft wiederzubeleben, scheiterten. 2008 machte sich sogar Premierminister Gordon Brown dafür stark. Die begehrte Trophäe steht immer noch in Belfast, im Hauptquartier von Nordirlands Verband, dem letzten Sieger.

Aber obwohl 1984 Nordirland vor Wales gewann – den Fussball in Grossbritannien prägten primär die Engländer und Schotten. Als sich Schottland und England im Spätherbst 1872 entschieden, das erste Länderspiel der Geschichte gegeneinander zu spielen, wusste niemand, ob sich das überhaupt jemand ansehen will.

„Die Partie geriet jedoch zum totalen sozialen und finanziellen Erfolg“, sagt der Fussball-Historiker Andy Mitchell. „Diese internationale Premiere war ein Meilenstein. Plötzlich wurde klar, dass es eine Nachfrage für internationale Spiele gibt, dass der Fussball wachsen kann. Aus dem Erlös des ersten Spiels wurde im nächsten Frühling ein Rückspiel in England aufgegleist.“

Bis zu diesen ersten Länderspielen interessierte sich niemand dafür, wie anderswo Fussball gespielt wird. In Schottland wurde auf Passspiel und Teamwork gesetzt. In England dominierten Dribblings und weite Läufe. Von den ersten 16 Länderspielen gegen Schottland gewann England nur zwei. „Es war offensichtlich, dass die schottische Art Fussball zu spielen viel besser war als die englische“ so Sporthistoriker Mitchell. Schottland feierte im ersten Jahrzehnt mehrere Kantersiege (7:2, 6:1, 5:1, 4:0). Die Schotten zeigten den Engländern, wie Fussball geht.

Weltstars vs. Leidenschaft

Heute ist das nicht mehr so. Die englische Premier League ist sicher die reichste und womöglich auch die beste Liga der Welt, derweil die „Scottish Premiership“ bei den Spielerlöhnen kaum mit Englands zweiter Division mithalten kann.

„England hat 55 Millionen Bürger, Schottland hat 5 Millionen“, wirft Schottlands Mittelfeld-Akteur John McGinn ein. „Sie haben ihre Weltstars, wir unsere Leidenschaft. Wir werden immer der Underdog sein. Aber diese Rolle mögen wir.“

Also hoffen die Schotten auf ein denkwürdiges 115. Derby – 149 Jahre nach dem ersten. Grosse Partien gab es viele. 1967, ein Jahr nach Englands einzigem Weltmeistertitel, gewannen die Schotten im Wembley vor 100’000 Zuschauern 3:2 und riefen sich zum „wahren Weltmeister“ aus. 1977 gewann Schottland in Wembley 2:1, worauf die schottischen Fans den Rasen stürmten, den Rasen aus- und die Tore niederrissen und als Souvenir mit nach Hause nahmen. Bei nur 22’000 Zuschauern am Freitag (und nur 3500 Schotten) droht dieses Szenario diesmal nicht.

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