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«Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern», sagte Astrid Lindgren

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Haben Sie sich einmal überlegt, wie viele Rollen und Gewohnheiten Sie in Ihrem Leben haben und was Sie alles aus dem einfachen Grund tun, weil Sie es seit langem «so» halten?

Sie sind Tochter oder Sohn, Börsenmakler/in, Wähler/in, Bäcker/in, Seelsorger/in, Gärtner/in, Pfleger/in… Die Liste liesse sich x-beliebig fortsetzen, ich habs probiert. Ich fand für jeden Buchstaben des Alphabets eine Rolle, von Architekt/in bis Zuhörer/in.

Wir haben unsere Schlaf-, Ess-, Einkaufsgewohnheiten, unsere Routine, was das Schminken, das Schuhwerk, die Freizeitgestaltung, den Haushalt anbelangt. Wir funktionieren in vielerlei Hinsicht oft über lange Zeit auf eine bestimmte Weise, weil wir es müssen. Kinder wollen verpflegt und betreut, Arbeitgeber zufriedengestellt und das Haus in Ordnung gehalten werden. Allein für diese drei Bereiche können Sie sich locker hundert verschiedene Rollen-Hüte aufsetzen.

Der Beginn des dritten Lebensabschnitts ist ein guter Zeitpunkt, die Hüte neu zu sortieren. Wir dürfen Rollen ablegen, wenn wir ihnen entwachsen sind oder sie uns keine Freude mehr machen. Die Gartenarbeit ist Ihnen zu streng, Klavier wurde der Eltern wegen weitergespielt, über die weltweiten Geschehnisse informiert zu sein, deprimiert zunehmend, und nach gefühlten 300 zubereiteter Torten und Kuchen haben Sie bis ans Ende Ihrer Tage genug gebacken?

Was hält uns davon ab, aus dem gewohnten Trott auszubrechen?

Wenn die produktivste Zeit um drei in der Früh ist, muss nicht länger nachts geschlafen werden. Keiner verbietet ein Dreigangmenü um acht Uhr morgens, wenn der Appetit dann am grössten ist. Wenns Spass macht, dürfen Goldfische gezüchtet und Besucher mit Fertiggerichten bewirtet werden, oder man darf zwischendurch bekennender Faulenzer sein.

Es kann eine Zeit grosser Freiheit sein, und es ist vielleicht die Chance, von der Raupe zum Schmetterling zu werden!

Ich habe die Wahl, ob ich zur Goldgräberin, Astrologin oder Weltmeisterin im Kirschstein-Spucken avancieren will. Und selbst wenn die Abenteuer bescheiden sind und die Persisch-Kenntnisse nie perfekt, die Malkünste weder an Monet noch an Klimt heranreichen und ich keinen Nobelpreis (oder sonst einen Preis) überreicht bekomme: Hauptsache, es bereichert mein Leben und ich getraue mich, neue Hüte auszuprobieren, neue Erfahrungen zu sammeln.

Älter sein heisst nicht, dass Veränderung nicht möglich ist, und schon gar nicht, dass man keinen Spass mehr hat.

Ein «gewisses Alter» zu haben, kann den Vorteil mit sich bringen, dass wir mutiger und freier werden, unabhängiger von der Meinung anderer, dass wir vermehrt auf unsere eigenen Bedürfnisse hören und nach ihnen unser Leben gestalten.

Deshalb setze ich Astrid Lindgrens Aussage über die alten Weiber noch einen drauf: Es gibt kein Verbot für alte Weiber und Männer, im Winter nackt auf Bäume zu klettern, die Aussicht zu geniessen und laut Trompete zu spielen.

www.ich-schreibe-fuer-dich.com

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