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Er liebte die Oper und den Fussball

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Der Freiburger Dirigent Armin Jordan ist tot

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Armin Jordan, der in Luzern geboren und in Freiburg aufgewachsen ist, galt als grosses Talent und war einer der erfolgreichsten Schweizer Dirigenten. Ein Meister der Lebenskunst: «Ich kann viel geben, weil ich in vollen Zügen lebe», sagte er einst in einem Interview. Fussball, Freunde, Partys, Beizen hätten dazugehört. Nun ist Armin Jordan, der den Fussball ebenso liebte wie die Musik, tot.Gesundheitliche Probleme hatte der Dirigent allerdings schon lange. Trotzdem jettete er unermüdlich von einem Ende der Welt ins andere. Erst in den letzten Jahren ist er etwas sesshafter geworden und dirigierte vor allem Opern. «So kann ich ein paar Wochen in der gleichen Stadt bleiben. Mit Konzerten bin ich dauernd auf Achse. Einen Tag hier, einen Tag dort, immer im Flugzeug. Ein sehr mühsames Leben», sagte er vor sechs Jahren in einem Interview mit den FN. Jordan war damals Gast der «Europatage».

Lieblingsstadt Basel

Am liebsten trete er in Basel, Genf oder Paris auf, meinte er damals. In seiner geliebten Stadt Basel stand der 74-Jährige am Freitag denn auch zum letzten Mal auf der Bühne. Bei der Premiere von Prokofjews «L’amour des trois oranges» im Theater Basel ist er im Orchestergraben zusammengebrochen.Am Samstag hat er jedoch das Spital wieder verlassen. Es schien, als befinde sich Jordan auf dem Weg zur Besserung. Gemäss seiner Agentin hat sich Jordan am Dienstag zu einer Untersuchung ins Universitätsspital Zürich begeben, wo er in der Nacht auf Mittwoch starb. Das Theater Basel hat mit «grosser Bestürzung und Trauer» auf den plötzlichen Tod Jordans reagiert.

Jordan und Kolly

Trotz seiner gesundheitlichen Probleme dirigierte Jordan Orchester in mehreren Ländern Europas. Mit dem Pariser Orchesterensemble standen Konzerte in Paris und Besançon an. Am 6. Oktober sollte er u. a. in der Stadthalle Winterthur mit dem Orchester Musikkollegium Winterthur auftreten – den Pianisten Karl-Andreas Kolly an seiner Seite. «Armin Jordan begegnete ich das erste Mal, als ich fünf war. In der Oper Zürich sah ich die Zauberflöte, die Armin Jordan dirigierte», erinnert sich der 41-jährige Pianist mit Freiburger Wurzeln.Kolly kannte den Dirigenten gut und ist unter seiner Leitung mehrmals als Solist aufgetreten. Jordan habe bei den Proben nicht viel geredet, sagt der Pianist. «Aber dann, wenn er seine langen Arme ausfuhr, dann ist es passiert, dieses Magische, Unerklärliche.»Die Orchestermusiker hätten ihn geliebt, fährt Kolly fort. «Armin Jordan war nicht nur ein humaner Mensch, sondern er hatte auch Sinn für Humor und Witz.»Das Konzert in der Stadthalle Winterthur wird in zwei Wochen trotzdem stattfinden. Doch an der Stelle von Armin Jordan wird ein anderer stehen.

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