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«Es ist schwierig, nicht an den Final zu denken»

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Autor: frank stettler

Kleiner Mann ganz gross: Alain Birbaum ist mit seinen 172 cm für einen Verteidiger eher klein, doch der 24-jährige Freiburger hat sich zum besten Schweizer Back von Gottéron entwickelt. An der Seite von Shawn Heins lässt er die gegnerischen Stürmer regelrecht verzweifeln. Mit den FN sprach Birbaum über die Halbfinal-Serie gegen Davos und über seine Zukunft.

Alain Birbaum, haben Sie im Verlaufe der Serie bei den Davosern eine Veränderung im Auftreten bemerkt? Spüren Sie ein wenig Verzweiflung beim Gegner?

Ich denke nicht, dass die Davoser verzweifelt sind. Mit Reto von Arx, Riesen, Daigle, Ambühl oder anderen haben sie genug Erfahrung in ihren Reihen, um mit ihrer nicht einfachen Situation umzugehen. Hingegen ist eine gewisse Müdigkeit bei den Bündnern zu spüren. Sie hatten viele Spiele und treffen momentan auf ein starkes Gottéron. Wir dürfen jetzt aber nicht denken, dass es in Davos einfach wird. Uns erwartet der bisher härteste Kampf in dieser Serie.

Während Davos mit dem Rücken zur Wand steht, muss das Selbstvertrauen bei Gottéron riesig sein.

Das ist keine Frage. Seit dem neuen Jahr haben wir in der Qualifikation ausgezeichnet gespielt. Dann kam das unerwartete 4:0 im Playoff-Viertelfinal gegen die ZSC Lions. Und nach der Niederlage im ersten Spiel gegen Davos haben wir wieder dreimal in Serie gewonnen. Unser Selbstvertrauen ist gross.

Die Bündner verfügen über ein eindrückliches Offensiv-Potenzial, können dieses gegen Gottéron aber nicht entfalten. Es scheint, als ob Ihr den Schlüssel zum Erfolg gefunden habt.

Wir haben das System der Davoser gut analysiert und wissen deshalb, was uns erwartet. Ausserdem spielt Goalie Sébastien Caron überragend. In der Vergangenheit hiess es oft, dass die Verteidigung von Gottéron der Schwachpunkt sei. Dies hat sich definitiv geändert.

Ein Grund hierfür sind nicht zuletzt Sie. Wie erklären Sie sich Ihre persönliche Steigerung?

Ich denke, dass ich nun meine Aufgabe im Team gefunden habe. Früher unterliefen mir immer wieder Fehler, dies hat sich enorm gebessert. Ich spiele nun auf einem konstanten Niveau und habe keine Phasen der Schwäche mehr. Ausserdem konnte ich an der Seite von Shawn Heins extrem viel lernen. Dies alles führt dazu, dass ich momentan meine beste Saison überhaupt spiele.

Bei Gottéron sticht die mannschaftliche Geschlossenheit ins Auge. Ist dies die eigentliche Stärke der Drachen?

Ohne Zweifel. Der Teamgedanke steht vor allem anderen. Ohne diese Prämisse stünden wir jetzt nicht da, wo wir sind. Jeder Spieler weiss, was er kann und was nicht. Auch die jeweils überzähligen Ausländer verhalten sich vorbildlich.

Welche Rolle spielen die Fans bei den Heimspielen?

Diese Ambiance ist fantastisch. In Davos etwa ist es im Vergleich dazu geradezu still. Unsere Zuschauer treiben uns immer wieder nach vorne. Ohne ihre Unterstützung hätten wir das vierte Spiel gegen die ZSC Lions wahrscheinlich nicht gewonnen.

Gottéron führt in der Serie mit 3:1 und kann heute auswärts den Sack zumachen. Mit welchem Rezept?

Wir müssen in unserem Spiel nicht viel ändern, ausser vielleicht, dass wir uns noch mehr aufopfern müssen. Wenn wir so auftreten wie beim 1:0-Sieg am Samstag, stehen unsere Chancen sicher gut.

Denken Sie bereits an eine allfällige Final-Serie?

Diese Gedanken sind sicher im Hinterkopf. Es ist schwierig, nicht an den Final zu denken. Aber, noch ist es nicht so weit. Wir sind in keinster Weise euphorisch und sind nach wie vor auf unsere Aufgabe fokussiert. Unser nächstes Ziel ist jetzt einmal der vierte Sieg gegen Davos.

Ihr Vertrag läuft noch eine Saison. Der Club möchte Sie aber vorzeitig weiter an sich binden. Wie sehen Sie ihre Zukunft?

Tatsächlich habe ich bereits seit geraumer Zeit eine Offerte von Gottéron. Noch gibt es einige Details zu regeln. Zudem hatten Vertragsverhandlungen mit Spielern, deren Verträge ausliefen, Priorität, und jetzt haben die Playoffs Vorrang. Ich habe auch Kontakt zu anderen Teams. Doch nach harten Zeiten mit Gottéron wäre es blöde, jetzt, wo es so gut läuft und starke Spieler verpflichtet werden, den Verein zu verlassen.

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