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FC Basel: Degen übernimmt, Burgener geht

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Der Machtkampf beim FC Basel ist zu Ende. David Degen wird der neue Klubbesitzer. Sein Vorgänger Bernhard Burgener tritt seine Aktienanteile an Degen ab und wird im Juni aus dem Verwaltungsrat der Holding ausscheiden.

Nach der öffentlichen Schlammschlacht um die Besitzverhältnisse und den letzten Wochen der stillen Gespräche vor dem nahenden Gerichtstermin demonstrierten Burgener und Degen an der Medienkonferenz des FC Basel am Dienstag eine verblüffende Einigkeit. Die Gespräche seien sehr konstruktiv und lösungsorientiert verlaufen, erklärten die zerstrittenen Parteien. «Wir haben den Frieden gefunden, jetzt gilt es, alte Geschichten ruhen zu lassen und nach vorne zu blicken», sagte Burgener. Degen bedankte sich für den lösungsorientierten Dialog und das entgegengebrachte Vertrauen.

Das Ergebnis der Gespräche goutierte der in den letzten Wochen schwer verstimmte harte Kern des Basler Anhangs vor dem Stadion mit Jubel-Gesängen. Burgener überträgt seine kompletten Anteile an Degen und wird am 15. Juni an der ordentlichen Generalversammlung aus dem Verwaltungsrat ausscheiden – wie auch die ihm nahestehenden Karl Odermatt und Peter von Büren.

Christian Gross im neuen Verwaltungsrat

Degen kommt damit in den Besitz von knapp 92 Prozent der Anteile an der FC Basel Holding AG, die wiederum 75 Prozent der Klubanteile hält. Er kündigte an, einen Teil davon an Basler zu verkaufen und versicherte, den FCB im Bedarfsfall selbst oder durch Dritte finanziell zu unterstützen. «Es wird keinen Alleinherrscher mehr geben», sagte Degen. Die Holding stimmte der Übertragung von Burgeners Aktien an Degen zu.

Zu den sieben Personen, die sich zur Wahl stellen, gehören neben Degen auch der ehemalige Basler Meistertrainer Christian Gross und Reto Baumgartner sowie mit Sophie Herzog eine Frau. Baumgartner ist als Präsident des neuen Verwaltungsrats vorgesehen. Die weiteren Namen des designierten Führungsgremiums sind Johannes Barth, Marco Gadola und Andreas Rey.

Die Veränderungen zeigen, dass sich der FC Basel nicht nur neu, sondern auch breiter aufstellt. Degen selbst hegt keine Ambitionen auf das Amt des Präsidenten. Der 38-Jährige sieht sein künftiges Hauptbetätigungsfeld im sportlichen Bereich: «Ich will mich dort einbringen, wo ich die grössten Stärken habe. Ich habe ein grosses Netzwerk. Das will ich nützen.»

Rahmen soll Trainer bleiben

Trainiert wird die Mannschaft auch in der nächsten Saison von Patrick Rahmen. «Er hat das Vertrauen verdient, muss sich aber wie alle in einer Leistungskultur weiter beweisen», so Degen, der zugleich an die Vernunft und Demut appellierte: «Wir dürfen nur ausgeben, was wir einnehmen.» Ein schwieriges Unterfangen, auch nachdem sich die Auslagen unter Burgener nahezu halbiert haben. Dass es im Klub künftig wieder einen Sportchef gibt, erachtet Degen als unerlässlich.

Um die Besitzverhältnisse der FC Basel Holding AG tobte in den letzten Wochen ein heftiger Streit. Medienberichten zufolge plante der vor den Fans verstossene Burgener den Verkauf an den britischen Anlagefonds Centricus über die von ihm mitgegründete Briefkastenfirma Basel Dream & Vision. Degen berief sich derweil auf ein vertraglich verankertes Vorkaufsrecht und erklärte sich nach der Überweisung von 16,4 Millionen Franken zum neuen Besitzer, was Burgener nicht gelten liess.

Dem Gang vor Gericht zuvorgekommen

Der Fall landete vor dem Basler Zivilgericht. Mit der gütlichen Einigung kamen sie dem Gang vors Gericht aber zuvor. Der erfolgreiche Unternehmer Burgener, dem der Anhang Geldgier und fehlendes Herzblut unterstellte, sprach von einer persönlichen Nullrechnung, ohne Zahlen zu nennen.

Für die Fans des FC Basel ist der Machtwechsel eine gute Nachricht. Mit einer Reihe von Protestaktionen hatten sie den letzten Wochen Stimmung gegen Burgener gemacht. Einige der Aktionen schossen über das Ziel hinaus, etwa das Deponieren eines abgetrennten Schweinekopfs vor der Geschäftsstelle des Klubs. Mit seinem Beitrag zum friedlichen Besitzerwechsel zeigte Burgener zum Abschluss seiner vierjährigen Tätigkeit Grösse.

Degen erachten die Supporter zumindest als das kleinere Übel. Der ehemalige Schweizer Internationale, der selbst für den FCB spielte und als Unternehmer keinen einwandfreien Leumund hat, versprach Transparenz und wünscht sich Einigkeit. Ob sich die sportliche Situation unter ihm verbessert, muss sich indes erst herausstellen. Der Spardruck dürfte gross bleiben.

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