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«Er rudert mit dem Rettungsboot davon»

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Autor: frank stettler

«Eine Indiskretion aus der Parlamentarier-Sitzung der Eishockey-Amateur-Liga vom 8. Dezember hat eine ganze Lawine ins Rollen gebracht», hielt André Eltschinger, mit dem sich vier weitere Vorstandsmitglieder (Christoph Capt, Patrick Zahno, Frank Stämpfli und Anita Stempfel) solidarisch zeigten und ebenfalls zurücktraten, in seinem Communiqué fest. Diese Indiskretion sei von Bulls-Trainer Peter Weibel ins nähere Umfeld des Clubs getragen worden. Gestern nun bezog der Angeschuldigte Stellung. «André Eltschinger hat an der Sitzung die Aussage getätigt, dass es die Bulls nächste Saison vielleicht nicht mehr geben wird», so Peter Weibel, dem des Weiteren zu Gehör kam, dass der gesamte Vorstand an der nächsten Generalversammlung zurücktreten wolle. «Daraufhin haben ich und mein Assistenztrainer Freddy Riedo Kontakt mit ehemaligen Vorstandsmitgliedern aufgenommen. Aber nicht mit dem Ziel, Eltschinger abzuschiessen, sondern um ihn möglicherweise zurückzustufen. So hätte er mithelfen können, den Verein wieder auf die Beine zu bringen.»

Rücktritt die schlechteste Lösung

Eltschinger habe den Club in den vergangenen vier Jahren zu Boden gewirtschaftet, so Weibel, «nicht mit seinen Ideen, sondern vielmehr mit seiner Art und Weise, wie er mit Menschen umgeht». Jetzt ziehe er sich radikal aus der Verantwortung. «Um es mit einem Bild zu erklären: Vor vier Jahren fuhr das Schiff noch unter vollen Segeln. Als der neue Kapitän Eltschinger kam, hatte der Rumpf sicher schon Risse, doch mit der Zeit liess dieser ganz nach. Nun ist das Schiff voller Wasser und er rudert mit dem Rettungsboot davon.» Der Rücktritt sei in der momentanen Situation das Schlechteste für den Club, findet Peter Weibel, «und steht damit im Gegensatz zu Eltschingers Aussage, dass ihm die Bulls am Herzen liegen». Er schade so dem Club viel mehr, «nicht zuletzt, weil wir bis Weihnachten noch drei wichtige Spiele haben».

Nicht hintenherum

Auch Peter Weibel ist sich bewusst, dass es bezüglich Finanzen mit den Düdingen Bulls nicht zum Besten steht (in der Saison 07/08 ein Defizit von 25 000 Franken): «Es war nicht gut, dass die Rechnung an der letzten Generalversammlung angenommen wurde.» Deshalb hätten er sowie Josef Baeriswyl, Armin Roggo, Oswald Zosso und Daniel Fasel – also jene Personen, welche von Eltschinger als Mitglieder der «Sprenggruppe» genannt wurden – zusammen mit Vize Roger Lehmann, dem letzten verbleibenden des Vorstandes, die Zahlen sehen wollen. «Es war also nicht einmal hintenrum, da Lehmann ja dabei war», so Weibel.

«Wir sehen die Felle davonschwimmen»

Sportlich hätten er und Freddy Riedo die Bulls auf Kurs gehalten. «Wir stehen hinter der Zusammenarbeit mit SenSee-Future (Anm. der Red.: Siehe Kasten unten) und wollen die Teams halten. Es ist ein gutes Fundament, dort sehen wir die Felle davonschwimmen.» Dies umso mehr, weil bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts bezüglich der kommenden Saison geplant worden sei, schliesst Peter Weibel.

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