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«Es geht notfalls auch ohne Cressier»

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Startschuss für Trinkwasserverbund Bibera im Frühling

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

«So oder so werden wir den Trinkwasserverbund Bibera im Frühling gründen», gab Ueli Minder am Dienstag an der Delegiertenversammlung der Gruppenwasserversorgung Cordast bekannt. Der Präsident informierte über den Zwischenstand betreffend Trinkwasserverbund. Dieser ist quasi die Nachfolgeorganisation der Gruppenwasserversorgung. Er beschränkt sich aber nicht mehr nur auf Gurmels, Courtepin und Jeuss, sondern steht nahezu allen Gemeinden des Seebezirks offen. Ziel ist es, die Wasserversorgung zwischen den einzelnen Gemeinden im Falle einer Quellenverschmutzung oder bei Bränden zu gewährleisten.Mit Cressier hatte sich im September dieses Jahres aber ausgerechnet jene Gemeinde gegen einen Beitritt ausgesprochen, die für den Trinkwasserverbund in doppelter Hinsicht eine zentrale Rolle hätte spielen sollen. Erstens verfügt Cressier über ein Reservoir, dass der Verbund übernehmen wollte; zweitens liegt die Gemeinde mitten im Verbundsgebiet.Eine Arbeitsgruppe hat nun Verhandlungen mit dem Grissacher Gemeinderat aufgenommen. Diskutiert wird, ob Cressier sein Reservoir dem Trinkwasserverbund vermietet. Die Antwort sei noch ausstehend, sagte Ueli Minder.

Cressier kann umgangen werden

Die Gespräche seien positiv verlaufen, fügte Oberamtmann Daniel Lehmann hinzu. Er ist der Meinung, dass die Wortwahl bei diesen Verhandlungen eine wichtige Rolle spielt. «Statt von einer Miete sollten wir eher von einem Durchfliessungsrecht sprechen», sagte er. Die Stimmbürger von Cressier seien nicht gegen den Trinkwasserverbund, sondern wollen einfach weiterhin Eigentümer ihres Reservoirs bleiben und die Wasserversorgung selber verwalten.Nicht besonders begeistert über diese Mietverhandlungen ist die Gemeinde Courtepin. Gemeinderat Jean-Claude Hayoz gab zu verstehen, dass er etwas Mühe habe, einer Gemeinde, die sich nicht an den Kosten beteiligen will, noch Geld zu zahlen.«Es geht auch ohne Cressier», sagte Ueli Minder. «Notfalls könnte der Trinkwasserverbund entscheiden, den Bau der Leitung zwischen Jeuss und dem Wilerholz vorzuziehen und damit Cressier zu umgehen.»

Mehrkosten für Gurmels

Vor der Gründung des Trinkwasserverbunds müssen die Gemeindeversammlungen erneut über die Verbundsstatuten abstimmen. Durch den Wegfall von Cressier haben sich die Kosten verändert – allerdings nur geringfügig.Einzige Ausnahme ist Gurmels: Ammann Daniel Riedo sprach davon, dass seiner Gemeinde aufgrund der Neuberechnung Mehrkosten von knapp 30 Prozent entstünden. Diese sind allerdings auf einen Rechnungsfehler zurückzuführen.

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